Das Phantom der Oper (2004)

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Filmdaten
Deutscher Titel Das Phantom der Oper
Originaltitel The Phantom of the Opera
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 143 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
JMK 10[1]
Stab
Regie Joel Schumacher
Drehbuch Andrew Lloyd Webber
Joel Schumacher
Produktion Andrew Lloyd Webber
Musik Andrew Lloyd Webber
Kamera John Mathieson
Schnitt Terry Rawlings
Besetzung

Das Phantom der Oper ist die Verfilmung des Musicals Das Phantom der Oper von Andrew Lloyd Webber (welches wiederum auf dem gleichnamigen Roman Gaston Leroux' basiert) aus dem Jahr 2004. Regie führte Joel Schumacher. Verliehen wird der Film von Warner Bros.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beginnt mit einer Schwarz-Weiß-Sequenz in der Oper, wo ein älterer Herr eine Spieluhr mit einem daraufsitzenden Affen ersteigert. Mit der Titelsequenz wechselt die Handlung: Die Oper erhält zwei neue Direktoren, die den jungen Raoul, den Vicomte de Chagny, zu ihrem Gönner machen. Als die Primadonna Carlotta die ihr zugedachte Rolle im kommenden Theaterstück nicht spielen will, schlägt die Garderobiere Giry die Chorsängerin Christine vor, die bei einem unbekannten Lehrer Gesangsunterricht nimmt. Raoul, der Christine noch aus Kindertagen kennt, befragt sie über den Lehrer, worauf sie meint, dass es der "Engel der Musik" sei, den ihr Vater ihr zu schicken versprach. Als Raoul geht, ertönt Christine die Stimme des "Engels", bei dem es sich um das berüchtigte Phantom der Oper handelt, einen Mann, dessen rechte Gesichtshälfte maskiert ist und der in unterirdischen Katakomben lebt. Sowohl bei den Direktoren als auch bei Carlotta gehen Drohbriefe ein, dass anstelle Carlottas Christine die Hauptrolle singen soll. Den Direktoren missfällt, dass es immer mehr um Christine geht, und ignorieren den Brief. Bei der Aufführung fängt Carlotta durch ein Spray, das das Phantom ausgetauscht hat, an zu quaken. Nun spielt doch Christine die Hauptrolle. Ein Bühnenarbeiter, der das Phantom hinter der Bühne entdeckt, baumelt plötzlich erhängt von der Decke. Raoul und Christine gehen auf die Dachterrasse, wo sie sich ihre Liebe gestehen. Christine hat aber immer noch Angst, das Phantom könne sie hören, was es auch tut. Bei einem Maskenball erscheint das Phantom in roter Kleidung, beleidigt die Hauptdarsteller sowie die Direktoren und gibt ihnen die von ihm geschriebene Oper "Don Juan – der Sieger". Dann entreißt er Christine eine Kette, die er ihr geschenkt hatte und verschwindet durch den Boden. Raoul, der ihm gefolgt und in einem Spiegelsaal gelandet ist, wird von Madame Giry gerettet, die er bittet, ihr Alles zu sagen. Sie erzählt, dass sie vor langer Zeit einem entstellten Jungen, der auf dem Jahrmarkt als "des Teufels Sohn" präsentiert wurde, zur Flucht verholfen und in der Oper versteckt hatte, nachdem er seinen Peiniger erwürgt hatte. Raoul erkennt dieses Kind als das Phantom wieder und folgt Christine, die vom verkleideten Phantom zum Friedhof gebracht wurde, wo sie das Grab ihres Vaters sucht. Hier entbrennt ein Fechtkampf zwischen Raoul und dem Phantom. Raoul will das Phantom töten, verschont es dann aber auf Bitten Christines. In der Oper schmieden Raoul und die Direktoren den Plan, die Wünsche des Phantoms zu erfüllen, um es in eine Falle zu locken. Das Phantom nimmt in der Oper den Platz des zweiten Hauptdarstellers ein, den er umbringt, und singt mit Christine, wobei sie ihn demaskiert und zum ersten Mal sein entstelltes Gesicht zu sehen ist. Vor Zorn entführt das Phantom sie und lässt einen Kronleuchter abstürzen, wodurch ein Feuer ausbricht. Raoul nimmt erneut die Verfolgung auf und kann der Unterwasserfalle des Phantoms entkommen. In seinem Versteck fängt ihn das Phantom jedoch mit seinem "Zauberlasso" und stellt Christine die Wahl, entweder bei ihm zu bleiben und ihn zu heiraten, damit Raoul gehen kann, oder sich für Raoul zu entscheiden, wodurch er aber sterben müsse. Christine kann das Phantom überzeugen, dass es "nicht allein" ist. Verbittert jagt das Phantom die Beiden fort. Christine gibt ihm einen Ring zurück, den das Phantom ihr gegeben hatte, danach zerschlägt das Phantom die Spiegel in seinem Versteck und flüchtet durch einen Geheimgang. Als die Polizei und Madame Girys Tochter Meg kommen, findet Meg die Maske des Phantoms und die Spieluhr, die am Anfang zu sehen war. Am Ende sieht man erneut den alten Mann, der eben jene Spieldose vor Christines Grab legt, wobei sich herausstellt, dass er der gealterte Raoul ist. Neben dem Grabstein findet er eine Rose und den Ring, den Christine dem Phantom zurückgegeben hatte, ein Zeichen dafür, dass es noch lebt und um Christine trauert.

