Emsa (Haushaltswaren)

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Emsa GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1. April 1949
Sitz Emsdetten, NRW, Deutschland
Leitung Günter Nosthoff
Mitarbeiter 371 (2013)[1]
Umsatz 77,5 Millionen Euro (2013)[1]
Branche Konsumgüter
Website www.emsa.com

Die Emsa GmbH ist ein Hersteller von Haushaltswaren und Gartenartikeln mit Sitz in Emsdetten, Nordrhein-Westfalen. Geschäftsführer ist Günter Nosthoff. Der Umsatz der Emsa GmbH belief sich im Jahr 2013 auf 77,5 Millionen Euro.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Hauptgeschäftsfelder des Unternehmens liegen in den Segmenten Haushalt und Garten. Das Sortiment umfasst insbesondere Isolierkannen und -flaschen, Produkte für den gedeckten Tisch, Küchenhelfer zum Frischhalten, Zubereiten & Backen sowie Gartenartikel wie Pflanzgefäße, Blumengießer bzw. -sprüher und Brunnen.

Neben dem Hauptsitz in Emsdetten hat das Unternehmen Produktionsstandorte in Taicang (China) und Ho Chi Minh Stadt (Vietnam). Der weltweite Vertrieb erfolgt in über 80 Länder. Am Standort Emsdetten arbeiten 371 Beschäftigte, davon 27 Auszubildende, in Produktion, Entwicklung und Verwaltung. In China beschäftigt die Emsa GmbH 176, in Vietnam 200 Mitarbeiter.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der am 1. April 1949 von Franz Wulf gegründeten „Franz Wulf & Co Plasticwarenfabrik" in Greven bei Münster. Diese nahm 1953 den Produktionsbetrieb auf. Das erste Produkt der Franz Wulf & Co. Plasticwarenfabrik war ein Schmetterling aus Kunststoff, der als Tropfenfänger für Kaffeekannen verwendet wurde. Neben den Tropfenfängern für Kaffeekannen stellte das Unternehmen in den frühen 50er-Jahren auch von Hand genähte Spritzbeutel mit Metalltüllen und Teigrädchen her.

Am 1. Oktober 1956 zog das Unternehmen in größere Räumlichkeiten nach Emsdetten und nahm Artikel zur Garten- und Blumenpflege in das Sortiment auf.

1958 wurde „EMSA Plastic“ als Warenzeichen eingetragen.[2]

Am 29. Dezember 1964 erfolgte die Umfirmung in Emsa-Werk; die Namensgebung lehnte sich an die Region um Emsdetten und die diese durchfließende Ems an.

Die Produktion wurde in den 60er und 70er Jahren auf Planzgefäße, Tisch- und Küchenserien sowie Frischhaltedosen erweitert. 1971 wurde das Firmen-Logo – weißer Schriftzug auf Minuskeln auf einem roten Punkt – eingeführt, welches bis heute als Markenzeichen verwendet wird.[3]

Ab 1982 nahm das EMSA-Werk Kunststoff-Isolierkannen in die Produktion auf. Diese markieren heute eines der größten Geschäftsfelder des Unternehmens. Mit der Quick-Tip-Isolierkanne folgte die zweite Generation der Kunststoff-Isolierkanne im Jahr 1995.

2004 wurde die erste Frischhaltedose mit der so genannten Clip-Deckel-Technologie auf den Markt gebracht. Ab 2011 wurde die Dichtung der Frischhaltedosen direkt in den Deckel eingespritzt.[4] Im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Haltbarkeit von Lebensmitteln konnte durch Experten des Instituts für Nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft (iSuN) der Fachhochschule Münster wissenschaftlich belegt werden, dass unterschiedliche Lebensmittel in Aufbewahrungsbehältern mit eingespritzter Dichtung länger frisch gehalten werden, als in Aufbewahrungsbehältern mit lose einliegender Dichtung.[5] EMSA ist bis heute der einzige Hersteller dieser Technologie. Alle Frischhaltedosen, in denen diese eingesetzt wird, wurden darüber hinaus mit der Baby Care Norm für Babyprodukte (DIN EN 14350-2[6]) zertifiziert.[7]

Das Garten-Sortiment wurde 2008 um handgefertigte Pflanzgefäße und Brunnen aus Fiberglas-Material erweitert, die seither unter der Marke ESTERAS vertrieben werden. 2009 feierte das Unternehmen sein 60-jähriges Firmenjubiläum.

Unter anderem für die Weiterentwicklung der Produkte mit Clip-Deckel-Technologie investierte Emsa zwischen 2008 und 2012 am Standort Emsdetten einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Herstellungsverfahren.[8]

Initiative zur Lagerung von Lebensmitteln[Bearbeiten]

Laut einer gemeinsamen Untersuchung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft entstehen pro Haushalt im Schnitt jährlich bis zu 60 Kilogramm vermeidbare und teilweise vermeidbare Lebensmittelabfälle, die auf falsche Lagerung zurückzuführen sind.[9]

Im Jahr 2013 hat die Emsa GmbH deshalb unter dem Titel „Mission Frische“ eine Initiative zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln ins Leben gerufen, die das Ziel verfolgt, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren und über die richtige Frischhaltung von Lebensmitteln aufzuklären. Als prominenter Botschafter konnte Ernährungscoach Christian Rach gewonnen werden.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Wiederholt wurden Emsa-Produkte in der Kategorie „Product Design“ mit dem international anerkannten Red Dot Award ausgezeichnet.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b bundesanzeiger.de Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013. In: Emsa GmbH Emsdetten. Bundesanzeiger, 16. März 2015, abgerufen am 28. Mai 2015.
  2. wirtschaftswundermuseum.de EMSA-Plastic. Jörg Bohn / VG Wort Wissenschaft, 1. Oktober 2012, abgerufen am 29. Mai 2015.
  3. register.dpma.de Emsa GmbH (Registernummer: 30072200). Deutsches Patent- und Markenamt, abgerufen am 29. Mai 2015.
  4. register.dpma.de Deckel für einen Aufbewahrungsbehälter (VÖ-Nr. DE20320088 U1). Deutsches Patent- und Markenamt, 12. Mai 2005, abgerufen am 25. Juni 2015.
  5. Prof. Dr. Fritz Titgemeyer, Professor für Lebensmittel-Mikrobiologie an der Fachhochschule Münster, Fachbereich Oecotrophologie (Hrsg.): Benchmarking von Frischhalteboxen, 2012.
  6. nasg.din.de Artikel für Säuglinge und Kleinkinder (DIN EN 14350-2). Normenausschuss Sicherheitstechnische Grundsätze (NASG), November 2014, abgerufen am 31. Juli 2015.
  7. Öko-Test-Verlag GmbH, Frankfurt am Main (Hrsg.): Produkte "Made in Germany" In: Öko-Test, Ausgabe 3/2014.
  8. Deutscher Fachverlag GmbH (Hrsg.): "Alles so schön bunt hier" In: LZ Nonfood Trends, Ausgabe 1/2012 , S. 42/43.
  9. bmel.de Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland, S. 147 (PDF; 6,3 MB). Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, März 2013, abgerufen am 10. August 2015.
  10. red-dot.de Preisträger Product Design. Abgerufen am 11. Juni 2015.