Elsa Maxwell

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Elsa Maxwell (Mitte), mit William Rhinelander Stewart (links) und Cole Porter, 1934

Elsa Maxwell (* 24. Mai 1883 in Keokuk, Iowa; † 1. November 1963 in New York City) war eine US-amerikanische Journalistin.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elsa Maxwell wurde als Tochter schottischer Emigranten in Keokuk geboren und kam als Kleinkind nach Kalifornien. Im Alter von 14 Jahren verließ sie die Schule und schloss sich einer Shakespeare-Theatergruppe an. 1905 wechselte sie auf die Varieté-Bühne und ging auf Europa-Tournee. Auf ihren Reisen traf Maxwell wichtige Personen aus der Gesellschaft und pflegte deren Kontakte.

Nach einem exquisiten Abendessen für den britischen Politiker Arthur Balfour, späteren 1. Earl of Balfour, im Hôtel Ritz in Paris etablierte sich Elsa Maxwell im Jahre 1919 als erste Gastgeberin der High Society. Später organisierte sie Bankette, Tanzbälle, Gartenpartys, Kostümfeste, Golfturniere an der französischen Riviera oder Internationale Automobil-Boat Races vom Lido nach Venedig für den europäischen Hoch- und Geldadel und füllte die Gesellschaftsspalten der Zeitungen.

In den frühen 1930er Jahren kehrte Maxwell nach New York zurück und nutzte ihre Popularität als Gastgeberin. Die illustren Party-Geschichten gab sie anschließend in ihren täglichen Kolumnen in unzähligen Zeitungen und im Rundfunk (Elsa Maxwell's Party Line) zum Besten. Ende der 1930er Jahre zog sie nach Hollywood und war die bekannteste Gesellschaftsreporterin ihrer Zeit - sie entschied über Aufstieg oder Fall von Hollywoodgrößen.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elsa Maxwell wird als die Urmutter aller heutigen Boulevardjournalisten bezeichnet.
  • Auf einer Gartenparty im Jahre 1948 stellte Maxwell der Schauspielerin Rita Hayworth den britisch-indischen Prinzen Ali Khan, den Sohn des Aga Khan III., vor, den Hayworth später heiratete.
  • Eine innige Freundschaft pflegte Elsa Maxwell mit Maria Callas, welche fälschlicherweise für eine lesbische Beziehung gehalten wurde.
  • Maxwell war es auch, die die Opernsängerin mit Aristoteles Onassis bekannt machte. Die Liebesbeziehung der beiden sorgte bis zur Eheschließung des Reeders mit Jacqueline Kennedy im Oktober 1968 für Schlagzeilen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elsa Maxwell und Bernd Ruland: Mein verrücktes Leben, Schweizer Verl.-Haus (1964)
  • Elsa Maxwell: How To Do It - Or The Lively Art Of Entertaining, Rizzoli International Publications (2005) ISBN 0-8478-2713-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]