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DJI (Unternehmen)

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(Weitergeleitet von DJI Innovations)
SZ DJI Technology Co., Ltd.
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Rechtsform Co., Ltd.
Gründung 2006
Sitz Shenzhen, Guangdong
Leitung Frank Wang, Gründer
Mitarbeiterzahl ca. 14.000[1]
Umsatz 24 Mrd. CNY[2]
Branche Elektronik
Website www.dji.com
Stand: 2020
DJI-Unternehmenszentrale
DJI-Unternehmenszentrale in DJI Sky City

Da-Jiang Innovations Science and Technology Co., Ltd, kurz DJI, (chinesisch 大疆創新科技有限公司 / 大疆创新科技有限公司, Pinyin Dà-Jiāng Chuàngxīn Kējì Yǒuxiàn Gōngsī, kurz 大疆創新 / 大疆创新, Dà-Jiāng Chuàngxīn) ist ein chinesisches Technologie­unternehmen, das im Jahr 2006 von Frank Wang (汪滔, Wāng Tāo), Unternehmer und Ingenieur aus Hangzhou, gegründet wurde. Es hat sich auf die Entwicklung und Herstellung unbemannter Luftfahrzeuge, insbesondere Quadrocopter, zur Luftbildfotografie und -videografie im privaten und professionellen Einsatz spezialisiert.[3] Darüber hinaus entwickelt und fertigt DJI Kamerasysteme, Gimbal-Stabilisatoren, Antriebssysteme, Unternehmenssoftware, Agrartechnik für die Luftausbringung sowie Flugsteuerungssysteme. DJI gilt als Weltmarktführer bei Drohnen für den privaten und gewerblichen Gebrauch und hielt im Juni 2024 einen Anteil von über 90 % am weltweiten Markt für Verbraucherdrohnen.[4] Das Unternehmen weist einen Jahresumsatz von mehr als drei Milliarden Euro aus (Stand 2022).[5] Die Kameradrohnen-Technologie des Unternehmens wird in der Musik-, Fernseh- und Filmindustrie vielfach eingesetzt. DJI-Produkte wurden jedoch auch von Militär- und Polizeikräften[6] sowie von terroristischen Gruppierungen verwendet, woraufhin das Unternehmen Maßnahmen ergriff, um den Zugang für letztere zu beschränken.[7]

DJI mit Sitz im südchinesischen Shenzhen wurde im Jahr 2006 von Frank Wang gegründet. Die USA verboten 2017 ihren Streitkräften, Drohnen des Konzerns zu verwenden, da auch DJI mit der chinesischen Regierung zusammen arbeitet (siehe Abschnitt US-Bann). Als Grund wurde die „Verwundbarkeiten gegen Cyber-Angriffe“ der Drohnen genannt.[5] DJI reagierte mit einer neuen Produktfamilie, der sogenannten „DJI Government“. Bei der Serie sollen mit einem „Local Data Mode“ sämtliche Daten innerhalb des geschlossenen Nutzersystems und strikt getrennt vom Internet bleiben.[8] Im Jahr 2020 untersagte das US-Handelsministerium US-amerikanischen Firmen erstmals, den chinesischen Drohnen-Hersteller DJI mit Material zu beliefern. Im Juli 2021 erklärte dann das US-Verteidigungsministerium, dass es durch die Nutzung von DJI-Geräten mögliche Risiken für die nationale Sicherheit sieht. Laut tagesschau.de sieht das US-Verteidigungsministerium offenbar enge Verbindungen zwischen dem Technologieunternehmen und der chinesischen Volksbefreiungsarmee.[5] Das Unternehmen wurde von der US-Regierung als „Chinese Military Company“ eingestuft und mit Sanktionen belegt; DJI-Drohnen können in den USA jedoch weiterhin erworben und betrieben werden.[9][10] Im Februar 2026 reichte DJI Klage gegen die US-Regierung ein, um ein Importverbot für seine Drohnen anzufechten. Das Unternehmen argumentierte, die Beschränkungen seien rechtswidrig und schadeten US-amerikanischen Unternehmen und Verbrauchern, die auf seine Technologie angewiesen seien.[11]

DJI-Produkte haben international Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit hervorgerufen. Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wurden sie von Kombattanten aller Seiten eingesetzt.[12][13]

2024 übernahm DJI Anteile des chinesischen 3D-Drucker-Herstellers Elegoo.[14]

