Erika Freeman

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Erika Padan Freeman (geboren als Erika Polesciuk am 2. Juli 1927 in Wien) ist eine US-amerikanische Psychoanalytikerin österreichischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erika Polesciuk wurde als Zwölfjährige im Februar 1940 vor der deutschen Judenverfolgung nach London in Sicherheit gebracht und gelangte mit einem Affidavit zu entfernten Verwandten in die USA. Ihre Mutter überlebte die Judenverfolgung in Wien im Versteck, starb aber 1945 bei einem alliierten Luftangriff. Ihr Vater war Sozialdemokrat und konnte aus dem KZ Theresienstadt nach Schweden fliehen. Er erfuhr erst Mitte der 1950er Jahre, dass die Tochter überlebt hatte.

Sie studierte Psychologie an der Columbia University, wo der aus Wien geflohene Psychoanalytiker und Freudschüler Theodor Reik einer ihrer Lehrer war. Sie wurde mit einer Dissertation über die Stellung der Familie im Kibbutz promoviert. Ihre Tante, die Zionistin Ruth Klüger-Aliav, half ihr bei ihrem beruflichen Start in New York. Polesciuk hebräisierte ihren Namen zu Padan und heiratete 1955 den Maler Paul K. Freeman (1929–1980). Padan Freeman behandelte in ihrer psychologischen Praxis einige Größen der Filmbranche aus den 1960er und 1970er Jahren und war mit Liv Ullmann befreundet. Mit Reik veröffentlichte sie einen Band mit Gesprächsprotokollen über die Psychoanalyse.

Für das österreichische Erinnerungsprojekt A Letter To The Stars fuhr Freeman seit 2007 immer wieder nach Österreich und setzte sich als Zeitzeugin gegen das Vergessen ein.

Padan Freeman erhielt 2017 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erika Freeman Padan: Psychological study of a family in a kibbutz in Israel. Dissertation Columbia University, 1964 Microfilm
  • Erika Freeman: Insights; conversations with Theodor Reik. Englewood Cliffs, N.J. : Prentice-Hall, 1971

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]