Christoph Eymann

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Christoph Eymann (1992)

Christoph Eymann (* 15. Januar 1951 in Basel; heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Politiker (LDP).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eymann studierte von 1970 bis 1973 Medizin und von 1973 bis 1978 Jurisprudenz an der Universität Basel. 1980 wurde er zum Dr. iur. promoviert. Von 1980 bis 1984 war er als Jurist beim Basler Volkswirtschaftsbund (heute: Arbeitgeberverband Basel), von 1984 bis 2001 als Direktor des Gewerbeverbandes Basel-Stadt tätig. In der Schweizer Armee war er Hauptmann.

Eymann ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Sein Bruder, der Arzt Felix W. Eymann, ist ebenfalls Politiker und war bis 2020 Mitglied des Grossen Rats des Kantons Basel-Stadt und dessen Tochter Stephanie Eymann wurde wiederum am 29. November in die Regierung des Kanton Basel-Stadt gewählt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politisch aktiv wurde Eymann 1981, als er zum Mitglied des Basler Bürgergemeinderates gewählt wurde. Von 1984 bis 1995 war Eymann Mitglied des Grossen Rats des Kantons Basel-Stadt. Von 1991 bis 2001 hatte er erstmals Einsitz im Nationalrat. In den Neunzigerjahren hat er gegen zum Teil grossen Widerstand im eigenen Lager ökologische und gesellschaftspolitische Anliegen durchgesetzt. Der Grundsatz der «nachhaltigen Entwicklung» wurde seiner Motion entsprechend in die revidierte Bundesverfassung aufgenommen.[1] Von 1999 bis 2001 war Eymann Mitglied des Verfassungsrates des Kantons Basel-Stadt.

2000 wurde Eymann in den Basler Regierungsrat gewählt und 2004, 2008 sowie 2012 im Amt bestätigt. Er war dort Vorsteher des Erziehungsdepartements. Von 2011 bis 2013 war er Präsident der Schweizerischen Universitätskonferenz.[2] Nach dem Rücktritt von Isabelle Chassot wurde Eymann 2013 zum neuen Präsidenten der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) gewählt. Er trat sein Amt am 1. November 2013 an.[3] Per 8. Februar 2017 trat er als Regierungsrat zurück.[4] Seit 2015 ist er wiederum im Nationalrat vertreten. Er ist Teil der Fraktion der FDP und Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur.

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eymann ist Präsident von Smart Regio Basel,[5] Co-Präsident der Solar Agentur Schweiz (zusammen mit Priska Seiler Graf),[6] Vorstandsmitglied von educationsuisse[7] und Präsident des Vereins «Kleinbasel – Kirche für alle».[8] Zudem ist er Verwaltungsrat der S. Karger AG.[9]

Seit dem 23. Mai 2019 ist Eymann Präsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Motion 97.3475 vom 17. Dezember 1997, angenommen/überwiesen durch Nationalrat/Ständerat Herbstsession 1998.
  2. Neuer Präsident der SUK. In: SUK Info, Nummer 1/12. Schweizerische Universitätskonferenz, Februar 2012, abgerufen am 9. Juni 2019.
  3. EDK: Christoph Eymann wird Präsident der EDK. 24. Oktober 2013, abgerufen am 14. August 2018.
  4. Christoph Eymann: Der Souveränste von allen tritt ab. In: Onlinereports. Abgerufen am 5. Juni 2019.
  5. Smart Regio Basel. Abgerufen am 9. Juni 2019.
  6. Wer wir sind | Solar Agentur Schweiz. Abgerufen am 9. Juni 2019.
  7. educationsuisse – Organe. Abgerufen am 9. Juni 2019.
  8. Verein "Kleinbasel - Kirche für alle". Abgerufen am 9. Juni 2019.
  9. Karger Verlag / Eymann geht in den Verwaltungsrat. Abgerufen am 9. Juni 2019.
  10. Neues SKOS-Präsidium: Christoph Eymann und Elisabeth Baume-Schneider. Abgerufen am 5. Juni 2019.