Im Jahr 2025 stellte DJI mit dem DJI Romo seinen ersten Saugroboter vor, der Technologie aus der Drohnenentwicklung nutzt.[15] Anfang 2026 gelang es dem spanischen Ingenieur Sammy Azdoufal, rund 7000 Romo-Saugroboter fernzusteuern, als er versuchte, sein eigenes Gerät mit einem PlayStation-Controller zu steuern. DJI bedankte sich anschließend auf X bei Azdoufal für die Meldung der Sicherheitslücke.[16]

DJI hat sich seit seiner Gründung von einem reinen Hersteller von Fotodrohnen zu einem Technologieunternehmen mit weiteren fotografischen Produkten entwickelt, etwa Gimbals für Filmkameras (Ronin). Am 15. Juni 2022 gab DJI bekannt, dem Vollformat-Kamerasystem der L-Allianz beigetreten zu sein, zu der bis dato Leica, Panasonic, Sigma und Leitz gehörten.[17]

Das Unternehmen entwickelt auf den professionellen und amateurhaften Einsatz abgestimmte Controller zur Steuerung von Fotodrohnen. Diese bestehen bei einem typischen Modell des Jahres 2019 aus Haupt-Controller, PMU, GPS-Controller, IMU sowie LED-Bluetooth-Indikator. Mit der sogenannten Air Unit bietet DJI zudem auch Übertragungsmodule an, die zum Selbstbau von FPV-Drohnen eingesetzt werden können, um diese über die proprietäre Funkverbindung OcuSync mit den eigenen Controllern und FPV-Brillen zu steuern.[18]

Quadrocopter DJI Phantom 4
DJI Phantom 4

Mit der Phantom stieg das Unternehmen in den Markt für Drohnen ein. Die erste Generation kam 2013 auf den Markt und hatte noch kein integriertes Kamerasystem, sondern lediglich eine ungedämpfte Aufhängung für einen Action-Camcorder. Optional konnte ein gedämpftes 2/3-Achsen-Gimbal ergänzt werden. 2013 wurde die Phantom 2 mit einer nahezu verdoppelten Flugzeit, dank eines leistungsstärkeren Akkus, vorgestellt. Auch dieses Modell enthielt in der Grundversion keine Kamera. Diese kam erst mit der Phantom 2 Vision hinzu. Jetzt konnte der Drohnenpilot das von der Drohne zum Controller in der Hand per Videosignal übertragene Live-Bild mitverfolgen. Mit der 2014 veröffentlichten Phantom 2 Vision+ bekam die eingebaute Kamera eine Gimbaltechnik, die eine horizontal ausbalancierte Kameraführung, unabhängig von der Fluglage ermöglichte. Erstmals wurde eine Full-HD-Kamera verwendet.

Die Phantom-Serie gilt als Wegbereiter für den kommerziellen Erfolg von Fotodrohnen. In den Jahren 2015 bis 2017 erschienen unter anderem Phantom 3-Varianten Standard, Advanced, Professional. Mit Letzterer zog die 4K-Auflösung in die Ausstattung ein.

Im März 2016 stellte DJI die Phantom 4 vor. Die Gimbal-Einheit wurde teilweise in das Gehäuse integriert und war aus einer leichteren Magnesiumlegierung gefertigt. Hinzu kamen Detektoren zur Verhinderung von Kollisionen. 5870 mAh-Akkus verlängern die Flugzeit auf ca. 30 Minuten. Das OcuSync-System bewirkte zuverlässigere und schnellere Funkübertragungen zwischen Drohne und Controller.

Die Flame-Wheel-Serie umfasst Multicopter-Plattformen, die auf Luftaufnahmen ausgelegt sind, jedoch keine Kamera integriert haben. 2013 veröffentlichte DJI insgesamt drei Flame Wheels: den Hexacopter Flame Wheel F550 sowie die Quadrocopter Flame Wheel F330 und Flame Wheel F450.[19]

Spreading Wings

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Hecacopter DJI Spreading Wings S800
DJI Spreading Wings S800 in der Luft

Für Luftaufnahmen mit schwereren Kameras, Rettungseinsätzen mit vermissten Personen und zur Überwachung hat DJI die „Spreading Wings“-Serie entwickelt. 2013 erschienen zwei Modelle der Hexacopter, die Spreading Wings S800 sowie die Spreading Wings S800 Evo.[20] Die Besonderheit dieser Serie gegenüber anderen Multikoptern dieser Klasse liegt darin, dass die Arme, das GPS-Modul, sowie das Landegestell eingeklappt werden und so die Portabilität des Kopters deutlich erhöht wird. Daher kommt auch der Name (Spreading Wings (englisch) = (sich) ausbreitende Flügel).

