Doris Achelwilm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Doris Achelwilm spricht auf dem Cologne Pride 2018

Doris Maria Achelwilm (* 30. November 1976 in Thuine) ist eine deutsche Journalistin und Politikerin (Die Linke). Achelwilm war von 2013 bis 2017 Vorsitzende („Landessprecherin“) des bremischen Landesverbandes der Linken. Im Zuge der Bundestagswahl 2017 zog sie über die Bremer Landesliste der Linken in den 19. Bundestag ein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Doris Achelwilm wurde 1976 in Thuine (Landkreis Emsland) geboren und wuchs dort auch auf. Nach ihrem Abitur am Gymnasium Leoninum Handrup, studierte sie Deutsche Sprachwissenschaft, Politik und Geschichte an der Leibniz-Universität Hannover. Zeitweise arbeitete Achelwilm als Kultur- und Musikjournalistin und ist seit November 2007 Pressesprecherin der Fraktion Die Linke der Bremischen Bürgerschaft.[1]

Achelwilm wohnt in Bremen-Walle.[1]

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achelwilm ist Mitglied der Partei Die Linke und engagiert sich für die Partei seit mehreren Jahren. Zwischen 2009 und 2011 hatte sie die Position der Sprecherin des Kreisverbandes Bremen Mitte-Ost inne, bevor sie im November 2011 in den Vorstand des bremischen Landesverbandes nachrückte. Auf dem Parteitag der Partei Die Linke Bremen im November 2013 wählten die Mitglieder Achelwilm als Co-Vorsitzende („Landessprecherin“).[2][3] Sie gehört dem Flügel der Emanzipatorischen Linken an.[2]

Des Weiteren ist Achelwilm Mitglied bei ver.di, dem Bremer Erwerbslosenverband e.V. sowie bezeichnet sich als „aktive Parzellistin“ in einem Kleingarten in Findorff.[1]

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2016 kandidierte Achelwilm für eine mögliche Aufstellung als Kandidatin für die Bundestagswahl 2017. Der Landesparteitag der bremischen Linken wählte Achelwilm auf den ersten Platz der Landesliste. Damit gewann sie gegen die zwischen 2015 und 2017 im Bundestag vertretene Birgit Menz. Auf eine Aufstellung als Direktkandidatin in einem der beiden Bremer Wahlkreise verzichtete sie. Im Wahlkampf setzte Achelwilm auf sozialpolitische Themen und übte Kritik an der Politik der Bundesregierung zu Hartz IV, Mini-Jobs und Leiharbeit.[4]

Bei der Bundestagswahl 2017 erreichte Die Linke im Land Bremen ein Zweitstimmenergebnis von 13,5 Prozent hinter SPD und CDU. Damit zog Achelwilm als einzige Kandidatin der Linken (und als eine von sechs Bremer Mitglieder des Bundestages) über die Landesliste in den 19. Deutschen Bundestag.

Achelwilm ist zuständige Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag für Gleichstellung, Medienpolitik und Queerpolitik. Sie ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien[5].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Doris Achelwilm, Spitzenkandidatin (Listenplatz 1). Die Linke Bremen, abgerufen am 26. September 2017.
  2. a b Jan Zier: Von Bremen nach Berlin. In: die tageszeitung (taz). 26. September 2017, abgerufen am 26. September 2017.
  3. Jean-Philipp Baeck: „Sie kürzen zu viel“. In: die tageszeitung (taz). 19. November 2013, abgerufen am 26. September 2017.
  4. Jan Zier: Es kann nur eine geben. In: die tageszeitung (taz). 24. Februar 2017, abgerufen am 26. September 2017.
  5. Fraktion DIE LINKE. im Bundestag: Profil. Abgerufen am 6. Juli 2018 (deutsch).