Christine Streuli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Christine Streuli (* 1975 in Bern) ist eine Schweizer Malerin.

Leben[Bearbeiten]

Christine Streuli studierte von 1997 bis 2001 an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und an der Hochschule der Künste in Berlin. 2001 und 2002 nahm sie am International Studio and Curatorial Programm New York (ISCP) teil. 2003 war sie als Artist in Residence in Kairo, Ägypten beschäftigt. 2006 lebte und arbeitete sie in San Francisco. 2009 erhielt sie ein Landis & Gyr Stipendium in London.

Werk[Bearbeiten]

guaranteed real
Acryl und Lack auf Baumwolle
240 x 190 cm

Ihre Werke waren in umfangreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, unter anderem vertrat sie 2007 die Schweiz auf der 52. Biennale in Venedig. Ausserdem sind Ihre Arbeiten unter anderem im Aargauer Kunsthaus in Aarau, im Kunsthaus Langenthal, im Kunstmuseum Luzern, im Kunstmuseum Bonn, im Haus am Waldsee in Berlin zu sehen gewesen. Ihre Bilder sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen, darunter im Kunsthaus Zürich vertreten.

Christine Streuli wurde mit ihren grossformatigen, ausnehmend farbigen und ornamentalen Bildern bekannt. Häufig wurden ihre Gemälde als Farbmanifeste bezeichnet, die durch die unterschiedlichsten kulturellen Quellen inspiriert sind und welche die Künstlerin zu einem dichten Kosmos vereint. Sie nimmt in der aktuellen Kunst eine besondere Stellung ein, da sie nach neuen Ausdrucksformen in der Malerei sucht, die sich weder eindeutig der Gegenständlichkeit noch der Abstraktion zurechnen lassen.

Die Bilder sind stets mehrschichtig aufgebaut, wobei sich die Künstlerin der unterschiedlichsten malerischen Verfahren bedient. Selten arbeitet Christine Streuli mit dem klassischen Malerwerkzeug des Pinsels, vielmehr sprüht, schüttet oder spritzt sie Farbe auf ihre Leinwände oder bedient sich drucktechnischer Verfahren. Sie benutzt Rechen, Schablonen, Kratzer oder andere Gegenstände. Häufig wählt sie eine grelle, fast übersteigerte Farbigkeit. Christine Streulis Ausstellungen sind meist geprägt von raumfüllenden Inszenierungen, bei denen die Malerei weit über die Ränder und Bilder hinaus strahlt und sich über die Wände, den Boden und die Decke erstreckt.

Einzelausstellungen[Bearbeiten]

  • 2016 Hello paranoia!, Galerie Mark Müller, Zürich
  • 2015 Ikelackebana_01, Galerie Monica De Cardenas, Lugano
  • 2014 Ikelackebana_02, Galerie Monica De Cardenas, Mailand
  • 2014 Kragenweite/ colar size: 36, Galerie Sfeir-Semler, Hamburg
  • 2013 Nonstoppainting, Haus am Waldsee, Berlin
  • 2012 One piece jump in, Galerie Mark Müller, Zürich
  • 2011 Mini maxi mental mess, Galerie Monica De Cardenas, Zuoz, Schweiz
  • 2011 Schieflage, Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf
  • 2010 Leftovers, too much, too little, too fast, too slow, Galerie Mark Müller, Zürich
  • 2009 Christine Streuli, Kunstverein Oldenburg
  • 2008 Du hier ich dort, Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf
  • 2008 fusion food, Aargauer Kunsthaus Aarau, Schweiz
  • 2008 bitter sweet sweet Galerie Monica De Cardenas, Mailand
  • 2008 I don’t believe you, ART Unlimited/ ART Basel
  • 2008 Stinkeblume, Galerie Sfeir-Semler, Hamburg
  • 2007 52. Biennale Venedig, Schweizer Pavillon, Venedig
  • 2007 Dreamliner goes Pitbull, Galerie Mark Müller, Zürich
  • 2007 Christine Streuli / Bruno Jakob, Kunsthaus Langenthal, Schweiz
  • 2005 Bekanntmachung/ Bilderstreit, Kunsthalle Zürich
  • 2005 double it, Galerie Monica De Cardenas, Mailand
  • 2005 ensemble ensemble, kuratiert von Roman Kurzmeyer, Kunstraum Kreuzlingen, Schweiz
  • 2005 dicht dran, Galerie Sfeir-Semler, Hamburg
  • 2004 nedma eksam, Amden, CH
  • 2004 Projektraum Enter, Kunstmuseum Thun, Schweiz
  • 2004 Tollkirschen, Galerie Sfeir-Semler Hamburg
  • 2003 longing/ belonging, Galerie Mark Müller Zürich
  • 2003 homeland, Galerie Mashrabeja Kairo, Ägypten
  • 2002 something in common, Galerie Massimo Audiello, New York, USA
  • 2002 Hunter, Showroom, Hunter College for Fine Arts, New York, USA

