Disintegration

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Disintegration
Studioalbum von The Cure

Veröffent-
lichung(en)

1989

Label(s) Fiction Records

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Dark Wave, Gothic Rock[1]

Titel (Anzahl)

12

Länge

71:42

Besetzung
  • Schlagzeug: Boris Williams
  • Keyboard: Roger O'Donnell
  • Laurence Tolhurst

Produktion

David M. Allen, Robert Smith

Studio(s)

Outside Studios, Berkshire / Rak Studio Three, London

Chronologie
Kiss me Kiss me Kiss me
(1987)
Disintegration Wish
(1992)
Singleauskopplungen
April 1989 Lullaby
April 1989 Fascination Street
August 1989 Lovesong
März 1990 Pictures of You

Disintegration ist das achte Musikalbum der englischen Rockband The Cure. Es erschien im Mai 1989 beim Plattenlabel Fiction Records. Es wird nicht klar einem Genre zugeordnet, jedoch überwiegen die Zurechnungen zu Dark Wave und Gothic Rock.[1]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den beiden früheren Gothic-Rock-Alben Faith von 1981 und Pornography von 1982 veröffentlichte The Cure mehrere Pop-Alben. Im Jahre 1989 erfolgte jedoch mit Disintegration eine Abwendung vom poppigen hin zu einer melancholischeren Grundstimmung.[2]

Im Jahr 2002 fasste The Cure die Alben Pornography, Disintegration und das 2000 erschienene Bloodflowers zu einer „Trilogy“ zusammen, die bei Konzerten in Brüssel und Berlin live komplett gespielt wurden. Damit betrachtet die Band ihr Album Disintegration als eines ihrer wichtigsten Werke.[3]

Musikstil und Texte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stücke des Albums werden allgemein als melancholisch beschrieben.[2] Sie werden häufig aufgrund der verschiedenen klanglichen Ebenen der vielen eingesetzten Instrumente als dicht gewoben bezeichnet.[4] Viele Lieder haben ein besonders langes Intro, so setzt z. B. bei „Pictures of You“ der Gesang erst nach 2:37 Minuten ein und bei „Fascination Street“ erst nach 2:20 Minuten. Die Hälfte der Lieder sind mit über sechs Minuten ungewöhnlich lang. Sämtliche Texte wurden von Robert Smith geschrieben.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Plainsong – 5:12
  2. Pictures of You – 7:24
  3. Closedown – 4:16
  4. Love Song – 3:28
  5. Last Dance – 4:42
  6. Lullaby – 4:08
  7. Fascination Street – 5:16
  8. Prayers for Rain – 6:04
  9. The Same Deep Water as You – 9:18
  10. Disintegration – 8:18
  11. Homesick – 7:06
  12. Untitled – 6:30

Veröffentlichungen und Charterfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Disintegration ist in Deutschland das kommerziell bislang erfolgreichste Album von The Cure. Die darin enthaltene Single Lullaby erreichte bisher ebenfalls höchste Verkaufszahlen.

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1989 Disintegration DE2
(34 Wo.)DE
AT5
(20 Wo.)AT
CH4
(15 Wo.)CH
UK3
(27 Wo.)UK
US12
(55 Wo.)US
2010 Disintegration (Deluxe Edition), 2010 DE61
(1 Wo.)DE
UK68
(1 Wo.)UK
US89
(2 Wo.)US

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1989 Lullaby DE3
(25 Wo.)DE
AT5
(16 Wo.)AT
CH14
(9 Wo.)CH
UK5
(7 Wo.)UK
US74
(8 Wo.)US
B-Seite: Babble
Fascination Street US46
(11 Wo.)US
B-Seite: Babble
VÖ nur in US & CA
Lovesong DE21
(14 Wo.)DE
UK18
(7 Wo.)UK
US2
(17 Wo.)US
B-Seite: 2 Late
1990 Pictures of You DE18
(13 Wo.)DE
UK24
(6 Wo.)UK
US71
(8 Wo.)US
B-Seite: Last Dance bzw. Prayers for Rain

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land/Region Aus­zeich­nung Ver­käu­fe
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI)[6] Gold record icon.svg Gold 250.000
Frankreich (SNEP) Frankreich (SNEP)[7] Gold record icon.svg 2× Gold 200.000
Italien (FIMI) Italien (FIMI)[8] Gold record icon.svg Gold 25.000
Neuseeland (RMNZ) Neuseeland (RMNZ)[9] Gold record icon.svg Gold 7.500
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI)[10] Gold record icon.svg Gold 25.000
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA)[11] Platinum record icon.svg 2× Platin 2.000.000
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI)[12] Gold record icon.svg Gold 100.000
Insgesamt Gold record icon.svg 7× Gold
Platinum record icon.svg 2× Platin
2.607.500

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der englischsprachige Rolling Stone hat dieses Album auf Platz 326 der 500 besten Alben aller Zeiten gewählt.[13] Die deutschsprachige Ausgabe hat es in einer Abstimmung hingegen sogar auf Platz 184 von 500 gewählt.[14] Pitchfork Media hat das Album auf Platz 38 der 100 Besten Alben der 80er gewählt und bezeichnet Disintegration als das Magnum Opus von Bandleader Robert Smith.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Disintegration. Musicbrainz.org, abgerufen am 22. Oktober 2010.
  2. a b Michael Azerrad: Kritik zu The Cure - Disintegration. Rollingstone.com, 8. Juni 2010, abgerufen am 22. Oktober 2010.
  3. Ruhmeshalle: The Cure - Disintegration. ON3.de, 30. Januar 2009, archiviert vom Original am 15. Januar 2012; abgerufen am 29. Oktober 2010 (Eine Kritik zum Album Disintegration).
  4. The Cure: Disintegration (Deluxe Edition) (Review). Musikreviews.de, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  5. Chartquellen: DE AT CH UK US
  6. Auszeichnung in Deutschland
  7. Auszeichnung in Frankreich
  8. Auszeichnung in Italien
  9. Auszeichnung in Neuseeland
  10. Auszeichnung in der Schweiz
  11. Auszeichnung in den Vereinigten Staaten
  12. Auszeichnung im Vereinigten Königreich
  13. 500 Greatest Albums of All Time. 326: Disintegration by The Cure. Rollingstone.com, archiviert vom Original am 11. Dezember 2010; abgerufen am 15. Oktober 2010.
  14. 10 Jahre RollingStone Deutschland - Die 500 besten Alben aller Zeiten. Rollingstone.de, abgerufen am 17. Oktober 2010.
  15. Top 100 Albums of the 1980s. Pitchfork Media, abgerufen am 17. Oktober 2010.