Elizabeth T. Spira

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Elizabeth T. Spira (rechts) mit Hannah Fischer, 2009 in der Volkshochschule Hietzing

Elizabeth Toni Spira (* 24. Dezember 1942 in Glasgow, Schottland, Vereinigtes Königreich) ist eine österreichische Fernsehjournalistin. Als Produzentin und Moderatorin der Dokumentarfilm-Reihe Alltagsgeschichte und der Sendung Liebesg’schichten und Heiratssachen für den öffentlich-rechtlichen Sender ORF erreichte sie seit den 1980er und 1990er Jahren in Österreich große Popularität.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spira wurde 1942 als Tochter der österreichisch-jüdischen Emigranten Eva Spira geb. Zerner und Leopold Spira im schottischen Glasgow geboren. 1946 zog die vor den Nazis geflohene Familie zurück nach Wien, wo Spira die Volksschule und danach das Gymnasium Stubenbastei besuchte. Anschließend begann sie ein Studium der Publizistik an der Universität Wien, das sie mit dem Doktorgrad abschloss.

1972 begann Spira ihre journalistische Laufbahn beim österreichischen Wochenmagazin profil. 1973 wechselte sie als TV-Redakteurin zum ORF, wo sie von 1974 bis 1984 dem Redaktionsteam der Sendung teleobjektiv angehörte. Den verantwortlichen Leiter der Sendung, Claus Gatterer, bezeichnete Spira mehrfach als ihren wichtigsten journalistischen Lehrmeister.[1]

Nach Einstellung der Sendung teleobjektiv schuf Spira 1985 mit der Dokumentarfilmreihe Alltagsgeschichte ihr eigenes Sendeformat, das sie bis 2006 fortsetzte. 1997 startete sie die seitdem laufenden Liebesg’schichten und Heiratssachen. Diese verzeichnet generationsübergreifend bis in die Gegenwart (2018) relativ hohe Zuschauerquoten. Charakteristisch für diese Sendung ist, dass für jede Sendung ein halbes Dutzend sehr unterschiedlicher Personen ausgewählt werden. Ein Drehteam des Senders fährt zu jedem Ausgewählten und dreht an dessen Wohnort ein Kurzfeature über ihn oder sie. Anders als bei privatwirtschaftlichen Sendern wird also keine Billigproduktion geliefert. Im Sommer 2018 wird die 22. Staffel der „Liebesg'schichten und Heiratssachen“ ausgestrahlt.[2] Im März 2018 wurde nach einer Aussage Spiras gegenüber der Kleinen Zeitung in vielen Medien berichtet, dass dies die letzte Staffel sein werde.[3][4] Bald danach schloss Spira aber eine Fortsetzung über 2018 hinaus wieder nicht mehr aus.[5] Dies hänge auch von ihrem Gesundheitszustand ab.[6]

Toni Spira ist seit 37 Jahren verheiratet mit einem ehemaligen Burgschauspieler und lebt in Wien. Sie bevorzugt seit vielen Jahren aus rein geschmacklichen Gründen, sich vornehmlich in schwarzer Kleidung in die Öffentlichkeit zu begeben.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Nina Bayer: Elizabeth T. Spira: Liebe eines Lebens, in: [Statement]. Das Medienmagazin, Juli/August 2014, S. 16–17.
  2. der.orf.at: Und sie kuppelt wieder! Spiras ORF-„Liebesg’schichten und Heiratssachen“ gehen in die nächste Saison, abgerufen am 13. Juli 2018
  3. kleinezeitung.at: "Königin der einsamen Herzen" macht heuer Schluss. Bericht vom 6. März 2018, abgerufen am 13. Juli 2018
  4. diepresse.com: Elisabeth T. Spira hört mit den "Liebesg'schichten" auf. Bericht vom 7. März 2018, abgerufen am 13. Juli 2018
  5. kleinezeitung.at: Spira lässt sich zur ORF-Zukunft doch "nicht festnageln". Bericht vom 19. Juni 2018, abgerufen am 13. Juli 2018
  6. wien.orf.at: Elizabeth T. Spira: „Speiben könnt’ ich“. Bericht vom 7. Juli 2018, abgerufen am 13. Juli 2018
  7. „Ich kratze mit Freude am rot-weiß-roten Lack“, Deutschlandfunk Kultur „Im Gespräch“ 4. Juli 2018
  8. Lebenswerk-Preis der Stadt Wien, wien.gv.at, abgerufen 4. Juli 2018
  9. Meldung der ORF-Website vom 13. Mai 2018