End of Watch

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Filmdaten
Deutscher Titel End of Watch
Originaltitel End of Watch
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch, Spanisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 109 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
JMK 16[2]
Stab
Regie David Ayer
Drehbuch David Ayer
Produktion John Lesher
David Ayer
Nigel Sinclair
Matt Jackson
Musik David Sardy
Kamera Roman Vasyanov
Schnitt Dody Dorn
Besetzung

End of Watch ist ein US-amerikanischer Film des Regisseurs David Ayer aus dem Jahr 2012. Der Film wurde am 8. September 2012 beim Toronto International Film Festival uraufgeführt[3] und am 21. September 2012 von Open Road Films in den Vereinigten Staaten veröffentlicht.[4][5] Er lief ab 20. Dezember 2012 im Verleih der Tobis Film in Deutschland an.[6]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film beginnt mit einer Verfolgungsjagd mit anschließendem Schusswechsel in South Central Los Angeles. Die beiden beteiligten Polizisten, die Officers Brian Taylor und Miguel Zavala, sind eng befreundete Partner beim Los Angeles Police Department. Taylor, ein ehemaliger U.S. Marine, filmt ihren Alltag zum Missfallen seiner Kollegen und Vorgesetzten für ein Studienprojekt.

Die Gegend ist in heftige Bandenfehden zwischen mexikanischen und afroamerikanischen Gangs verwickelt, wobei die Polizisten zwischen die Fronten geraten. Später bearbeiten die beiden Officers einen Fall von Ruhestörung. Dort angelangt treffen sie auf einen Afroamerikaner namens Tre. Er beschimpft den Mexikaner Zavala mit rassistischen Äußerungen, woraufhin sich beide auf einen Faustkampf einigen. Zavala gewinnt den Kampf und verhaftet Tre, gewinnt aber gleichzeitig dessen Respekt, da er diesen Kampf, wie verabredet, nicht in seinem Bericht erwähnt. In derselben Nacht werden Tre und seine Freunde von einer Gruppe Latinos, Mitgliedern einer Gang (Sureños), attackiert. Ein Freund von Tre wird dabei getötet. Am nächsten Tag werden die Polizisten zu einem ausgebrannten Fahrzeug gerufen. Es handelt sich um das Fahrzeug, das während des Drive-by-Shootings gefahren wurde. Beide werden von den in der Zwischenzeit eingetroffenen Detectives der Mordkommission vom Fundort weg befohlen. Danach kümmern sich die beiden um den Anruf einer besorgten Mutter, die ihre Kinder vermisst. Die Kinder finden sie jedoch im Haus der drogensüchtigen Mutter, mit Klebeband gefesselt und geknebelt. Einige Tage später folgen die beiden einem Verdacht und beobachten ein Haus, in dem die Mutter des Anführers einer Latino-Gang wohnt. Die beiden Officers verfolgen danach einen Pickup, der das Haus der Mutter besucht hat, und halten ihn an. Während der Kontrolle zieht der Fahrer eine Pistole und schießt auf Zavala, verfehlt ihn aber. Die Polizisten können den Täter überwältigen und beschlagnahmen einige mit Gold verzierte Gewehre und mehrere Geldbündel, welches sie im Wagen des Fahrers vorfinden.

Ein paar Tage später retten die beiden Officers zwei Kinder aus einem brennenden Haus. Sie selbst kommen bei der Rettungsaktion in Lebensgefahr. Sie werden belobigt und ihnen wird eine Medaille (Medal of Valor) für ihren Mut verliehen. Taylor überzeugt Zavala, mehr über die Hintergründe des festgenommenen Pickup-Fahrers herauszufinden. Sie fahren zu einem Haus, dessen Adresse Taylor aus dem Handy des Pickup-Fahrers in Erfahrung bringen konnte. Im Haus verhaften sie einen Mexikaner, der eine provisorische Zelle bewacht. Offensichtlich liegt ein Fall von Menschenhandel vor. Plötzlich erscheinen schwerbewaffnete Agenten der Grenzkontrollbehörde United States Immigration and Customs Enforcement (ICE) und übernehmen die weiteren Ermittlungen. Ein Agent informiert Taylor und Zavala, dass das Haus mit dem mexikanischen Sinaloa-Kartell in Verbindung gebracht wird und empfiehlt ihnen dringend, sich bedeckt zu halten, da sie ansonsten mit Vergeltungsmaßnahmen rechnen müssten.

