Klostertaler

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Klostertaler
Die Klostertaler (Wien 2009) v. l. n. r.: Christian Torchiani, Markus Fend, Markus Wolfahrt, Gerhard Tschann, Wolfgang Maier, Dietmar Konzett
Die Klostertaler (Wien 2009)

v. l. n. r.: Christian Torchiani, Markus Fend, Markus Wolfahrt, Gerhard Tschann, Wolfgang Maier, Dietmar Konzett

Allgemeine Informationen
Genre(s) Volksmusik (in der Frühphase)
Alpenrock
Volkstümliche Musik (in der Spätphase)
Gründung 1976
Auflösung 2010
Website klostertaler.at (Memento vom 14. Januar 2010 im Internet Archive)
Gründungsmitglieder
Gesang, Trompete
Markus Wolfahrt

* 1. Oktober 1960 in Bregenz

Gesang, Bariton, Schlagzeug
Thomas Berthold (bis 1997)

* 18. August 1962 in Klösterle

Gesang, Akkordeon
Hartwig Amann (bis 1980)
Gesang, Klarinette
Ernst Berthold (bis 1979)
Gesang, Gitarre
Bernhard Fritz (bis 1978)
Letzte Besetzung
Gesang, Trompete
Markus Wolfahrt

* 1. Oktober 1960 in Bregenz

Gesang, Gitarre
Wolfgang Maier (seit 1978)

* 28. Oktober 1958 in Bludenz

Gesang, Steirische, Saxofon, Klarinette
Gerhard Tschann (seit 1994)

* 22. Dezember 1959 in Bludenz

Gesang, E-Bass
Markus Fend (seit 1997)

* 18. März 1959 in Hohenems

Gesang, Schlagzeug
Dietmar Konzett (1997–2004, seit 2006)

* 3. April 1966 in Herrenberg

Gesang, Keyboard, Akkordeon
Christian Torchiani (seit 2006)

* 4. April 1962 in Feldkirch

Ehemalige Mitglieder
Gesang, Klarinette, Saxofon
Manfred Horvath (1979–1994)

* 25. Mai 1961

Gesang, Akkordeon
Gerhard Gabriel (1980–1998)

* 6. April 1959 in Nenzing[1]

Gesang, Keyboard, Bariton, Produzent, Arrangement
Uwe Altenried (1993–2005)

* 17. Oktober 1961 in Friedrichshafen

Gesang, Schlagzeug
André Altenried (2005)

23. Februar 1964 in Wangen im Allgäu

Umfeld
Tontechniker
Kurt Keckeis
Gesang
Ulli von Delft
Bühnentechniker
Michael Berthold
Management
Wolfgang Teschner
Text
Jutta Staudenmayer
Produzent, Arrangement
Hermann Weindorf
Tontechniker
Berthold Weindorf

Klostertaler, bis 1996 Die jungen Klostertaler[2], war eine österreichische Musikgruppe der volkstümlichen Musik. Am 14. August 2010 löste sich die Band auf.[3]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Auftritt der „Jungen Klostertaler“ in Deutschland fand 1976 in Salem-Mimmenhausen statt, wo sie 2010 beim Schloßseefest auch ihr letztes Open-Air in Deutschland gaben.

In den 1980er Jahren erschienen die ersten Tonträger der Band. 1993 nahm die Gruppe am Grand Prix der Volksmusik teil und erreichte mit An a Wunder hob i g’laubt für Österreich den 1. Platz. Das war der Durchbruch auf dem volkstümlichen Schlagermarkt. 1995 nahmen sie mit dem Titel Weihnachten im Juli zum zweiten Mal teil, schieden jedoch bereits in der Vorentscheidung aus. Am 30. August 2008 nahmen die Klostertaler mit dem Titel Heimat ist dort, wo die Berge sind erneut am Grand Prix der Volksmusik teil und belegten wiederum den 1. Platz. Sie sind damit einzige Gruppe, die dies erreicht hat.

Im Jahr 2001 hatte der Sänger der Gruppe Markus Wolfahrt zusammen mit Gottfried Würcher (Nockalm Quintett) und Norbert Rier (Kastelruther Spatzen) die Krone der Volksmusik erhalten. Die großen 3 der Volksmusik erhielten diese Auszeichnung für das spektakulärste Medienereignis des Jahres 2000. Die drei Musikgruppen haben inzwischen auch sieben gemeinsame Alben und drei DVDs veröffentlicht.