Gruppenausstellungen[Bearbeiten]

  • 2015 My lonley days are gone, Part 2, Galerie Arratia Beer, Berlin
  • 2015 Gallery 3010, Sfeir-Semler Gallery, Beirut, Libanon
  • 2014 Off the wall, Kunsthalle Nürnberg
  • 2014 You imagine what you desire, 19. Biennale of Sydney, Sydney, Australia
  • 2014 Revolution: John Chamberlain, Christine Streuli, Ida Ekblad, Kunstmuseum Luzern
  • 2012 Jörg Sasse / Christine Streuli, Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf
  • 2010 Wir sind Orient. Zeitgenössische Arabesken, Marta Herford, Herford
  • 2010 Philip Taaffe, Christine Streuli, Timo Nasseri, Sfeir-Semler Gallery, Beirut, Libanon
  • 2009 Boden und Wand/ Wand und Fenster/ Zeit, Helmhaus Zürich, kuratiert von Roman Kurzmeyer
  • 2006 Swiss Art Awards, ART Basel
  • 2005 Devil’s Punchbowl, Christopher Grimes Gallery, Los Angeles, USA
  • 2005 Rainbow, Galerie Sfeir-Semler Beirut, Libanon
  • 2005 Swiss Art Awards, ART Basel
  • 2005 aufgedeckt, Galerie Mark Müller, Zürich
  • 2005 Dorothea von Stetten-Kunstpreis, Kunstmuseum Bonn
  • 2005 Forme Originarie, Galerie Galica, Mailand
  • 2004 Reanimation, Kunstmuseum Thun, CH
  • 2004 Malerei, Kunstverein Arnsberg
  • 2004 Swiss Art Awards, ART Basel
  • 2004 Bilder der Malerei, Galerie Mark Müller, Zürich
  • 2004 dalla pagina allo spazio, Museo Cantonale d’Arte Lugano, Schweiz
  • 2003 Neue Räume, Aargauer Kunsthaus Aarau, Schweiz
  • 2003 Fragmente des Paradieses, Kunsthalle Palazzo Liestal, Schweiz
  • 2002 Spieglein Spieglein an der Wand..., Galerie Mark Müller, Zürich

Literatur[Bearbeiten]

  • Christine Streuli, Hendrik Schwantes (Hrsg.), Isabel Zürcher, Madeleine Schuppli, Roman Kurzmeyer: Christine Streuli: Bumblebeee. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2006, ISBN 978-3-938821-66-4.
  • Christine Streuli, Hendrik Schwantes (Hrsg.), Beat Wismer, Roman Kurzmeyer: Christine Streuli: colour distance, Swiss Pavilion at the 52nd Biennale in Venice. Eigenverlag, Burgdorf 2007.
  • Christine Streuli, Fanni Fetzer (Hrsg.): Christine Streuli. Kunsthaus Langenthal 2007, ISBN 978-3-905817-01-0.
  • Christine Streuli, Fanni Fetzer (Hrsg.), Terry R. Myers, Michele Robecchi: Christine Streuli. Kunstmuseum Luzern 2013, ISBN 978-3-7757-3555-1.

Weblinks[Bearbeiten]