Mittelstands- und Wirtschaftsunion

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Älteres Plakat der Mittelstandsvereinigung der CDU Westfalen-Lippe
Bundesvorsitzender Carsten Linnemann (2018)

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) (bis 27. September 2019: Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU) ist eine Vereinigung der Unionsparteien. Sie setzt sich nach eigenen Angaben für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft nach dem Vorbild Ludwig Erhards ein.[1] Sie ist zugleich die innerparteiliche Interessenvertretung der Unternehmer, Selbständigen und Freiberufler. Sie gehört traditionell zu den einflussreichen Vereinigungen der Union. Bundesvorsitzender ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem es bereits seit 1949 diverse Zusammenschlüsse der mittelständischen Wirtschaft innerhalb von CDU und CSU gegeben hatte, bildeten sich parallel in beiden Parteien 1954 der Mittelstandsausschuss der CSU sowie der Unterausschuss für Mittelstandsfragen der CDU. Diese wurden unter dem mittelstandspolitischen Sprecher Kurt Schmücker zu einem Gemeinschaftsausschuss zusammengefasst, der seinen Sitz in Bonn hatte. Aus diesem Ausschuss ging 1956 die Mittelstandsvereinigung hervor. Ihr wurde auf dem CDU-Bundesparteitag der Status einer eigenständigen Vereinigung zuerkannt. 1995 schloss sich diese Mittelstandsvereinigung mit der Wirtschaftsvereinigung zusammen. Der 14. Bundesmittelstandstag am 27. September 2019 beschloss die Änderung des Namens auf „Mittelstands- und Wirtschaftsunion“. Das Kürzel MIT wurde beibehalten.[3]

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion versteht sich als der organisatorische Zusammenschluss von mittelständischen und wirtschaftspolitisch interessierten Personen wie Gewerbetreibende, Handwerker, Unternehmer, Angehörige der Freien Berufe sowie von in der Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verantwortlich tätigen Leistungsträgern. Die MIT steht zur freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, zur Sozialen Marktwirtschaft auf der Grundlage von Eigeninitiative und Eigenverantwortung.[4] Im Parlamentskreis Mittelstand (PKM) innerhalb der Bundestagsfraktion von CDU und CSU setzen sich 161 Abgeordnete (Stand Juni 2018), viele von ihnen in führenden Funktionen, für die Lösung mittelständischer Probleme ein.[5] Darüber hinaus wirkt der PKM als Verbindungsorgan der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu den mittelständischen Organisationen, insbesondere den Kammern und Verbänden der mittelständischen Wirtschaft sowie der MIT.[6]

Die MIT veröffentlicht sechsmal im Jahr ihre Mitgliederzeitschrift Mittelstandsmagazin.

Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion ist eine gemeinsame Organisation von CDU/CSU,[4] jedoch trägt der bayrische Landesverband den Namen Mittelstands-Union und ist eine Arbeitsgemeinschaft der CSU.[7] Die Landesverbände sind teils weiter untergliedert in Bezirks-, Kreis-, Stadt- sowie Ortsverbände. Des Weiteren existieren Auslandsverbände in Belgien, Österreich und der Schweiz.[8]

Landesverband Landesvorsitzende[9] Mitglieder[10]
Baden-Württemberg Bastian Atzger 2.997
Bayern (Mittelstands-Union) Franz Pschierer 3.946
Berlin Christian Gräff 901
Brandenburg Uwe Feiler 334
Bremen Kai Stadie 77
Hamburg Götz T. Wiese 210
Hessen Marco Reuter 1.839
Mecklenburg-Vorpommern Dietrich Monstadt 251
Niedersachsen Holger Bormann 4.641
Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst 6.543
Rheinland-Pfalz Gereon Haumann 796
Saarland Sarah Gillen 349
Sachsen Jan Hippold 461
Sachsen-Anhalt Detlef Gürth 416
Schleswig-Holstein Stefan Lange 522
Thüringen Steffen Peschke 400

Bundesvorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginn Ende Bundesvorsitzende
1956 1970 Kurt Schmücker
1970 1977 Egon Lampersbach
1977 1987 Gerhard Zeitel
1987 1993 Elmar Pieroth
1993 1996 Klaus E. Bregger
1996 1997 Hansjürgen Doss
1997 2005 Peter Rauen
2005 2013 Josef Schlarmann
2013 Carsten Linnemann

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesvorstand. Mittelstands- und Wirtschaftsunion, abgerufen am 28. Februar 2020.
  2. Andreas Mihm: Carsten Linnemann führt künftig den Unions-Wirtschaftsflügel. In: faz.net. 11. Oktober 2013, abgerufen am 11. Dezember 2014.
  3. Mittelstands- und Wirtschaftsunion MIT kürzt Namen online auf www.mit-bund.de, abgerufen am 17. November 2019.
  4. a b Geschichte der MIT (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  5. Parlamentskreis Mittelstand. Aufgabe, Selbstverständnis und Ziele des PKM. In: CDU/CSU Fraktion. Archiviert vom Original am 29. April 2014. Abgerufen am 26. März 2015.
  6. Parlamentskreis Mittelstand (PKM) (Memento vom 12. Januar 2011 im Internet Archive)
  7. Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreise, Kommissionen der CSU (Memento vom 4. September 2011 im Internet Archive)
  8. Auslandsverbände. Abgerufen am 15. März 2021.
  9. Landesverbände. Abgerufen am 23. Juli 2021.
  10. Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (Hrsg.): Veranstaltungsbuch. Geschäftsbericht zum 14. Bundesmittelstandstag am 27. und 28. September 2019. S. 146 (mit-bund.de [PDF]).