Diskussion:Carl Langbehn

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Diskussionsbeiträge[Quelltext bearbeiten]

Die zweite Quelle halte ich für nicht ausreichend um zu belegen, dass sich Langbehn wirklich selbst speziell für Inhaftierte Anthroposophen und Pfarrer der Christengemeinschaft eingesetzt hat, so dass eine solche Erwähnung hier gerechtfertigt ist. Ich werde den Satz daher löschen, wenn keine anderen Quellen erbracht werden können. http://www.anthroposophy.com/aktuelles/hessundanthro.html dient primär den Anthroposophen dazu, sich von Hess zu distanzieren. --Nina 11:32, 3. Apr. 2007 (CEST)

Der Hauptsenf stammt aus meiner Tastatur, hatte versehentlich als IP ediert. Wenn du es für notwendig erachtest, dann lösch es . --Störfix 20:46, 3. Apr. 2007 (CEST)

Ich halte es dann nicht für notwendig, wenn es wirklich erwähnenswert ist- aber das geht eben aus der angegebenen Quelle nicht hervor. --Nina 20:52, 3. Apr. 2007 (CEST)
Der Satz lautet doch Er setzte sich unter anderem für Inhaftierte Anthroposophen und Pfarrer der Christengemeinschaft ein. Es stehen also die Worte unter anderem, das Wort speziell ist eine Interpretation. Und mehr gibt für mich die Quelle mit Die Gestapoaktion, die am 9. Juni 1941 anlief, richtete sich nicht zuletzt gegen die Anthroposophen und die Pfarrer der Christengemeinschaft. Ihre Entlassung aus den Gefängnissen verdankten einige von ihnen der auf Umwegen erlangten Hilfe aus den Kreisen des Widerstands von Admiral Canaris, von Oberst Oster und von Carl Langbehn.

auch nicht her. --Störfix 21:02, 3. Apr. 2007 (CEST)

Genau: da steht nicht mal, dass er sich höchstpersönlich eingesetzt hat, sondern nur dass die Hilfe "aus den Kreisen" stammt. Daher halte ich das nicht für erwähnenswert. --Nina 21:05, 3. Apr. 2007 (CEST)

Naja, seine Putzfrau wird es wohl nicht gewesen sein. --Störfix 21:11, 3. Apr. 2007 (CEST)

Weißt dus? --Nina 21:26, 3. Apr. 2007 (CEST)
Carl Langbehn hat sich persönlich dafür eingesetzt, dass der am 27. August 1939 als Mitglied des Harnier-Kreises festgenommene Bauer Kaspar Danner aus Jachenau am 16.August 1940 aus dem Gefängnis Stadelheim wieder zur Familie entlassen wurde.[1] (nicht signierter Beitrag von JostGudelius (Diskussion | Beiträge) 00:46, 29. Dez. 2015 (CET))
  1. Gudelius, Jost, Die Jachenau, Jachenau 2013, 2. Auflage, ISBN 3-939751-97-9 S. 176

Folter bei der Gestapo[Quelltext bearbeiten]

das ist keine erfreuliche Fundstelle:

„Obergruppenführer“ Müller, mit dessen Höflichkeit es wenige Gestapobeamten aufnehmen konnten, zog es vor, nicht selbst zu foltern. Stattdessen ließ er dem Gefangenen die Hände auf dem Rücken zusammenbinden und ihm mittels einer an der Decke angebrachten Zugvorrichtung die Arme hochziehen. Als Rechtsanwalt Dr. Langbehn, der diese Foltermethode schweigend überstand, mit zerrissenen Schultergelenkmuskeln zur Hinrichtung geführt wurde, konnte ein Wachmann mit Recht sagen: „An Langbehn ist nicht mehr viel zu töten, das hat Müller schon getan.“

http://www.schule.de/bics/son/verkehr/luftbruecke/images/Der_Tagesspiegel_19-Juni-1949.pdf --Goesseln 18:19, 19. Mai 2009 (CEST)

Nachtrag: wahrscheinlich hat der Redakteur des Tagesspiegel diesen Müller gemeint: Heinrich Müller (Gestapo), der war wahrscheinlich SS-Oberführer oder auch mehr... --Goesseln 00:03, 20. Mai 2009 (CEST)

Daten 1943[Quelltext bearbeiten]

der Ablauf in den Wikipedia-Artikeln ist widersprüchlich:

5. Juli Richard Kuenzer wird verhaftet
x. Juli Bernstorff in der Schweiz
30. Juli Albrecht Graf von Bernstorff wird (zum zweiten Mal) verhaftet
26. August ein von Langbehn organisierter Gesprächstermin zwischen Johannes Popitz und Heinrich Himmler
10. September Spitzel Paul Reckzeh bei der Tee-Gesellschaft des Solf-Kreises
September 1943 Langbehn in der Schweiz (aus dem Artikel Christabel Bielenberg)
18. September Langbehn trifft Ulrich von Hassell
aus dem Artikel Marie-Louise Sarre: Nach der Beschlagnahmung Ulrich von Hassells Unterlagen, in denen Sarres Name genannt wurde, wurde sie mit Carl Langbehn verhaftet...Die Verhaftung Sarres fand unter nicht ganz geklärten Umständen in der Schweiz statt, wohin sie 1943 Langbehn begleitet hatte.
19.(?) September Langbehn geht als Rechtsanwalt zu Bernstorff ins Gefängnis und wird verhaftet
(?) September Langbehns Frau Irmgard Langbehn und Freundin Marie-Louise Sarre werden verhaftet

--Goesseln 15:10, 12. Mär. 2010 (CET)

Leben[Quelltext bearbeiten]

Nicht belegt wird die Tätigkeit Langbehns als Rechtsanwalt, sein Mandat UFA und sein Wohnhaus. Wer kennt hierzu Quellen? --Hans Arnold 11:41, 20. Apr. 2010 (CEST)

  • Rechtsanwalt, UFA: siehe Pringsheim.
  • Wohnhaus: siehe Bielenberg. --Goesseln 13:14, 20. Apr. 2010 (CEST)

Widerstandskämpfer[Quelltext bearbeiten]

Hallo, wieso wird in der ersten Zeile die Kennzeichnung als "Widerstandskämpfer" gestrichen? Die "Gedenkstätte Deutscher Widerstand" jedenfalls widmet ihm eine Seite:

http://www.gdw-berlin.de/bio/ausgabe_mit.php?id=153

Langbehn handelte in Übereinstimmung mit dem Widerstand, trotz oder gerade in seiner engen Beziehung zu Himmler, s. auch dort. Gruß --Hans Arnold 17:18, 11. Jun. 2010 (CEST)

"Widerstandskämpfer" ist ein Etikett, das leider teilweise sehr freigiebig verteilt wird. Es sollte schon genauer darauf eingegangen werden, worin seine Widerstandstätigkeit bestand und welche Position er zum Nationalsozialismus bezog. Ich weise auch daraufhin, dass der Begriff eher mit Leuten verknüpft ist, die aktiv und in letzter Konsequenz gegen etwas kämpfen. Langbehn macht eher den Eindruck, sich alle Möglichkeiten offengehalten zu haben. --Prüm 17:49, 11. Jun. 2010 (CEST)
da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ich habe heute ersteinmal ein bißchen Biografie nachgetragen. Gerd R. Ueberschär sieht Langbehn schon vor dem Krieg unter den Hitlergegnern. --Goesseln 17:23, 12. Jun. 2010 (CEST)

Bearbeitung von Andropov[Quelltext bearbeiten]

Wie zuvor im Himmler-Artikel widt hier eine Literaturangabe (Zelle) gelöscht aufgrund einer negativen Rezension, aber wohl nicht aus eigenem Urteil.

Dabei gehen wichtige Informationen verloren.

Hier geht es besonders um einen entscheidenden Tatbestand: Der Anordnung Heydrichs, aus der hervorgeht, dass Himmler Langbehn mit "bestimmten Sonderaufträgen betraut" hatte. Das darf keineswegs unter den Tisch fallen.

Ich habe die Änderung rückgängig gemacht.

--Hans Arnold (Diskussion) 10:30, 13. Sep. 2016 (CEST)

Das finde ich ziemlich ärgerlich, weil mit dem unbesehenen Revert viele Verbesserungen unter den Tisch gefallen sind, unter anderem steht jetzt wieder ein falscher Geburtsort im Artikel. Viele meiner Änderungen wie die Erwähnung, dass das letzte Zitat von Rainer Hildebrandt stammt, oder weitere Literatur und die Trennung zwischen Literatur und Quellen, halte ich für eine nicht bestreitbare Verbesserung. Über den Himmler-Komplex können wir uns gern weitergehend unterhalten. Es ist allerdings nicht eine Rezension, sondern es sind derer drei von renommierten Historikern in renommierten Online-Publikationen, die allesamt Zelles Herangehensweise, Wertungen und Ergebnisse deutlichst in Zweifel ziehen. Ich habe mich selbst mit dem Komplex etwas eingehender beschäftigt (siehe die Literaturangaben im Artikel zu Heinrich Himmmler, etwa Hedwig Maier, Bernd Martin, Klemens von Klemperer, Richard Breitman, Ingeborg Fleischhauer) und kann sagen, dass die wenigen belastbaren verfügbaren Quellen entgegen den sehr gewiss klingenden Wertungen Zelles in der übrigen Literatur mit viel Vorsicht und überhaupt nicht einheitlich beurteilt werden. So ist zwar Dulles eines klaren Meinung zu Himmler (wirklich kurz davor, Hitler die Treue aufzukündigen), andere aber sehen Himmler in einer ganz anderen, vielleicht ambivalenten, aber im Grunde regimetreuen Position (zumal ja zumindest, worauf häufiger hingewiesen wird, Himmlers Version des Popitz-Gesprächs (Hitler habe Bescheid gewusst) durch eine Stelle in Albert Speers Erinnerungen bestätigt wird; deren Quellenwert ist sicher fraglich, aber auch der Wert all der anderen dazu verfügbaren Quellen). Ich habe mir das Buch von Claus Langbehn bestellt und werde mal dort hineinsehen, wie dort mit der Sache umgegangen wird, kündige hier aber schonmal an, dass ich den Artikel nicht in diesem fragwürdigen Zustand belassen werde. --Andropov (Diskussion) 10:51, 13. Sep. 2016 (CEST)
Wieso ist es eine Verbesserung, wenn ein anderer Geburtsort ohne Quellenangabe eingebaut wird?? --Störfix (Diskussion) 11:15, 13. Sep. 2016 (CEST)
@Störfix: Weil Langbehn, wie sämtliche verlässlichen Belege mitteilen, in Padang-Bedagei geboren wurde, was also überhaupt nicht umstritten ist. Dass jemand das SULTANAT P.-B. im Norden der Insel Sumatra mit der STADT Padang zusammengeworfen hat, ist jedenfalls grudfalsch und korrekturbedürftig. --Andropov (Diskussion) 11:31, 13. Sep. 2016 (CEST)
Ich habe nichts bestritten ich fordere nur in diesem Fall einen Beleg, insbesondere wenn ein Sultanat gemeint ist und kein Ort Padang-Bedagei, der wo auch immer liegen mag.--11:49, 13. Sep. 2016 (CEST)
Was soll ich denn belegen? Dass Langbehn in Padang-Bedagei geboren ist, lässt sich in vielen Büchern nachlesen, u. a. in der von mir eingefügten und von Hans Arnold freundlicherweise gelöschten Kurzbiographie von 1999, ansonsten kannst du selbst Google Books bedienen, dieses Faktum ist leicht zu recherchieren. Dass Padang-Bedagei ein Landstrich im Norden der Insel ist, in dem sich eine Reihe von Plantagen befand, findest du etwa hier. Claus Langbehn, der seit gerade eben vor mir liegt, schreibt zwar leider „in Padang auf Sumatra geboren“ (S. 13), gibt aber keine Auskunft über welches Padang, weiter unten heißt es bei ihm: „Die Plantage [auf der Langbehn aufwuchs] lag im nordöstlichen Teil Sumatras in der Nähe der Stadt Medan, die damals der Sitz des Sultans von Deli war.“ Damit ist eben Padang-Bedagei gemeint, nicht die im Süden (!) der Insel Sumatra liegende Stadt Padang (Indonesien). Überzeugt? --Andropov (Diskussion) 12:16, 13. Sep. 2016 (CEST)
@Goesseln: Ich sehe gerade, dass du vor langer Zeit die Angabe Padang-Bedagei zu Padang (Indonesien) geändert hast; hast du dafür einen Beleg? --Andropov (Diskussion) 09:30, 14. Sep. 2016 (CEST)

Lassen Sie uns weiter diskutieren, wenn Sie das Buch von Claus Langbehn gelesen ahben. Vielleicht schauen Sie doch einmal bei Zelle hinein. --Hans Arnold (Diskussion) 11:27, 13. Sep. 2016 (CEST)