Fotodrohne DJI Inspire 1
DJI Inspire 1

Die 2014 eingeführte Inspire-Serie zielte auf den professionellen Gebrauch, also etwa Fernsehaufnahmen. Die getrennt erhältlichen Kameras ließen sich im Unterschied zu allen anderen DJI-Quadrocoptern rundum, also um 360°, drehen. Außerdem war die für professionelle Filmaufnahmen unabdingbare Trennung von Flug-Controller und Kamera-Monitor vorgesehen. Ein auf den Flug spezialisierter Drohnenpilot steuerte das Gerät, während der Kamera-Operator sich um die Optik kümmerte. Die Inspire 1 kam 2014 auf den Markt und nahm in 4K und in 12 Megapixeln auf.[21] Das Inspire 1 Pro genannte Kameraset Zenmuse X5 und X5R war mit sehr kleinen digitalen Kameragehäusen des Micro-Four-Thirds-Systems ausgestattet, die speziell für Luftaufnahmen entwickelt wurden.[22]

Der Nachfolger kam 2016 auf den Markt. Inspire 2 erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 94 km/h. Die Zenmuse X4s- und X5s-Kameras nahmen Bilder mit bis zu 5,2 K auf und verfügten über eine Auflösung von 20,8 Megapixeln. Auch die Hinderniserkennung nach oben, vorne und unten kam hinzu.

2023 stellte DJI die Inspire 3 vor, wie gewohnt mit Wechselobjektiven in verschiedenen Brennweiten. Die Inspire 3 ist mit ihrer Zenmuse-x8-Kamera in der Lage, Videos in 8K mit bis zu Bildern pro Sekunde aufzunehmen.

DJI Phantom 4 Berufsfeuerwehr Köln bei einer Übung
DJI Matrice 350 RTK der Berufsfeuerwehr Köln bei einer Übung

Das Angebot von DJI Enterprise richtet sich an professionelle Luftbildfotografie, Inspektion in Bau und Industrie, Kartierung, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie Jagd. Die Matrice 100 als erstes Produkt der Marke besitzt eine Programmierschnittstelle, die es dem Benutzer ermöglicht, den Copter mit diversen Programmiersprachen zu programmieren. Die Flugzeit betrug je nach Akkukonfiguration bis zu 40 Minuten, die Drohne kann mit verschiedenen Nutzlasten ausgestattet werden.[23] Es folgte 2016 der erste Hexacopter, die Matrice 600. Seit 2017 die Matrice 200 auf den Markt kam, werden nur noch Quadrocopter unter der Marke hergestellt. Mit der Matrice 30 wurde 2022 erstmals eine Drohne mit zugehöriger Bodenstation Dock vorgestellt. In Verbindung mit dieser Bodenstation kann die Drohne wettergeschützt lagern und aufladen, um dann autonom oder ferngesteuert von selbiger zu starten und nach dem Einsatz auch zu landen.[24] Mit der Mavic 3 Enterprise-Serie kam eine kompakte Serie an Drohnen mit und ohne Wärmebildkamera auf den Markt. Die Modelle hatten eine Startmasse von jeweils unter einem Kilogramm.[25] Mit der Matrice 3D und der Matrice 3TD folgte Anfang 2024 eine kompakte Drohne, die zusammen mit der Station Dock 2 vermarktet wurde. Das Spitzenmodell, die Matrice 400 ist seit 2025 verfügbar. Sie kann bei einer Startmasse von etwa 10 Kilogramm fast eine Stunde lang in der Luft bleiben. Durch eine PSDK-Schnittstelle können verschiedene Nutzlasten, unter anderem Kameragimbals, Scheinwerfer und Lautsprecher, ausgestattet werden.[26]

DJI Agriculture

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Agrardrohne DJI Agras T16 im Einsatz über einem Feld
DJI Agras T16 beim Sprüheinsatz auf einem Feld

Unter dem Markennamen DJI Agriculture bietet das Unternehmen seit 2015 Drohnen für den Agrarsektor an.[27] Der Octocopter Agras MG-1 war das erste Modell der Sparte und ist zum Spritzen von Pflanzenschutzmitteln ausgerichtet. Laut Herstellerangaben sie er damit um das 40-Fache effizienzter als die Arbeit manuell auszuführen. Programmiert man eine Flugroute über die Felder ein, verrichtet das System die Arbeit vollkommen autonom und kehrt selbständig zum Laden und Nachfüllen der Flüssigkeitstanks zurück.[28] Im Jahr 2018 folgte die sowie die P4 Multispectral zur Überwachung von Vegetation, die Drohne basiert auf der Phantom 4. Ebenfalls 2018 wurde die Agras-MG-Serie mit Einführung der Agras T16 von der Agras-T-Serie abgelöst. Ab 2022 ersetzte die Mavic 3M Multispectral zur Analyse von Pflanzenwachstum sowie Luftvermessung die P4 Multispectral. Seit 2024 ist die Agras T100 mit einem Nennvolumen von maximal 150 Litern bzw. einer Nutzlast von bis zu 100 Kilogramm zum Sprühen, Streuen und Heben das leistungsfähigste Modell der Sparte.[29]

