Commando (Computerspiel)

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Commando
Studio Capcom
Publisher Data East
Erstveröffent-
lichung
1985
Genre Shoot ’em up
Spielmodus 2 Spieler abwechselnd (Hotseat)
Steuerung 8-Wege Joystick; 2-Knöpfe
Gehäuse Standard
Arcade-System Haupt CPU: Z80 (@ 4 MHz)
Sound CPU: Z80 (@ 3 MHz)
Sound Chips: 2 x YM2203 (@ 1,5 MHz)
Monitor Raster-Auflösung 224 × 256 (3:4 Horizontal), Farbpalette: 256
Information alias Senjō no Ōkami

Commando [kəˈmɑ:ndəʊ] ist ein Computerspiel des Genres Shoot ’em up. Es wurde 1985 von Capcom als Arcade-Spiel hergestellt. Später folgten Portierungen für andere Plattformen, u. a. für Commodore 64. Es existieren auch andere gleichnamige Arcade-Spiele.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler übernimm tdie Rolle von Soldat Super Joe, der, nur mit einem M60-Maschinengewehr und sechs Handgranaten ausgerüstet, im Rahmen einer Einzelmission in feindlichem Gebiet abgesetzt wird und dort eine Festung einnehmen muss.[1]

Spielprinzip und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler muss die Spielfigur Super Joe über den vertikal scrollenden Bildschirm steuern und herannahende Gegnerscharen vernichten. Gegner gilt es zu erschießen oder durch Werfen von Handgranaten zu eliminieren und Geiseln zu befreien. Das Spiel ist in drei Abschnitte unterteilt: Abschnitt eins und zwei enden jeweils an Toren, durch die man erst gehen kann, wenn alle Gegner eliminiert worden sind. Am Ende des dritten und letzten Abschnitts gelangt man zu einem zweistöckigen Gebäude, aus dessen vier Fenstern auf den Spieler geschossen wird und aus dessen Haupteingang viele feindliche Spielfiguren schießend herausströmen. Sind alle Gegner eliminiert, bricht in dem Haus, sichtbar durch die Fenster, ein Feuer aus und das Spiel beginnt von vorn.

Die Gegner können auch aus feststehenden Kanonen schießen und manche fahren auf einem Motorrad, z. B. auf einer Brücke, über die der Spieler gehen muss. Da viele Projektile und Granaten umherfliegen, ist es schwierig, nicht getroffen zu werden.

Hardware (Arcade-Version)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haupt-/Soundprozessor: zwei Zilog Z80
  • Soundchips: zwei YM2203
  • Auflösung: 224×256 Pixel
  • Joystick: 8-Wege und 2 Knöpfe
  • Farbtiefe: 256 Farben (C64: 16 Farben)

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Programmierer war Chris Butler, die Grafik stammt von Rory Green und Chris Harvey. Die C64-Musik wurde von Rob Hubbard, basierend auf dem Arcade-Original, in weniger als 12 Stunden komponiert.[2] Sie ist wohl eines der bekanntesten SID-Musikstücke, die es für den C64 gibt.

Die deutsche Version wurde entschärft, um eine Indizierung zu vermeiden. Indizierungsgefährdet waren Spiele, die die Tötung von Menschen zum Inhalt hatten. Capcom benannte das Spiel für den deutschen Markt deshalb in Space Invasion um und änderte die Grafik der Gegner dahingehend ab, dass sie an Außerirdische erinnerten.[3] Das Spiel wurde dennoch 1988 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wegen Kriegsverherrlichung indiziert, im August 2005 aber gemäß § 23 Abs. 4 JuSchG von der BPjM wieder aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.[4] Die Heimcomputerfassung Commando II von Elite Systems wurde im März 2009 von der BPjM aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen und die Indizierung damit aufgehoben.[5] In Japan kam das Spiel als Senjō no Ōkami (Wolf des SChlachtfelds) auf den Markt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nicole Segre: Commando. In: Sinclair User Magazine. Nr. 47, Februar 1986, S. 56.
  2. Remix64.com
  3. Lost in Translation. In: Retro Gamer. 2015, Nr. 3, Juni 2015, ISSN 2194-9581, S. 15.
  4. Entscheidung Nr. A 120/2005 der BPjM vom 24. August 2005 (Pr. 496/05). Veröffentlicht in: Bekanntmachung Nr. 8/2005 über jugendgefährdende Trägermedien, 31. August 2005, Bundesanzeiger, Ausgabe 164/2005.
  5. Entscheidung Nr. A 75/2009 der BPjM vom 20. März 2009 (Pr. 295/09) Veröffentlicht in: Bekanntmachung Nr. 3/2009 über jugendgefährdende Trägermedien, 23. März 2009, Bundesanzeiger, Ausgabe 49/2009.