Zavalas Ehefrau Gabby bringt ihr erstes Kind zur Welt. In einer Nacht empfangen die beiden einen „Officer-braucht-Hilfe“-Funkspruch von Sook, Van Hausers Partnerin, die sich in ihrer Probezeit befindet. Sofort suchen sie den Tatort auf und finden Van Hauser zwar lebend, aber mit einem Messer in seinem rechten Auge vor. Er zeigt auf die nahegelegene Gasse, in der Sook gerade brutal zusammengeschlagen wird. Taylor entscheidet sich, den Täter zu verhaften, anstatt ihn zu erschießen. Während die Opfer von der Ambulanz versorgt werden, wird ihnen bewusst, dass Van Hauser nicht zurückkehren und Sook die Polizei verlassen wird.

Taylor heiratet seine Verlobte Janet. Auf der Hochzeit erzählt „Sarge“, vorgesetzter Sergeant von Taylor und Zavala, in betrunkenem Zustand von seinem getöteten Partner, der sich in eine herannahende Kugel geworfen habe, um ihn zu schützen. Danach erklärt Zavala Taylor, dass er sich um Janet kümmern werde, falls Taylor etwas zustoßen sollte. Am nächsten Tag arbeiten die beiden einen Routinefall ab: Eine Frau macht sich Sorgen um ihre ältere Mutter. Nachdem ihnen niemand die Tür öffnet, tritt Zavala die Tür ein. Sie finden im Haus Drogen, zerstückelte Leichen und eine Nachricht vom Drogenkartell vor.

Das ICE zeichnet in der Zwischenzeit ein Überwachungsvideo auf, in dem ein Mitglied des Drogenkartells die Ermordung der beiden Officers anordnet. Die Gang, die das Drive-by-Shooting am Anfang durchgeführt hat, plant die Ermordung der beiden Polizisten. Tre warnt Taylor und Zavala, es gebe Gerüchte, dass die beiden auf der Todesliste des Kartells stehen. Beide schenken dieser Warnung jedoch keine weitere Beachtung.

Kurz nach der Hochzeit wird Janet schwanger. In einer weiteren Nacht verfolgen die beiden Officers einen rücksichtslosen Fahrer in ein Hochhaus. Dort erwartet sie ein Hinterhalt der schwerbewaffneten Latino-Gang (Sureños). Taylor wird in die Hand geschossen und sein Funkgerät wird zerstört. Beide suchen Zuflucht in einem Appartement. Taylor sieht keine andere Möglichkeit, als sich den Fluchtweg freizuschießen. Beide kämpfen sich ihren Weg in eine angrenzende Gasse, in der sie beschossen werden. Taylor wird dabei scheinbar tödlich in die Brust getroffen. In dem Moment, als Zavala seinem Partner verzweifelt Beistand leistet, kommen die Gangmitglieder und erschießen Zavala von hinten. Schlussendlich erreicht die angeforderte Verstärkung den Tatort und tötet die Gangmitglieder, da diese sich nicht ergeben wollten.