Quadrocopter DJI Mavic 3
DJI Mavic 3 mit integrierter Kamera

Am 27. September 2016 stellte DJI in New York City die erste semiprofessionelle Drohne vor, die sich, anders als die Phantom-Modelle, zusammenfalten ließ. Die Mavic Pro war technisch mit der Phantom 4 ebenbürtig. Ihre Kompaktheit, die Flugzeit von etwa 25 Minuten, die hohe Reichweite (angeblich bis 7 Kilometer, solange keine Hindernisse zwischen Controller und Drohne auftauchten), die Flugstabilität auch bei Wind und die Kameraauflösung sorgten für den Zugang zum Massenmarkt. Der Pilot musste sein Smartphone in die Halterung des Controllers einspannen, um darauf den Flug der Drohne zu kontrollieren. Nach und nach kamen sogenannte intelligente Flugmodi in der DJI Go 4 genannten App hinzu, etwa das Nachverfolgen von Menschen oder Tieren oder das Umkreisen von Kirchtürmen. Manche Steuerbefehle ließen sich, sofern die Drohne nah am Betrachter war, per Handgesten visuell übermitteln. Die Mavic-Serie wurde über die Jahre immer weiter entwickelt zur professionellen Kamera-Drohne und löst die Phantom-Serie inzwischen zunehmend ab. Im August 2022 flog eine Mavic 3-Drohne in einer Höhe von 9232 Metern über den Gipfel des Mount Everest.[30][31]

Im Mai 2025 kam als Nachfolgeprodukt der Mavic 3 Pro die Mavic 4 Pro auf den Markt. Nachdem der Mavic 3 Pro der Flug auf den Gipfel des Mount Everests 2024 in Etappen gelang,[32] beflog die Mavic 4 Pro 2025 mit modifizierter Firmware den Gipfel vom Gletscher des Nordsattels aus in einem Stück.[33][34]

Miniaturdrohne DJI Spark
DJI Spark

2017 kam die Handflächen-kleine, oft als Selfie-Drohne bezeichnete Spark auf den Markt. Das Gewicht des Kopters beträgt 300 Gramm. Die Drohne zielte auf das Einsteiger-Segment ab, so ist die Steuerung wahlweise auch ohne Controller über Smartphone oder Handgesten möglich, die verbaute Kamera verfügt nur über einen 2-Achsen-Gimbal und unterstützt ausschließlich das JPEG-Format.[35]

2018 erschien die Mavic Air als tragbarere Version der Mavic. Ihre Nachfolger sind die Mavic Air 2 und die Air 3.

Transportdrohne DJI FlyCart 30 auf der Agritechnica 2023
DJI FlyCart 30 auf der Agritechnica 2023

Seit 2023 bietet das Unternehmen mit DJI Delivery Drohnen zu Transport- und Lieferzwecken an. Die FlyCart 30 kann Lasten von bis zu 40 Kilogramm bei einer Flugzeit von maximal 29 Minuten transportieren. Bei Tests am Mount Everest konnte die Drohne erfolgreich 15 kg Hilfsgüter und Abfall transportieren.[36] Mit der FlyCart 100 wurde im Juni 2025 ein größeres Modell mit bis zu 80 kg Zuladung vorgestellt.[37] Die Drohne teilt sich die Plattform mit der Agras T100. Bei beiden Drohnen handelt es sich um Octo-Quadcopter mit insgesamt acht Motoren an vier Armen.

DJI Lito X1

Im Januar 2026 tauchten FCC-Unterlagen zu einer neuen Serie auf. Die beiden Drohnen, Lito 1 und Lito X1 wurden im Dezember von der FCC genehmigt.[38] Die beiden Modelle, die mit einem Gewicht von unter 250 g der Klasse C0 angehören sind bezüglich Preis und Ausstattung unterhalb der Mini-Pro-Modelle angesiedelt.

