Kunstverein Arnsberg

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Der Kunstverein Arnsberg ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Förderung zeitgenössischer Kunst in der Stadt Arnsberg und ihrer sauerländischen Region widmet.

Sitz des Kunstvereins

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kunstverein Arnsberg wurde im Herbst 1987 aus privater Initiative mit dem Ziel gegründet, innerhalb der Region eine Plattform für die Begegnung mit der internationalen, zeitgenössischen Kunst zu schaffen. Neben den wechselnden Einzel- und Gruppenausstellungen und jährlich ausgewählten Jahresgaben bietet der Verein seinen Mitgliedern begleitende Vorträge, gemeinsame Atelierbesuche und Exkursionen an. Der Kunstverein Arnsberg ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV). Die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West unterstützte den Verein 2010 mit 50.000 € weil er lokal, regional und international eine Institution der Kunstszene ist.[1][2] Im Jahr 2013 wurde der Kunstverein im Rahmen der Art Cologne für den deutschen Kunstvereinspreis nominiert. [3] Der Verein war 2015 maßgeblich daran beteiligt, dass Santiago Sierra in Arnsberg die minimalistische Lichtinstallation The Dept konzipierte.[4] Im Jahr 2016 erhielt der Verein gemeinsam mit dem Kunstverein Harburger Bahnhof den ADKV-Art Cologne Preis für Kunstvereine.[5]

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lichthaus im Hof des Klosters Wedinghausen

Die großzügigen Räume des Kunstvereins befinden sich im ersten Obergeschoss eines klassizistischen Bürgerhauses am zentralen Neumarkt, einem nach Plänen von Schinkel gebauten Platz, dessen Bausubstanz nahezu erhalten ist. Das denkmalgeschützte Gebäude selbst wurde um 1820 für den Justizamtmann Franz Friedrich Bernhard Höynck errichtet. Zum Haus gehörte früher ein großer Garten zu dem ein denkmalgeschütztes Gartenhäuschen gehört.[6]

Als zweiten Ausstellungsort nutzt der Kunstverein das postmoderne Lichthaus im Innenhof des Klosters Wedinghausen. In Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt nutzt der Verein das markante Gebäude seit 2009 für raumbezogene oder multimediale Projekte. Oft wurde diese speziell für den Ausstellungsort entwickelt.

Ausstellungen und Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 Aram Bartholl
  • 2016 Cesare Pietroiusti
  • 2015 Marco Bruzzone
  • 2015 Eric Ellingsen
  • 2015 Kerstin Brätsch
  • 2015 Yukihiro Taguchi
  • 2014 Bani Abidi
  • 2014 Julius von Bismarck
  • 2014 Julian Charrière
  • 2014 Ella Ziegler
  • 2012 Rafaël Rozendaal
  • 2013 Bettina Marx
  • 2013 Clemens Botho Goldbach
  • 2013 Andreas Greiner & Fabian Knecht
  • 2013 Santiago Sierra
  • 2013 Nina Hoffmann
  • 2013 Andreas Koch
  • 2013 Viviane Sassen
  • 2012 Ulrike Mohr
  • 2012 Alfredo Jaar
  • 2012 Marcus Steinweg
  • 2012 Rafaël Rozendaal
  • 2012 Jan Peter Hammer
  • 2011 Conor Kelly
  • 2011 Dani Dal
  • 2011 Ayreen Anastas und Rene Gabri
  • 2011 Tilman Wendland
  • 2011 Lone Haugaard Madsen
  • 2010 Dirk Bell
  • 2010 Juliette Blightman
  • 2010 Oystein Aasan
  • 2010 Alexej Meschtschanow
  • 2010 Ignacio Uriarte
  • 2010 Julieta Aranda
  • 2010 Anton Vidokle
  • 2010 Ulf Aminde
  • 2010 Daniel Knorr
  • 2010 Swantje Hielscher
  • 2010 Deborah Ligorio
  • 2009 Laurent Grasso
  • 2009 Yudi Noor
  • 2009 Reto Pulfer
  • 2009 assume vivid astro focus
  • 2009 Yorgos Sapountzis
  • 2009 Timo Nasseri
  • 2009 Burghard
  • 2008 Erwin Wurm
  • 2008 Fiete Stolte
  • 2008 Vlado Velkov
  • 2008 Bretz / Holliger
  • 2008 Susanne Schuricht
  • 2008 Luka Fineisen
  • 2008 Anja Ciupka
  • 2008 Karin Sander
  • 2008 Sabine Boehl
  • 2007 Martin Dammann
  • 2007 Marko Lulic
  • 2007 Myriam Holme
  • 2006 Gregor Schneider
  • 2006 Anna Fasshauer
  • 2006 Christoph Zwiener
  • 2006 Martina Schumacher
  • 2005 Misha Stroj
  • 2005 Nasan Tur
  • 2004 Boris Mikhailov
  • 2004 Diango Hernández
  • 2004 Susan Philipsz
  • 2004 Vincent Tavenne
  • 2003 Ricarda Roggan
  • 2003 Dan Perjovschi
  • 2003 Nine Budde
  • 2003 Jürgen Meyer
  • 2002 Susanna Taras

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Westfalenpost vom 28. Januar 2011
  2. FAZ vom 8. Februar 2010 (teilweise einsehbar)
  3. Pressemitteilung der Art Cologne
  4. Beschreibung der Installation The Dept beim Kunstverein Arnsberg
  5. Der Westen 15. April 2016
  6. Uwe Haltaufderheide: Die Baudenkmäler der Stadt Arnsberg. Erfassungszeitraum 1980–1990. Stadt Arnsberg, Arnsberg 1990, ISBN 3-928394-01-0, S. 131.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 23′ 39″ N, 8° 3′ 46″ O