Sänger und Bandleader Markus Wolfahrt

Nach ihrer Auflösung startete Markus Wolfahrt eine Solokarriere und veröffentlichte sein erstes Album Mein Weg. Wolfgang Maier und Christian Torchiani gründeten bereits 2007 das Duo Hilander, das bereits drei Tonträger auf den Markt brachte. [4] Gerhard Tschann veröffentlichte nach der Auflösung unter dem Namen Geri der Ex-Klostertaler zwei von insgesamt fünf Alben.[5]

Preise und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klostertaler erhielten fünf Goldene Schallplatten.[6] Ferner waren sie Sieger der ARD-Hitparade Die goldene Eins und Jahressieger der ARD-Schlagerparade 1996. Im gleichen Jahr erhielten sie die Goldene Stimmgabel. Zweimal wurden sie für einen Amadeus Austrian Music Award nominiert, den sie am 16. September 2010, nach dem Ende ihrer Karriere, erhielten.[7]

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe wurde 1976 von Markus Wolfahrt, seinem Bruder Thomas Berthold, Ernst Berthold, Bernhard Fritz und Hartwig Amann in Klösterle am Arlberg als „Die jungen Klostertaler“ gegründet. Wenig später ersetzte Wolfgang Maier Bernhard Fritz, Manfred Horvath Ernst Berthold und Gerhard Gabriel Hartwig Amann.[8] 1993 kam Uwe Altenried als sechstes Mitglied zur Gruppe, 1994 ersetzte Gerhard Tschann Manfred Horvath und 1997 Dietmar Konzett Thomas Berthold. Als siebter Mann kam Markus Fend zur Band. Ein Jahr später verließ Gerhard Gabriel die Band. Dietmar Konzett verließ 2005 kurzfristig die Gruppe und wurde durch Uwe Altenrieds Bruder André ersetzt, der jedoch nur ein Jahr blieb. Danach war wieder Dietmar Konzett als Schlagzeuger tätig. Auch Uwe Altenried, der 13 Jahre als musikalischer Leiter und kreativer Kopf fungierte, verließ die Gruppe 2006 und als Ersatz kam Christian Torchiani, welcher früher bei der Band „Heartmaster“ mitwirkte.[9] Nach zwei Soloalben beschloss Gerhard Tschann die Band zu verlassen, um eine Solokarriere zu starten. Da auch andere Bandmitglieder sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen wollten, wurde beschlossen, die Gruppe zwei Jahre später aufzulösen.

Mitglieder und Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Markus Wolfahrt: Gesang, Trompete, Gitarre, Steirische, E-Bass, Bariton, Alphorn, Posaune, Flügelhorn, Komposition, Text
  • Thomas Berthold: Gesang, Bariton, Schlagzeug, Trompete, E-Bass, Posaune
  • Hartwig Amann: Gesang, Akkordeon
  • Ernst Berthold: Gesang, Klarinette
  • Bernhard Fritz: Gesang, Gitarre
  • Wolfgang Maier: Gesang, Gitarre, E-Bass, Schlagzeug
  • Manfred Horvath: Gesang, Klarinette, Saxofon, E-Bass, Schlagzeug
  • Gerhard Gabriel: Gesang, Akkordeon, Keyboard, Saxofon, Gitarre, Conférencier, Komposition, Text
  • Ulli von Delft: Gastgesang
  • Uwe Altenried: Gesang, Keyboard, Bariton, Posaune, Trompete, E-Bass, Schlagzeug, Produzent, Arrangement, Komposition
  • Gerhard Tschann: Gesang, Steirische, Saxofon, Klarinette, Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Alphorn, Dudelsack, Keyboard, Didgeridoo, Mundharmonika, Panflöte, Komposition
  • Markus Fend: Gesang, E-Bass, Eggshaker, Tontechniker
  • Dietmar Konzett: Gesang, Schlagzeug
  • André Altenried: Gesang, Schlagzeug
  • Christian Torchiani: Gesang, Keyboard, Akkordeon, Umhängekeyboard, Komposition
  • Kurt Keckeis: Tontechniker
  • Michael Berthold: Bühnentechniker, Busfahrer
  • Wolfgang Teschner: Management
  • Jutta Staudenmayer: Text
  • Hermann Weindorf: Komposition, Produzent, Arrangement
  • Berthold Weindorf: Tontechniker

Plattenlabel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1979 unterschrieben die Klostertaler ihren ersten Plattenvertrag bei der Firma Berton Records, die 1986 von Tyrolis Music übernommen wurde. 1993 startete die Zusammenarbeit von Tyrolis und Eastwest Records im Vertrieb von Warner Music. Das Management übernahm die Firma Montana. Anfang 1998 wechselte die Gruppe das Management und ging zu Panta Musik. Das neue Label hieß Koch Records und wurde 2002 von Universal Music übernommen. Von 2005 bis 2006 waren die Klostertaler bei Artist First Music im Vertrieb von Edel Records unter Vertrag. Danach wechselten sie wieder zu Koch Records, bei denen sie bis zur Auflösung weitere acht Alben veröffentlichten.