Stabilisatoren und Kameras

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DJI Inspire 2 mit Zenmuse X4S Kamera
Zenmuse X4S-Kamera an einer DJI Inspire 2

Während die kleineren Multikopter Spark, Mavic und Phantom über fest installierte Kameras verfügen, bietet DJI unter dem Namen Zenmuse verschiedene Kameras und Kamerahalterungen an, die sich mit den größeren Multikoptern kombinieren lassen. Die Kameras der X5-Serie verfügen über einen Bajonettanschluss für Objektive des Standards Micro Four Thirds. Die Kamerabezeichnung der X5S ist FC6520.

Kamerastabilisator DJI Osmo Mobile
DJI Osmo Mobile mit eingespanntem Smartphone

Die Osmo-Serie ist für Amateure gedacht. Im Herbst 2015 veröffentlichte DJI eine handgehaltene Kamera mit dreiachsiger, bildstabilisierender kardanischer Aufhängung (Gimbal); abgeleitet aus den Phantom- und Inspire-Kameras. Seit September 2016 ist die Osmo Mobile erhältlich, die anstelle einer integrierten Kamera eine Gimbal-Halterung für ein Smartphone besitzt.

Osmo Pro und Osmo RAW verfügen über eine kleine Kamera im Micro-Four-Thirds-Format mit 16 Megapixeln.

Osmo Pocket kam im Dezember 2018 auf den Markt. Das Gerät besitzt eine integrierte Kamera und einen Touchscreen. Die Kamera ist über einen 3-Achsen-Gimbal stabilisiert und nimmt Videos in 4K bei bis zu 60 fps auf. Im Oktober 2020 wurde es durch das Nachfolgemodell DJI Pocket 2 abgelöst.

Im Mai 2019 wurde die Osmo Action vorgestellt, eine auf Robustheit ausgelegte Actioncam im von GoPro geprägten Miniformat. Sie kann digital stabilisierte Videos in 4K-Auflösung mit 60 fps aufnehmen und verfügt über einen 12-Megapixel-Bildsensor. Der Blickwinkel des Objektivs liegt bei 145° mit einer Blende von F2.8. Die Kamera weist Bildschirme vorn und hinten auf und ist bis 11 Meter Tiefe wasserdicht.[39]

Ronin ist ein Handheld-Gimbalsystem zur Stabilisierung von professionellen Videoaufnahmen. Das System beinhaltet drei Motoren, die die Kamera stabil halten. 2015 gab es für Kameras die Ronin SC (Einstiegsmodell), Ronin SC Pro Combo, Ronin 2, die Ronin S, Ronin Mx und die Ronin M.[40]

Seit 2016 ist DJI zunächst Minderheitseigner des schwedischen Herstellers von Mittelformatkameras Hasselblad. Im folgenden Jahr wurde die Mehrheit am Unternehmen erworben.[41] Bestimmte Modelle der Mavic-Serie sind mit Kameras von Hasselblad ausgestattet.[42]

Erkennungssysteme

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AeroScope ist ein System zur Erkennung von Drohnen, das von Sicherheitsbehörden eingesetzt wird. Es detektiert bedenkliche Flüge in Flugverbotszonen von Flughäfen, Kraftwerken, militärischen Sperrgebieten oder Ähnlichem. Das System identifiziert und verfolgt Flugverläufe von Drohnen in Echtzeit.[43]

Es gab 2022 kurz nach dem Beginn des Überfalls russischer Truppen auf die Ukraine Berichte, Russland nutze AeroScope dazu, ukrainische Drohnen und deren Piloten zu finden und zu beschießen. Die Ukraine warf DJI vor, dadurch Russlands Angriffe zu unterstützen. DJI bestritt dies.[44]

DJI hat 2019 angekündigt, ab Januar 2020 alle Drohnen mit einem Gewicht von über 250 g mit dem Erkennungssystem AirSense auszustatten.[45] Dabei handelte es sich um einen Detektor, der Flugzeuge in der Umgebung erkennt und den Drohnenpiloten warnt. Erkannt werden Helikopter und Flugzeuge, die ihren Standort mit ADS-B kommunizieren.[46]

Pedelec-Motorisierung

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2024 stellte DJI mit Avinox einen Motor für Elektrofahrräder vor, der neben einem passenden Batteriesystem und einem integrierten Getriebe auch einen GPS-Sensor zur Erfassung von Fahrleistungsdaten enthält. Das System soll erstmalig im E-Bike Amflow PL verbaut sein.[47]

Zugriff der chinesischen Regierung auf Daten

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Im April 2016 räumte ein Sprecher von DJI ein, dass die chinesische Regierung auf die Daten der Filmaufnahmen Zugriff haben könne, die die DJI-Kunden mit den Drohnen aufgenommen haben. Chinas Staatspräsident Xi Jinping hatte kurz zuvor in einer Grundsatzerklärung gesagt, dass das Internet mit all seinen Daten in China unter Kontrolle des Staates stehe.[48]

Datensicherheit und US-Bann

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Die USA haben DJI 2020 auf ihre schwarze Liste gesetzt. US-Firmen dürfen seitdem keine Geschäfte mehr mit dem Unternehmen machen. Entgegen der landläufigen Meinung wurde die Datensicherheit nicht der Grund für das Verbot angegeben, sondern ein Handelsstreit und das Vergehen gegen Menschenrechte seitens der chinesischen Regierung. Während Huawei wegen Spionagevorwürfen auf der schwarzen Liste landete, warf die US-Regierung dem Drohnenunternehmen Vergehen gegen Menschenrechte vor, weil deren Drohnen zur Überwachung eingesetzt wurden. Es gäbe weltweit Befürchtungen zur Datensicherheit, es konnte aber in keinem Fall bestätigt werden, dass gegen die DSGVO (GDPR) oder sonstige Datensicherheitsvorgaben verstoßen wurde. DJI habe in den vergangenen Jahren mehrere Funktionen in ihre Systeme eingebaut, um Daten sicher zu verarbeiten. Dazu gehören Audits von Prüfunternehmen, das sogenannte DJI Bug Bounty Program und interne Updates mit Datenverschlüsselung und Offline-Modi.[49][50][51]

DJI-Drohnen werden weltweit genutzt. Teilweise sind sie auch bei Behörden im Einsatz.[52]

Ende September 2022 hat das Beschaffungsamt des Innenministeriums in einer Ausschreibung zu „Unbemannten Luftfahrzeugen“ bis zu 67 Drohnensysteme speziell des Typs Matrice 300 RTK beantragt. Die Drohnen sollen vom Technischen Hilfswerk für die Katastrophenhilfe eingesetzt werden. Die Entscheidung ist umstritten.[5]

  • Das Unternehmen war im Jahr 2015 Sponsor des Musikfestivals Rock am Ring.[53]
  • DJI ist offizieller Unterstützer des Micro-Four-Thirds-Standards für Systemkameras.[54]
  • Im Januar 2015 stürzte eine DJI-Drohne auf den Rasen des Weißen Hauses. Der damals amtierende US-Präsident Barack Obama nahm dies zum Anlass, mehr Regulierung von Drohnen in den USA zu fordern.[48][55]
  • Im Januar 2017 startete eine DJI Phantom 3 Professional auf dem 6739 Meter hohen Vulkan Llullaillaco, dies war der bis dorthin höchste aufgezeichnete Flug einer DJI-Drohne.[56]
  • Nach mehreren Drohnensichtungen über deutschen Flughäfen 2025, die in mehreren Fällen zu Einschränkungen des Flugbetriebs führten und bei denen in vielen Fällen unklar blieb, wer die Drohnen steuerte, bat die Zeitung Die Zeit DJI um Stellungnahme. Das Medium wollte wissen, ob DJI die Möglichkeit hätte, Drohnenpiloten mit den Sichtungen in Europa in Zusammenhang zu bringen. DJI erklärte dazu, es habe keine eigene Bestätigung darüber, was genau passiert ist oder welche Art von Drohne möglicherweise an den Überflügen beteiligt war.[57]
Commons: DJI – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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  1. Sha Hua: So tickt der Gründer des chinesischen Drohnen-Pioniers DJI. In: Handelsblatt. 9. Januar 2020, abgerufen am 10. März 2026.
  2. 大疆造车疑云. Phoenix Television, 30. Juni 2021, abgerufen am 10. März 2026 (chinesisch (China)).
  3. Ryan Mac, Heng Shao und Frank Bi: Bow To Your Billionaire Drone Overlord: Frank Wang's Quest To Put DJI Robots Into The Sky. In: Forbes. 6. Mai 2015, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
  4. Zeyi Yang: Why China's dominance in commercial drones has become a global security matter. In: MIT Technology Review. 26. Juni 2024, abgerufen am 19. September 2024 (englisch).
  5. 1 2 3 4 Manuel Bewarder, Florian Flade (WDR): Bundesregierung will chinesische Drohnen kaufen. In: Tagesschau.de. ARD-aktuell, NDR, 14. November 2022, abgerufen am 2. August 2024.
  6. Blake Schmidt, Ashlee Vance: DJI Won the Drone Wars, and Now It's Paying the Price. In: Bloomberg News. 25. März 2020, abgerufen am 3. April 2020 (englisch).
  7. Gareth Corfield: Drone maker DJI quietly made large chunks of Iraq, Syria no-fly zones. Supporting The War Against Terror, one update at a time. In: The Register. 26. April 2017, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
  8. Jan Schönberg: Nutzerdaten: DJI Government soll Vertrauen zurückgewinnen. DRONES, 25. Juni 2019, abgerufen am 15. November 2022.
  9. Carla Babb, Hong Xie: US Military Still Buying Chinese-Made Drones Despite Spying Concerns. In: Voice of America. 17. September 2019, abgerufen am 18. September 2019 (englisch).
  10. Alexandra Alper, Daphne Psaledakis: U.S. curbs Chinese drone maker DJI, other firms it accuses of aiding rights abuses. In: Reuters. 17. Dezember 2021, abgerufen am 17. Dezember 2021 (englisch).
  11. David Shepardson: Chinese dronemaker DJI sues to challenge US import ban on new models. In: Reuters. 24. Februar 2026, abgerufen am 5. Mai 2026 (englisch).
  12. Paul Mozur, Aaron Krolik, Keith Bradsher: As War in Ukraine Grinds On, China Helps Refill Russian Drone Supplies. In: The New York Times. 21. März 2023, abgerufen am 23. März 2023 (englisch).
  13. Greg Myre: A Chinese drone for hobbyists plays a crucial role in the Russia-Ukraine war. In: National Public Radio. 21. März 2023, abgerufen am 28. März 2023 (englisch).
  14. DJI steigt bei Elegoo ein: 3D-Druck-Spezialist peilt 5 Milliarden Yuan Jahresumsatz an. In: 3druck.com. 26. November 2025, abgerufen am 6. Mai 2026.
  15. Andrew Liszewski: The Romo is DJI's first robovac featuring drone tech and a transparent design. In: The Verge. 7. August 2025, abgerufen am 4. September 2025 (englisch).
  16. Eric Berger: Spanish engineer reports flaw in 'smart' vacuums after gaining control of 7,000 devices. In: The Guardian. 24. Februar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026 (englisch).
  17. Die neuesten Produkte von DJI PRO lassen sich schneller einrichten und verbinden, einfacher bedienen und liefern kilometerweite Übertragung. In: Medien-Center. DJI, 15. Juni 2022, abgerufen am 5. Mai 2026.
  18. Thomas Richter: Für FPV-Drohnen-Bastler. DJI O4 Air Unit kommt im November mit besserer Kamera. In: slashCam. 30. Oktober 2024, abgerufen am 5. Mai 2026.
  19. Flame Wheel ARF KIT. DJI, abgerufen am 5. Mai 2026.
  20. Spreading Wings S1000+. DJI, abgerufen am 5. Mai 2026.
  21. Support für Inspire 1 V1.0. Techn. Daten. DJI, abgerufen am 5. Mai 2026.
