Junge Ökologen

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Logo der Jungen Ökologen
Gründungsdatum: 5. September 1992
Gründungsort: Backnang
Vorsitzender: Christian Stadlmann
Stellvertreter: Emilia Kirner
Stellvertreter: Felix Sailer
Beisitzer: Esther Wagenhäuser
Christoph Walsleben
Karolina Walsleben
Adresse: JÖ-Bundesgeschäftsstelle
Pommergasse 1
97070 Würzburg
Website: www.jungeoekologen.de

Die Jungen Ökologen (JÖ) sind die Jugendorganisation der ÖDP.

Inhaltliches Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politischen Forderungen der JÖ unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Mutterpartei.

So fordern sie unter anderem eine Senkung des Wahlalters und die Einrichtung von Jugendparlamenten, ebenso eine „moderne Kreislaufwirtschaft, die Arbeitsplätze sichert“. Ferner streben sie nicht nur den kurzfristigen Ausstieg aus der Kernenergie, sondern auch den mittelfristigen Ausstieg aus der Steinkohle an. Die Energiegewinnung soll maximal regenerativ gestaltet werden mittels Energieerzeugung durch Sonne, Wind und Biomasse. Klonen und Gentechnik sollen ihren Vorstellungen nach verboten werden. Des Weiteren sprechen sie sich für Handelsabkommen für Fairen Handel aus und positionieren sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsradikalismus, Linksradikalismus und Antisemitismus.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die JÖ ist als Bundesvereinigung der ÖDP eine selbstständige Organisation mit dem Recht, sich eine eigene Satzung zu geben. Sie unterliegt nicht der Schiedsgerichtsbarkeit der Mutterpartei.[1] Mitglied kann jeder werden, der das 33. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Eine Mindestaltersgrenze gibt es nicht. Das aktive Stimmrecht kann ab 12 Jahren in Anspruch genommen werden, eine Kandidatur für Vorstandsämter ist ab 14 Jahren möglich[2].

Seit 2014 wurden einige Kreis- und Bezirksverbände neu gegründet: JÖ Aschaffenburg,[3] JÖ Landshut,[4] JÖ Mainburg,[5] JÖ Niederbayern,[6] JÖ Oberpfalz.[7] Nordrhein-Westfalen hat einen eigenen Landesverband.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cover einer Mini-CD, die die JÖ anlässlich des Volksbegehrens „Schlanker Staat ohne Senat“ an die Senatoren verschickten.

Die Jungen Ökologen entwickelten sich aus verschiedenen, der Mutterpartei nahestehenden Jugendinitiativen auf regionaler und lokaler Ebene. Die Initiativen hatten noch unterschiedliche Namen und waren ursprünglich untereinander nicht organisatorisch verbunden. So existierte in Ravensburg eine Organisation namens ÖDP-Jugend, während im Landkreis Ahrweiler sowie in Regensburg schon solche mit der Bezeichnung Junge Ökologen aktiv waren.

Der Zusammenschluss dieser Einzelgruppen erfolgte mit Unterstützung der ÖDP am 5. September 1992 in Backnang. Dabei wurde der bereits von einigen der Gruppen getragene, nun gemeinsame Verbandsname Die Jungen Ökologen angenommen sowie eine Satzung und ein Programm beschlossen. Außerdem wurde ein sechsköpfiger Vorstand mit Oliver Müller an der Spitze gewählt. Der Journalist Franz Alt, der der ÖDP nahesteht, trat bei dieser Veranstaltung als Gastredner auf.

Die Organisation hat seit 1995 diverse Untergliederungen, vor allem Kreisverbände, in allen Bundesländern aufgebaut, besonders in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Im Februar 1998 brachten sie erstmals die Zeitung Generation ÖX heraus, die seither einige Zeit halbjährlich erschienen ist. 2011 wurde sie als Generation 2.Ö neu aufgelegt.

Weitere Bundesvorsitzende in der Folgezeit waren Johannes Rößler, Martin Viehöver, Wolf Hagenau, Simon Kellner, Tanja Pfisterer, Christian Tischler und Christoph Peschke. Aktueller Bundesvorsitzender der Jungen Ökologen ist Christian Stadelmann[8].

Der geografische Schwerpunkt der Mitglieder liegt in Süddeutschland, insbesondere in Bayern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Raphael Mankau (Hrsg.): 20 Jahre ödp – Anfänge, Gegenwart und Perspektiven ökologisch-demokratischer Politik. dolata verlag, Rimpar 1999, ISBN 3-344-70790-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Satzung der ÖDP (PDF)
  2. Satzung der JÖ (PDF; 143 kB)
  3. [1]
  4. [2]
  5. [3]
  6. [4]
  7. [5]
  8. http://www.jungeoekologen.de/junge-oekologen/bundesverband/bundesvorstand/