Bei der Beisetzung wird offensichtlich, dass Taylor überlebt hat, weil Zavala ihn mit seinem Körper vor den Salven der Gangster beschützt hat. Taylor fällt es schwer, eine Trauerrede zu halten, denn zu schmerzlich ist der Verlust seines Partners. So sagt er nur die Worte: „Er war mein Bruder.“

Abschließend wird eine Szene gezeigt, die am Tag der Ermordung Zavalas aufgenommen wurde. Zavala erzählt, wie er Gabbys Eltern unfreiwillig beim Sex zuhören musste, während er unter ihrem Bett lag. Die beiden Polizisten lachen herzlich und erhalten einen Funkspruch und machen sich auf, um „Verbrecher zu fangen“.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

David Ayer schrieb das Drehbuch zu End of Watch Ende 2010 innerhalb von sechs Tagen. Gyllenhaal und Peña bereiteten sich fünf Monate lang als Beifahrer in Polizeiwagen, mit Schusswaffentraining und Kampfsport auf die Dreharbeiten vor. Der Film wurde im Sommer 2011 an 22 Tagen in South Central Los Angeles gedreht.[7] Er wurde teilweise im Found-Footage-Stil aufgenommen.[8] Die Produktionskosten des Films beliefen sich auf sieben Millionen US-Dollar.[9]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von der Kritik überwiegend positiv aufgenommen. Gelobt wurde insbesondere die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal und Michael Peña.[10][11] Der Film erhielt beim 8. Zurich Film Festival eine besondere Erwähnung für sein Darstellerensemble.[12] Er hat am Wettbewerb um den „The Best Film Award“ beim 56. BFI London Film Festival teilgenommen.[13] End of Watch war in zwei Kategorien für den „Independent Spirit Award“ 2013 nominiert: Michael Peña als bester Nebendarsteller[14] und Roman Vasyanov für die beste Kameraführung.[15] Das National Board of Review zählt End of Watch zu den zehn besten Independentfilmen des Jahres 2012.[16] Jake Gyllenhaal wurde für seine Darstellung des Officer Taylor für einen Critics' Choice Award als bester Schauspieler in einem Actionfilm nominiert.[17]

Einspielergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

End of Watch spielte an seinem Startwochenende in den USA 13,2 Mio. US-Dollar ein und belegte Platz 1 der amerikanischen Kinocharts. Das gesamte Einspielergebnis in den USA belief sich auf 41,0 Mio. US-Dollar.[18]

In Deutschland erreichte der Film an seinem Eröffnungswochenende 52.675 Zuschauer[19] und ein Einspielergebnis von 416.221 Euro.[20] End of Watch belegte damit Platz 9 der deutschen Kinocharts. In Deutschland sahen insgesamt 190.491 Zuschauer den Film im Kino.[21]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für End of Watch. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, August 2012 (PDF; Prüf­nummer: 134 357 K).
  2. Alterskennzeichnung für End of Watch. Jugendmedien­kommission.
  3. End of Watch beim Toronto International Film Festival 2012
  4. Open Road Films
  5. Variety: Starttermin von End of Watch in den USA vom 28. September auf den 21. September 2012 vorverlegt.
  6. Tobis: End of Watch
  7. New York Times: Cops Under the Palms: A Director’s Obsession
  8. International Cinematographers Guild (ICG) Magazine: Bad Boyz
  9. New York Times: A Big Party for a Not-So-Big Film
  10. Rotten Tomatoes: End of Watch
  11. Metacritic: End of Watch
  12. 8. Zurich Film Festival: Preise an Großbritannien, USA, Deutschland und Österreich
  13. 56th BFI London Film Festival: „The Best Film Award“ - Official Competition
  14. Independent Spirit Award: Nominations: Best Supporting Male
  15. Independent Spirit Award: Nominations: Best Cinematography
  16. National Board of Review: 2012 NBR Awards Announced
  17. Broadcast Film Critics Association (BFCA): Critics’ Choice Movie Awards 2013
  18. Box Office Mojo: End of Watch
  19. Filmstarts: Kino-Charts Deutschland 20.-23. Dezember 2012
  20. Box Office Mojo: Germany Box Office, December 20–23, 2012
  21. InsideKino: 2012 veröffentlichte Filme mit mehr als 100.000 Zuschauern