Das Buch von Claus Langbehn finde ich großartig, weil es in bewundernswerter Umsicht und Einfühlung die wenigen Zeugnisse, die vorhanden sind, ins Gespräch miteinander und mit den Umständen bringt, dabei aber immer sehr vorsichtig in seinen Deutungen ist und Spekulationen und Gedankenspiele auch als solche ausweist. Zu Himmler schreibt er (S. 147 f.):
„[Es] lässt sich mit ihm [dem Schlusswort Langbehns im Prozess gegen ihn vor dem Volksgerichtshof] die in Kapitel 5 gestellte Frage wiederholen, in welchem Maße Himmler eigenmächtige Schritte unternommen und sich damit illoyal gegenüber Hitler verhalten hat. Wenn Langbehn die Wahrheit sagte und Himmler von ihm wirklich Anregungen erwartet hatte, so wäre das Spiel des Verteidigers an manchen Stellen durch Himmler selbst motiviert worden. Allein, der vage Hinweis auf Anregungen ist nicht substantiell und die über dieses Wort artikulierte Ausage deshalb auch keinesfalls geeignet, mit ihm über Himmlers Verhältnis zu Hitler zu spekulieren oder das Spiel des Verteidigers in ein Spiel Himmlers umzuschreiben.“
Und vorher heißt es im Kapitel 5 zu den Langbehn-Fühlungnahmen (S. 122): „Auch hier [bei den in Himmlers Dienstkalender notierten Treffen mit Langbehn] schweigt die Geschichte und öffnet damit Tür und Tor für Spekulation. Die fünf Treffen zwischen November 1941 und August 1942 bieten in ihrem Kontext hinreichend viel Stof für Geschichten … Und auch darüber, in welchem Verhältnis Himmler zu Hitler stand, ließe sich spekulieren. … Leider ist aber schon Himmlers Verhältnis zu Hitler nicht eindeutig. Man darf hier einmal auf die Forschungssituation verweisen, die in der Frage nach diesem Verhältnis zwei einander entgegengesetzte Standpunkte erkennen lässt“: und zwar die von Peter Longerich und Johannes Tuchel (bleibende Treue zu Hitler) gegen die von Karl-Günter Zelle („Verrat“ gegen Hitler; Zelle begleitete übrigens den Entstehungsprozess des Buches, S. 166). Weiter Langbehn, S. 122: „Beweise, dass Himmler schon lange vor den letzten Kriegsmonaten mögliche Szenarien durchspielte und versuchte, die dafür notwendigen Vorbereitungen zu treffen und etwa den Widerstand für seine Zwecke einzusetzen, gibt es anscheinend nicht.” Diese Aussage steht der von Hans Arnold eingefügten Gewissheit diametral entgegen: Die Widerstandsbewegung war Himmler bekannt, ohne dass er gegen diese einschritt. Vielmehr gedachte er sie zu benutzen: Der Widerstand sollte Hitler beseitigen, er selbst wollte dann die Macht in Deutschland übernehmen.
Langbehn S. 123: „Ein Beitrag zu der Frage, wie man die Stellung Himmlers seit 1941/42 beurteilen muss, ist von dieser politischen Biographie entsprechend nicht zu erwarten.“
Das heißt nach meinem Verständnis: Auch jemand, der sich ganz genau und höchst reflektiert mit der Geschichte Langbehn-Himmler auseinandergesetzt und die erhaltenen Zeugnisse sowie Gespräche mit der Familie so genau und geballt wie noch nie und mit mustergültiger Quellenkritik ausgewertet hat, hat in diesem Komplex keine klaren Aussagen zu Himmlers Motivationen und Absichten und überhaupt zu seiner Strategie bei den möglichen Friedensfühlern gesehen. Dieser Sicht der Dinge entspricht recht gut das, was ich gestern in den Artikel geschrieben habe: Die Widerstandsbewegung war Himmler vage bekannt, ohne dass er gegen diese einschritt; seine Motive und genauen Kenntnisse sind jedoch mangels zuverlässiger Unterlagen nicht bekannt und Gegenstand von Spekulationen. Wenn es nicht substanzielle, Argumente oder Dokumente anführende Gegenansichten gibt, werde ich diese Version – erweitert und verbessert – wieder einstellen. Die bisher in einer Fußnote versteckte Anordnung Heydrichs kann gern auch in den Fließtext aufgenommen werden. --Andropov (Diskussion) 18:19, 13. Sep. 2016 (CEST)