Plattenverlag Produzent Management
  • 1979–1986: Berton Records
  • 1986–1993: Tyrolis/Polydisc-Verlag
  • 1993–1998: Tyrolis/Eastwest Records
  • 1998–2005: Koch Records
  • 2005–2006: Artist First Music
  • 2006–2010: Koch Records
  • 1979–1993: Tyrolis
  • 1993–1998: Tyrolis/Montana
  • 1998–2005: Koch Records
  • 2005–2006: Artist First Music
  • 2006–2010: Koch Records
  • 1979–1993: Tyrolis
  • 1993–1998: Tyrolis/Montana
  • 1998–2010: Panta Musik

Neben diesen Plattenfirmen wurden auch Best-of-Alben bei anderen Labels veröffentlicht:

Timeline[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Klostertaler/Diskografie

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10][6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1993 An a Wunda hob i g’laubt
300! 32
(5 Wo.)
300!
Die Jungen Klostertaler
1997 Oh la la
74
(3 Wo.)
24
(20 Wo.)
300!
1998 Bäng Boom Bäng
77
(4 Wo.)
18
(16 Wo.)
23
(6 Wo.)
AT: Gold
1999 Alles o.k.
87
(2 Wo.)
15
(9 Wo.)
34
(4 Wo.)
AT: Gold
2000 Die längste Nacht der Welt
89
(5 Wo.)
11
(8 Wo.)
40
(11 Wo.)
AT: Gold
2001 Starke Herzen
59
(4 Wo.)
11
(12 Wo.)
32
(17 Wo.)
2002 Ab in den Urlaub
33
(4 Wo.)
23
(9 Wo.)
300!
2004 Bergrausch
55
(2 Wo.)
10
(8 Wo.)
41
(6 Wo.)
2005 Regenbogen
300! 28
(5 Wo.)
63
(2 Wo.)
2006 Mittendrin
43
(2 Wo.)
27
(3 Wo.)
60
(1 Wo.)
2007 Rock ’n’ Roll muass sei
55
(1 Wo.)
29
(4 Wo.)
31
(6 Wo.)
2008 Himmelsstürmer
36
(1 Wo.)
22
(4 Wo.)
27
(5 Wo.)
2009 Donnerwetter
31
(2 Wo.)
22
(5 Wo.)
18
(18 Wo.)
2010 Abschied kann ein Anfang sein
29
(4 Wo.)
14
(10 Wo.)
6
(19 Wo.)

weitere Studioalben

  • 1980: Die jungen Klostertaler[11]
  • 1982: Für unsere Freunde
  • 1983: Musikantengaudi
  • 1985: Rund um die Welt
  • 1987: Des fährt ab
  • 1988: Mit Vollgas weiter
  • 1989: Hey Boy
  • 1989: Ja gibt’s denn sowas
  • 1990: Heut ist der Teufel los
  • 1991: Ja, ja, mei Trabi
  • 1992: Mir san da
  • 1994: Almenweiss und Edelrausch
  • 1995: Die Sterne stehen gut
  • 1999: Winterwunderland

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. [2]
  3. SWR4.de: "Die Klostertaler - Das große Finale": Das Abschiedskonzert der Erfolgsband orf.at 25. September 2010, CD der Woche, Meldung vom 5. Februar 2010.
  4. Willkommen (Memento vom 8. April 2013 im Webarchiv archive.is) Offizielle Website der Hilander
  5. Willkommen (Memento vom 8. April 2013 im Webarchiv archive.is) Offizielle Website von Geri
  6. a b Gold-/Platin-Datenbank AT
  7. Amadeusawards.at: Amadeus Music Awards: Gewinner und Verlierer 16. September 2010 Abgerufen am 28. September 2010.
  8. 30 Jahre Klostertaler – Das Jubiläum 1976–2006
  9. I will die Kern Buam hör'n - HEARTMASTER & die KERN BUAM Heartmaster & die Kern-Buam – I will die Kern Buam hör’n
  10. Chartquellen: Singles Alben DE AT CH Die großen 3 der Volksmusik
  11. Das Allerbeste zum Abschied

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klostertaler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien