Emitis Pohl

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Emitis Pohl (* 24. Dezember 1973 in Teheran, Iran, geb. Leylaz Mehrabadi) ist eine deutsch-iranische Unternehmerin, Autorin und TV-Darstellerin.

Emitis Pohl schaut direkt lächelnd in die Kamera und hat glatte braune Schulterlange Haare.
Emitis Pohl (2016)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pohl wuchs in einer wohlhabenden Familie in Teheran auf. Im Alter von 13 Jahren flüchtete sie nach sieben Jahren des Ersten Golfkriegs ohne Begleitung nach Deutschland und machte in Gießen ihr Abitur. Danach begann sie ein Studium des Bauingenieurwesens, welches sie nach dem Vordiplom abbrach und absolvierte im Jahr 2000 ein duales Studium zur Werbekommunikationsfachwirtin. Von 1999 bis 2007 arbeitete sie als Event- und PR-Managerin bei einer Kölner Werbeagentur und machte sich Jahr 2007 mit ihrer eigenen Agentur selbstständig[1]. Im Jahr 2016 veröffentlichte Pohl mit dem autobiografischen Roman „Deutschsein für Anfänger – Integration ist meine Pflicht!“ ihr Erstlingswerk als Buchautorin[2]. Pohl ist Mitglied der CDU und erhielt im Jahr 2018 den Mittelstandspreis der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in der Kategorie Unternehmen[3].

Öffentlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pohl trat einer breiteren Öffentlichkeit erstmals im Anschluss an die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015 in Erscheinung, bei denen sie mit ihren Töchtern und ihrem Ehemann am Ort des Geschehens war. In Folge dessen war sie in den Sendungen Stern TV[4], Hart aber fair[5], Maischberger[6] und Maybrit Illner[7] zu Gast und kritisierte die damalige Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und einen ihrer Ansicht nach zu laschen Umgang mit kriminellen Flüchtlingen. Im Anschluss an ihre Auftritte wurde Pohl in sozialen Medien und im persönlichen Umfeld Fremdenfeindlichkeit und eine inhaltliche Nähe zur AfD vorgeworfen.[8]

Im Jahr 2020 wirkte Pohl in der RTL-II-Sendung „3 Familien – 3 Chancen! Das große Sozialexperiment“ mit, in der sie gemeinsam mit dem Unternehmer Patrick Grabowski als Expertin die Aufgabe hatte, Langzeitarbeitslosen bei der Rückkehr in das Erwerbsleben zu unterstützen.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Welle (www.dw.com): Erfolgsgeschichte: vom Flüchtlingskind zur Unternehmerin | DW | 12.09.2018. Abgerufen am 14. April 2021 (deutsch).
  2. Uta Kristina Maul: „Deutschsein für Anfänger“: Emitis Pohl las aus ihrem Buch. 16. Oktober 2016, abgerufen am 14. April 2021 (deutsch).
  3. Deutsche Welle (www.dw.com): Erfolgsgeschichte: vom Flüchtlingskind zur Unternehmerin | DW | 12.09.2018. Abgerufen am 14. April 2021 (deutsch).
  4. Jens Reddeker: Arabischstämmige Bielefelderin diskutiert bei Stern TV. Abgerufen am 14. April 2021.
  5. Benjamin Quiring: TV-Kritik „Hart aber fair“: Gegen die Angst nach der Kölner Silvesternacht. 2. Februar 2016, abgerufen am 14. April 2021 (deutsch).
  6. Britt-Marie Lakämper: Talk bei Maischberger: „Die Polizei tut mir am meisten leid“. In: DIE WELT. 12. April 2018 (welt.de [abgerufen am 14. April 2021]).
  7. Süddeutsche Zeitung: Illner zur Willkommenskultur - Nur ein bisschen Streit. Abgerufen am 14. April 2021.
  8. Köln: Migrantin Emitis Pohl wird als Nazi beschimpft. In: DIE WELT. 24. Februar 2016 (welt.de [abgerufen am 14. April 2021]).
  9. Vera Tidona: „3 Familien – 3 Chancen“: RTL Zwei startet nächstes Sozialexperiment. Abgerufen am 14. April 2021.