Ich werfe mal schnell einen Link zu einem Digitalisat der Zelle-Diss in die Runde: DFG-Viewer bei der BSB--Assayer (Diskussion) 03:20, 14. Sep. 2016 (CEST)
Danke für den Hinweis; soweit ich das sehe, spielt Langbehn in dem Buch etwa zwischen S. 221 und 226 eine Rolle. Der Text beschreibt die gegenseitige Fühlungnahme (Langbehn, Himmler, Wolff, Schellenberg, Wallenberg, Gaevernitz, Burckhardt, Dulles etc.) mE durchaus kompetent und an den lange bekannten Quellen orientiert, fügt aber – vielleicht bis auf die Ausnahme von Himmlers Dienstkalender, der erst kürzlich ediert wurde – keine neuen Fakten zum Komplex hinzu; Claus Langbehn etwa ist da genauer und zugleich vorsichtiger. Denn die suggestive Zusammenstellung von Zitaten, die die in der Diskussion:Heinrich Himmler#Bearbeitung von Andropov zusammengestellten Rezensionen zu Zelle bemängeln, findet sich auch hier, beispielsweise S. 222: Auch Himmler spielte mit Ideen, wie ein Deutschland aussehen könnte, das nicht mehr von Hitler geführt werden würde. Im März 1942 erfuhr Hassel [sic!] von Langbehn, daß „man dort allerhand plant“. Einzelheiten notierte Hassel nicht, aber ihm erschienen Himmler und die SS „handlungsfähiger“ als die Widerstandsgruppe um Generaloberst Ludwig Beck. Aus den dürren allgemein gehaltenen Worten bei Ulrich von Hassell lässt mE sich nicht ohne Überdeterminierung auf Himmlers tatsächliche Pläne schließen, was aber dem flüchtigen Leser nahegelegt wird; ähnlich geht es mit einigen anderen Zitaten aus doch stark zu problematisierenden Quellen, die für bare Münze genommen bzw. durch den Einbau in spekulative Zusammenhänge über ihren Wortlaut hinaus gedehnt werden. Die Charakterisierung Langbehns auf S. 221 f. ist nicht sonderlich gut informiert. Zelle scheint mir für diesen Artikel also keine gute Grundlage, da gibt es viel Besseres. --Andropov (Diskussion) 09:30, 14. Sep. 2016 (CEST)
Ich stimme Andropov zu. Das Werk von Zelle ist keine gute Literatur hier. Im übrigen ist das Werk von Zelle sehr umstritten. Dafür gibt es ausreichend viele Verrisse durch Historiker-Kollegen. Daher war der Revert von Andropovs Änderungen vorschnell und falsch begründet. Orik (Diskussion) 08:35, 17. Sep. 2016 (CEST)
PS: Die Heydrichweisung wird m.E. von Zeller auf S 222 und von Hans Arnold überinterpretiert. Sie besagt doch nichts über die „Sonderaufgaben“, mit denen Langbehn betraut war. Aus diesen dürren Zeilen erdichtet Zeller ein enges Verhältnis Langbehns zu Himmler. Dabei sagt die Weisung Heydrichs doch, daß Langbehn unter Beobachtung durch die Gestapo stand - vor der Weisung und nachher. Das fand sicherlich sicherlich nicht gegen Himmlers Willen statt.
Danke für deinen Beitrag, Orik; ich würde sogar sagen, dass die Heydrich-Weisung wahrscheinlich falsch interpretiert worden ist: Ich denke nicht, dass in einer dienstlichen Notiz geheime (gegen Hitler gerichtete) Friedensfühler vermerkt wurden, sondern damit ist vermutlich das gemeint, was in Himmlers Dienstkalender als allgemein bei den Behörden bekannter Auftrag für Langbehn eingetragen war: Über den Rechtsanwalt Dr. Carl Langbehn versuchte die SS, bis zu 5.000 Mulis in Spanien zu kaufen. Auch wenn das weniger Agententhriller-Appeal hat :) --Andropov (Diskussion) 09:39, 17. Sep. 2016 (CEST)

