Colossal (Film)

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Filmdaten
Deutscher TitelColossal
OriginaltitelColossal
ProduktionslandSpanien,
Kanada
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2016
Länge114 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieNacho Vigalondo
DrehbuchNacho Vigalondo
ProduktionDominic Rustam,
Russell Levine,
Nicolas Chartier,
Zev Foreman,
Dominic Rustam
MusikBear McCreary
KameraEric Kress
SchnittBen Baudhuin,
Luke Doolan
Besetzung
Synchronisation

Hauptdarstellerin Anne Hathaway, 2016

Colossal ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2016 von Nacho Vigalondo mit Anne Hathaway, Jason Sudeikis, Dan Stevens, Austin Stowell und Tim Blake Nelson, der die Geschichte von Gloria erzählt, einer arbeitslosen jungen Schriftstellerin, die ungewollt das Auftauchen eines gigantischem Monsters auf der anderen Seite der Welt verursacht.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die arbeitslose Schriftstellerin Gloria hat ein ernstes Alkoholproblem. Ihr Verhalten veranlasst ihren frustrierten Freund Tim, mit ihr Schluss zu machen und sie aus ihrer Wohnung in New York City zu vertreiben. So ist Gloria gezwungen, in ihre Heimatstadt in New Hampshire zurückzukehren. Dabei trifft sie ihren Kindheitsfreund Oscar wieder, der jetzt die Bar seines verstorbenen Vaters leitet. Oscar versucht Gloria zu helfen, indem er ihr einen alten Fernseher für ihr unmöbliertes Haus und einen Job an der Bar anbietet, was Gloria akzeptiert. Die Arbeit an der Bar verschlimmert Glorias Alkoholproblem. Während jeder Schicht trinkt sie bis zum Morgen mit Oscar und seinen Freunden Garth und Joel und schläft anschließend auf einer Bank in der Nähe eines Kinderspielplatzes ein.

Zur selben Zeit erscheint in Seoul ein riesiger Reptilienkaiju, der Tod und Zerstörung hinterlässt. Nach und nach erkennt Gloria, dass sich, wenn sie genau um 8:05 Uhr über den Spielplatz läuft, das Monster manifestieren lässt und die Bewegungen der Kreatur mit ihren eigenen übereinstimmen. Nur wenig später enthüllt Gloria Oscar und seinen Freunden ihr Geheimnis. Als Oscar auf den Spielplatz tritt, lässt er einen riesigen Roboter in Seoul erscheinen. Gloria versucht schließlich, sich zu revanchieren, indem sie das Monster eine Entschuldigung in Koreanisch buchstabieren lässt, zur Freude der Südkoreaner und der Medien. Gloria bemüht sich in der Folge, sowohl den Spielplatz als auch den Alkohol zu meiden.

Nach einer Nacht mit Joel entdeckt Gloria, dass der betrunkene Oscar den Roboter benutzt, um Südkorea zu verhöhnen. Nach einer angespannten Konfrontation gelingt es Gloria, ihn gehen zu lassen. Oscar ist eifersüchtig darauf, dass etwas zwischen Gloria und Joel passiert ist. Später in der Nacht beleidigt er betrunken seine Freunde und verlangt, dass Gloria trinken solle, indem er droht, auf den Spielplatz zurückzukehren, wenn sie es nicht tue. Am nächsten Morgen gesteht ein wieder nüchterner Oscar seine Reue und bittet, ihm zu vergeben. Gloria akzeptiert zwangsweise seine Entschuldigung, denn Oscars Wille, sie zu erpressen, scheint nicht gebrochen.

Glorias Ex-Freund Tim taucht in der Stadt auf, um Gloria zu sehen. Oscar provoziert eine Konfrontation, die damit endet, dass er in der Bar ein großes Feuerwerk inszeniert. Später taucht er in Glorias Haus auf und sagt ihr, dass er dort sei, um sie daran zu hindern, mit Tim nach New York zurückzukehren.

In einer Rückblende wird klar, das ein Blitz sowohl Gloria als auch Oscar getroffen hat, als sie sich in der Nähe des Spielplatzes aufhielten, weshalb beide ihre Avatare in Südkorea manifestieren können. Gloria begreift auch, warum Oscar gewalttätig und manipulativ ist: er hasst sich selbst. Sie beschließt, die Stadt mit Tim zu verlassen. Oscar kommt als Antwort auf den Spielplatz. Als Gloria folgt, schlägt Oscar sie und lässt sie auf dem Boden zurück, während er Seoul terrorisiert.

Gloria fliegt nach Südkorea und entschuldigt sich bei Tim, dass sie nicht mitgekommen ist. Noch einmal um 8:05 Uhr US-Zeit veranlasst Oscar den Riesenroboter, sich in Seoul zu manifestieren. Als sie zu Oscars Avatar geht, lässt Gloria ihr Kaiju wieder auftauchen, diesmal auf dem Spielplatz. Oscar in der Hand haltend, wirft Glorias Kaiju Oscar in die Ferne, wodurch der riesige Roboter in den Himmel geschleudert wird und aus Seoul verschwindet.

Als ihre Mission erfüllt ist, zieht sich Gloria in eine leere Bar in Seoul zurück, sie setzt sich an ihren Platz und verspricht der jungen Kellnerin eine unglaubliche Geschichte.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Scalamedia GmbH in Berlin.[2]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt gemischte bis positive Kritiken. Rotten Tomatoes listet 220 Rezensionen, von denen 80 % als positiv eingeschätzt werden, und fasst sie folgendermaßen zusammen: „Die außerordentliche Fremdartigkeit von Colossal kann verwirrend sein, aber Zuschauer, die sich davon nicht abschrecken lassen, könnten feststellen, dass die Genregrenzen sprengende Umsetzung – und Anne Hathaways Auftritt – den Film sehenswert machen.“[3] Die Online-Plattform Metacritic ermittelt aus 38 Kritiken einen Metascore von 70 %, was für grundsätzlich positive Bewertungen steht.[4]

Einnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film spielte allein in den USA insgesamt knapp über 4,7 Millionen US-Dollar ein. Die Gewinne entsprachen jedoch nicht den Erwartungen der Produzenten; der Film ist – finanziell gesehen– ein Flop.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Colossal. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Colossal. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 20. November 2017.
  3. Colossal (2016). Rotten Tomatoes. Abgerufen am 2. Mai 2018.
  4. Colossal reviews. In: Metacritic. CBS. Abgerufen am 3. April 2018.
  5. Colossal (2017) – Financial Information. Abgerufen am 12. August 2017.