Kritik[Bearbeiten]

„Dabei überzeugt die im Pariser Opern-Milieu des späten 19. Jahrhunderts angesiedelte Geschichte allenfalls durch ihre opulente Ausstattung – die Inszenierung indes ist einfallslos, die Hauptdarsteller sind schauspielerisch wie gesanglich überfordert (wobei Letzteres durch die deutsche Synchronisation etwas gemildert wird). Die aus Pop-Klängen und romantischer Oper versiert, aber seelenlos abgekupferte Musik lässt wehmütig an die vergangenen Zeiten großer Musicals und künstlerisch inspirierter Regisseure zurückdenken.“

Lexikon des Internationalen Films

Interessantes[Bearbeiten]

  • Gerard Butler war kein trainierter Sänger, sondern sang nur in einer Band. Sein wahres Talent offenbarte sich erst in dem Jahr vor Drehbeginn, er wurde daraufhin von Simon Lee, dem Musik-Koordinator, ausgebildet.
  • Emmy Rossum, die Hauptdarstellerin, war bei den Dreharbeiten gerade einmal 17 Jahre alt.
  • Als erster Darsteller wurde Patrick Wilson unter Vertrag genommen, noch vor Gerard Butler und Emmy Rossum.
  • Andrew Lloyd Webber bestand fest darauf, dass alle Hauptdarsteller auf einem hohen Niveau selbst sängen. Einzig Minnie Driver bekam an manchen Stellen Unterstützung von einer Opernsängerin namens Margaret Preece.
  • Webber schrieb außerdem rund 15 Minuten neue Musik für den Film, welche im Hintergrund läuft, so z.B. in der Einstellung, die die Kindheit des Phantoms zeigt und während Christine in einer Kutsche zum Grab ihres Vaters fährt. Der komplett neue Song Learn to Be Lonely (gesungen von Minnie Driver) läuft während des Abspanns nach dem Film und wurde 2005 für den Oscar nominiert.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2005
    • Golden Globe-Nominierungen:
      • Bester Film (Komödie/Musical)
      • Beste Hauptdarstellerin (Komödie/Musical)
      • Bester Original Song
    • Oscar-Nominierungen:
      • Beste Ausstattung
      • Beste Kamera
      • Bester Original Song
  • 2006

Statistik[Bearbeiten]

  • Das Produktionsbudget lag bei 60 Mio. US-Dollar.
  • Der Film spielte in den USA 51,3 Mio. US-Dollar ein.
  • In Deutschland sahen den Film 702.103 Kinobesucher.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmdatenbank der österreichischen Jugendmedienkommission, abgerufen am 11. September 2013.