Geburtsort[Quelltext bearbeiten]

steht hier: Padang-Bedagei. Könnte der Ort auch Padang-Bedagai geschrieben werden? --Goesseln (Diskussion) 11:05, 17. Sep. 2016 (CEST)

Ich denke ja – und würde vermuten, dass die große Unschärfe der Geburtsort-Bezeichnungen an der fehlenden einheitlichen Umschrift indonesischer Ortsnamen und ihrer generellen Unbekanntheit im deutschsprachigen, aber auch überhaupt westlichen Raum liegt: Ich habe Padany-Bedagei (frühere GDW-Website), Padang-Bodagei (Winfried Meyer 1999), Padang-Bedagei (Erich Stockhorst, Rudolf Pechel) und auch Padang-Bedagai (allerdings nicht im Zusammenhang mit Langbehn, sondern nur als Bezeichnung für den Landstrich) gefunden. Ich schaue heute nochmal bei Meyer nach, der mir gerade nicht vorliegt, ich meine mich zu erinnern, dass dort eine Abbildung eines handschriftlichen Dokuments (entweder von oder über Langbehn) zu finden ist, in dem Padang-Bedagei steht. --Andropov (Diskussion) 11:30, 17. Sep. 2016 (CEST)

Es ist immer noch ein Bias des Lemmas[Quelltext bearbeiten]

durch den übermäßigen Rekurs auf das umstrittene Werk von Zelle festzustellen. So lesen wir beispielsweise als letzten Satz in der Einleitung, dass Langbehn hingerichtet wurde, als „Himmler Langbehn fallen ließ.“ Das ist m.E. die Deutung von Zelle. Es ist genauso denkbar, dass Himmler Langbehn nicht schützte, sondern in eine Falle laufen ließ. Ich finde, dass das Lema noch mehr in dem Sinne bearbeitet werden muss,, den Andropov hier eingebracht hat. Orik (Diskussion) 19:15, 20. Sep. 2016 (CEST)

Hallo @Orik: Danke für den Hinweis, ich sehe die Sachlage genauso wie du. Da sich sonst niemand eingeschaltet hat, insbesondere nicht der Autor dieses Teils Hans Arnold, habe ich gerade gehandelt und die mE allzu spekulativen Annahmen entfernt bzw. entschärft. In dieser vorläufigen Fassung dürfte der Artikel den Grundgeboten der WP besser entsprechen. Besten Gruß in die Runde, --Andropov (Diskussion) 12:27, 26. Sep. 2016 (CEST)
Hallo @Andropov:. Der Bias wird immer weniger. Ich habe heute noch einiges ergänzt und vor allem den antisemitischen Link rausgenommen.Aber stimmt es, dass Langbehn wie im Eingangssatz behauptet, wegen seiner Kontakte zu Westgeheimdiensten verurteilt wurde? Ich denke, er war überführt worden, zur Widerstandsgruppe um Popitz zu gehören. Gruß --Orik (Diskussion) 23:19, 27. Sep. 2016 (CEST)
Diese Änderungen finde ich sehr angemessen, danke. Ich habe gerade nochmal Claus Langbehn konsultiert, der der undurchsichtigen Festnahme fünf Seiten (S. 135 bis 140) widmet; die Sache ist ungeklärt, er kommt aber (S. 140) zum Schluss: die Indizien ... sprechen dafür, den Anfang vom Ende im Leben eines Menschen [Verhaftung Langbehn] mit einer seiner politischen Sondierungen im Ausland zu begründen und nicht mit seiner Stellung als 'Mittelsmann' zwischen Himmler und jenem Widerstandskreis: Ich werde diese Unsicherheit gleich mal umseitig festhalten. Besten Gruß, --Andropov (Diskussion) 00:28, 28. Sep. 2016 (CEST)
Diese Seiten behandeln die Gründe für Langbehns Verhaftung, die müssen nicht identisch sein mit denen für seine Verurteilung und Hinrichtung. Aus der Darstellung über Himmlers Rede und sein Verhalten in dieser Sache wird deutlich, dass Langbehn einen Umsturz wollte. Hitler sollte abgesetzt werden. Ist das nicht der übergeordnete Grund für die Verurteilung und die Hinrichtung? Die Geheimdienstkontakte sind da nur ein kleiner Teil. Sie waren wohl der Grund für die Verhaftung. Orik (Diskussion) 08:51, 1. Okt. 2016 (CEST)
Da stimme ich dir voll zu und habe die Einleitung umgeschrieben. Ich schaue nochmal über den Text, der sicherlich noch ergänzt und präzisiert zu werden verdient. Gruß, --Andropov (Diskussion) 14:39, 1. Okt. 2016 (CEST)