  22. DJI stellt die MFT-Copterkameras Zenmuse X5R und X5 vor. 15,9 Megapixel, ISO 25.600, MFT-Bajonett, 4K-Video (bis 30p), nur DJI Zenmuse X5R: RAW-Video. In: dkamera. 11. September 2015, abgerufen am 5. Mai 2026.
  23. Chris Westphal: DJI Matrice 100 | DJI Matrix 100: Offizielle Infos und Installationsanleitung im Video-Leak. In: Drohnen.de. 8. Juni 2015, abgerufen am 5. Mai 2026.
  24. Marcus Schwarten: DJI stellt neue Matrice 30 Drohnen mit 48 MP Kamera, RC Plus Controller und weitere Neuheiten vor. In: Notebookcheck. 21. März 2022, abgerufen am 5. Mai 2026.
  25. Jan Schönberg: Neue Enterprise-Serie von DJI. Kurz vorgestellt: Mavic 3E und Mavic 3T. 22. September 2022, abgerufen am 5. Mai 2026.
  26. Silvio Werner: DJI: Neue Drohne bleibt 59 Minuten in der Luft und überträgt Videos über 40 Kilometer. In: Notebookcheck. 10. Juni 2025, abgerufen am 5. Mai 2026.
  27. Über uns. Historische Entwicklung. DJI Agriculture, abgerufen am 3. Mai 2026.
  28. Werner Pluta: DJI MG-1 Agras. DJI baut eine 14.000-Euro-Drohne für die Landwirtschaft. In: Golem. 27. November 2015, abgerufen am 5. Mai 2026.
  29. Silvio Werner: DJI bietet neue und besonders leistungsstarke Drohne für Profis an. In: Notebookcheck. 16. Juli 2025, abgerufen am 5. Mai 2026.
  30. DJI: DJI Mavic 3 – Flying Over Mount Everest auf YouTube, 19. August 2022, abgerufen am 10. März 2026 (englisch; Laufzeit: 2:48).
  31. Darius Schuiszill: Mount Everest: Drohne gelingt Flug um die Bergspitze - 4K-Video verzaubert mit neuen Bildern. In: Netzwelt. 25. August 2022, abgerufen am 10. März 2026.
  32. DJI: 29,000 Feet Up Mount Everest with DJI Mavic 3 Pro auf YouTube, 10. Juli 2024, abgerufen am 1. März 2026 (englisch; Laufzeit: 4:11).
  33. Ishveena Singh: World-first: DJI drone films entire Everest route in one go. In: DroneDJ. 4. Juli 2025, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
  34. DJI: 29,000 Feet Up Mount Everest with DJI Mavic 4 Pro auf YouTube, 28. Juni 2025, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch; Laufzeit: 2:26).
  35. Support für Spark. Techn. Daten. DJI, abgerufen am 5. Mai 2026.
  36. Victoria Bela: Chinese drone scales new heights in Mount Everest supply delivery, waste removal missions. In: South China Morning Post. 6. Juni 2024, abgerufen am 14. November 2025 (englisch).
  37. Thomas Richter: Lastesel der Lüfte. DJI stellt Transport-Drohne FlyCart 100 mit 80 Kilo Nutzlast vor. In: slashCam. 3. Juni 2025, abgerufen am 5. Mai 2026.
  38. Chris Westphal: DJI Lito X1 & Lito 1 (2026): FCC-Leaks, SDR-Funk & alle Infos zur neuen DJI-Serie. In: Drohnen.de. 5. Januar 2026, abgerufen am 16. Mai 2026.
  39. Support für Osmo Action. Techn. Daten. DJI, abgerufen am 5. Mai 2026.
  40. Gimbals & Kameras. DJI, abgerufen am 5. Mai 2026.
  41. Sha Hua: Digitale Revolution – Diese chinesische Firma hat mit Drohnen den Massenmarkt erobert. In: Handelsblatt. 7. Januar 2020, abgerufen am 2. August 2024.
  42. Andreas Ohlberger: DJI Mavic 4 Pro mit 100 MP Hasselblad-Kamera. In: Fotomagazin. 14. Mai 2025, abgerufen am 6. Mai 2026.
  43. DJI AeroScope. DJI, abgerufen am 5. Mai 2026 (englisch).
  44. Matthias Sander: Der chinesische Drohnenhersteller DJI gerät im Ukraine-Krieg zwischen die Fronten. In: NZZ. Neue Zürcher Zeitung, 8. April 2022, abgerufen am 10. Mai 2022.
  45. ADS-B Receivers In Consumer-Grade Drones Will Set A New Standard In Drone Safety – DJI. Abgerufen am 21. März 2024 (englisch).
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  48. 1 2 Hendrik Ankenbrand: Drohnen-Hersteller DJI. Chinas Regierung bekommt Zugriff auf unsere Drohnen-Bilder. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 21. April 2016, abgerufen am 5. Mai 2026.
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  50. Thomas Heuzeroth und Benedikt Fuest: USA setzen Drohnen-Pionier DJI auf die schwarze Liste. In: Die Welt. 21. Dezember 2020, abgerufen am 10. März 2026.
  51. So sehen 300.000 Arbeitsstunden an Datensicherheit aus. DJI Enterprise, 22. Dezember 2021, abgerufen am 10. März 2026.
  52. Nordrhein-Westfalen führt Drohnen bei der Polizei ein. Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, 12. Oktober 2020, abgerufen am 2. Dezember 2025.
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  54. Supporting Companies/Contact. Micro Four Thirds, abgerufen am 6. Mai 2026 (englisch).
  55. Verena Töpper: Bruchlandung vor Weißem Haus. Betrunkener Pentagon-Mitarbeiter lenkte abgestürzte Drohne. In: Spiegel Online. 28. Januar 2015, abgerufen am 10. März 2026.
  56. Jörg Lenk: New high-altitude world record by DJI Drone: 22150 feet above sea level auf YouTube, 12. April 2017, abgerufen am 10. März 2026 (Laufzeit: 2:39).
  57. Marie Dürr und Anna Mayr: Nachts sind alle Drohnen grau. In: Die Zeit. 5. November 2025, abgerufen am 11. November 2025.