Emsa (Haushaltswaren)

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Emsa GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1. April 1949
Sitz Emsdetten, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Klaus Flacke
Max Harrysson
Sebastian Moebus[1]
Mitarbeiter 371 (2013)[2]
Umsatz 77,5 Mio. Euro (2013)[2]
Branche Konsumgüter
Website www.emsa.com

Die Emsa GmbH ist ein Hersteller von Haushaltswaren und Gartenartikeln mit Sitz in Emsdetten, Nordrhein-Westfalen. Geschäftsführer sind Klaus Flacke, Max Harrysson und Sebastian Moebus. Der Umsatz der Emsa GmbH belief sich im Jahr 2013 auf 77,5 Millionen Euro.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptgeschäftsfelder des Unternehmens liegen in den Segmenten Haushalt und Garten. Das Sortiment umfasst insbesondere Isolierkannen und -flaschen, Produkte für den gedeckten Tisch, Küchenhelfer zum Frischhalten, Zubereiten & Backen sowie Gartenartikel wie Pflanzgefäße, Blumengießer bzw. -sprüher und Brunnen.

Neben dem Hauptsitz in Emsdetten hat das Unternehmen Produktionsstandorte in Taicang (China) und Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam). Der weltweite Vertrieb erfolgt in über 80 Länder. Am Standort Emsdetten arbeiten 371 Beschäftigte, davon 27 Auszubildende, in Produktion, Entwicklung und Verwaltung. In China beschäftigt die Emsa GmbH 176, in Vietnam 200 Mitarbeiter.

Im Mai 2016 wurde Emsa durch den französischen Konzern SEB übernommen.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der am 1. April 1949 von Franz Wulf gegründeten „Franz Wulf & Co Plasticwarenfabrik“ in Greven bei Münster. Diese nahm 1953 den Produktionsbetrieb auf. Das erste Produkt der Franz Wulf & Co. Plasticwarenfabrik war ein Schmetterling aus Kunststoff, der als Tropfenfänger für Kaffeekannen verwendet wurde. Neben den Tropfenfängern für Kaffeekannen stellte das Unternehmen in den frühen 50er-Jahren auch von Hand genähte Spritzbeutel mit Metalltüllen und Teigrädchen her.

Am 1. Oktober 1956 zog das Unternehmen in größere Räumlichkeiten nach Emsdetten und nahm Artikel zur Garten- und Blumenpflege in das Sortiment auf.

1958 wurde „EMSA Plastic“ als Warenzeichen eingetragen.[4]

Am 29. Dezember 1964 erfolgte die Umfirmung in Emsa-Werk; die Namensgebung lehnte sich an die Region um Emsdetten und die diese durchfließende Ems an.

Die Produktion wurde in den 1960er und 1970er Jahren auf Planzgefäße, Tisch- und Küchenserien sowie Frischhaltedosen erweitert. 1971 wurde das Firmen-Logo – weißer Schriftzug auf Minuskeln auf einem roten Punkt – eingeführt, welches bis heute als Markenzeichen verwendet wird.[5]

Ab 1982 nahm das Emsa-Werk Kunststoff-Isolierkannen in die Produktion auf. Diese markieren heute eines der größten Geschäftsfelder des Unternehmens. Mit der Quick-Tip-Isolierkanne folgte die zweite Generation der Kunststoff-Isolierkanne im Jahr 1995.

2004 wurde die erste Frischhaltedose mit der so genannten Clip-Deckel-Technologie auf den Markt gebracht. Ab 2011 wurde die Dichtung der Frischhaltedosen direkt in den Deckel eingespritzt.[6] Im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Haltbarkeit von Lebensmitteln konnte durch Experten des Instituts für Nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft (iSuN) der Fachhochschule Münster wissenschaftlich belegt werden, dass unterschiedliche Lebensmittel in Aufbewahrungsbehältern mit eingespritzter Dichtung länger frisch gehalten werden, als in Aufbewahrungsbehältern mit lose einliegender Dichtung.[7] Emsa ist bis heute der einzige Hersteller dieser Technologie.

Das Garten-Sortiment wurde 2008 um handgefertigte Pflanzgefäße und Brunnen aus Fiberglas erweitert, die seither unter der Marke Esteras vertrieben werden. 2009 feierte das Unternehmen sein 60-jähriges Firmenjubiläum.

Unter anderem für die Weiterentwicklung der Produkte mit Clip-Deckel-Technologie investierte Emsa zwischen 2008 und 2012 am Standort Emsdetten einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Herstellungsverfahren.[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiederholt wurden Emsa-Produkte in der Kategorie „Product Design“ mit dem international anerkannten Red Dot Award ausgezeichnet.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum
  2. a b Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013. Bundesanzeiger, 16. März 2015, abgerufen am 28. Mai 2015.
  3. http://www.mv-online.de/lokales/emsdetten_artikel,-Franzoesische-SEB-Gruppe-kauft-Emsa-_arid,592641.html MV-online, 18. Mai 2016, abgerufen am 23. Mai 2016.
  4. Jörg Bohn: EMSA-Plastic. Wirtschaftswundermuseum, 1. Oktober 2012, abgerufen am 29. Mai 2015.
  5. Emsa GmbH (Registernummer: 30072200). Deutsches Patent- und Markenamt, abgerufen am 29. Mai 2015.
  6. Deckel für einen Aufbewahrungsbehälter (VÖ-Nr. DE20320088 U1). Deutsches Patent- und Markenamt, 12. Mai 2005, abgerufen am 25. Juni 2015.
  7. Fritz Titgemeyer, Professor für Lebensmittel-Mikrobiologie an der Fachhochschule Münster, Fachbereich Oecotrophologie (Hrsg.): Benchmarking von Frischhalteboxen, 2012.
  8. Deutscher Fachverlag GmbH (Hrsg.): „Alles so schön bunt hier“ In: LZ Nonfood Trends, Ausgabe 1/2012 , S. 42/43.
  9. Preisträger Product Design. red-dot.de, abgerufen am 11. Juni 2015.