Diebach am Haag

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Diebach am Haag
Stadt Büdingen
Koordinaten: 50° 15′ 15″ N, 9° 4′ 24″ O
Höhe: 167 m ü. NHN
Fläche: 4,25 km²[1]
Einwohner: 530 (30. Jun. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 63654
Vorwahl: 06048
Karte
Übersichtskarte von Diebach

Diebach am Haag ist ein Stadtteil von Büdingen im Wetteraukreis. Seinen Beinamen hat er vom Herrnhaag, einer Siedlung, die im 18. Jahrhundert von der Herrnhuter Brüdergemeine auf einer Anhöhe gegründet wurde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diebach liegt 4,5 km südwestlich von Büdingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick über Diebach. Im Hintergrund rechts der Pfaffenwald in Büdingen und der Hoherodskopf. Standort: Bergfried der Burg Ronneburg

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 13. September 1269 als Diepach. Ludwig von Isenburg und seine Frau Heilwig bekennen an diesem Tage, dass sie den Nonnen zu „Haug“ Güter in Diebach am Haag und Büdingen verkauft haben.[3] Allerdings existiert es auch eine Urkunde vom 6. September 1260,.[4] Das Datum wird tw. angezweifelt, weil der Inhalt gleich sei.[5]

Diebach bestand ursprünglich aus zwei Teilen: Ober-Diebach und Unter-Diebach, das zu Eckartshausen (Gemarkungen Eckartshäuser Gerichtswald, Diebach am Haag, Ronneburg und Altwiedermus) gehörte. Mitten durch Unter-Diebach führte die „alte Straße“ Fulda–Frankfurt.

Diebach am Haag, Lorbach und Vonhausen bilden seit urdenklichen Zeiten das Kirchspiel auf dem („Haugk“) Haag. Fortsetzung siehe unter Evangelische Kirche Herrnhaag.

Am 31. Dezember 1971 wurde Diebach am Haag in die Stadt Büdingen eingegliedert.[6][7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 270
1961 337
1970 322[8]
1990 402
2000 531
2010 516

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruppel, Hans Georg (Bearb.): Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehem. Großherzogtums und Volksstaats Hessen mit Nachweis der Kreis- und Gerichtszugehörigkeit von 1820 bis zu den Veränderungen im Zuge der kommunalen Gebietsreform, Reihe Darmstädter Archivschriften (2), 1976, S. 72.
  • Baudenkmale in Hessen. Denkmaltopographie Wetteraukreis I, Braunschweig/Wiesbaden, Friedr. Vieweg & Sohn 1982, ISBN 3528062312, S. 138–142.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik im Internetauftritt der Stadt Büdingen (pdf; 21,5 KB), abgerufen im Januar 2016.
  2. Einwohnerzahlen im Internetauftritt der Stadt Büdingen, abgerufen im Juni 2016.
  3. Ludwig Baur, Hessische Urkunden. Bd. 1–5. Darmstadt 1860-1873, Bd. 1, S. 94, Nr. 350.
  4. Friedrich Battenberg, Isenburger Urkunden I. Regesten zu Urkundenbeständen und Kopiaren der fürstlichen Archive in Birstein und Büdingen 947-1500. Darmstadt und Marburg 1976, S. 33, Nr. 115.
  5. Werner Wagner, Die Dörfer und Städte des 1972 aufgelösten Landkreises Büdingen und die Ersterwähnung jedes einzelnen Ortes, in Büdinger Geschichtsblätter XXII, 2011, S. 225–241, S. 229.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 353.
  7. Grenzänderungs- und Eingliederungsvertrag vom 26. November 1971
  8. „Diebach am Haag, Wetteraukreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 15. Dezember 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Diebach am Haag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien