Ernst Hannawald

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ernst Hannawald (* 20. Oktober 1959 in Stephanskirchen-Haidholzen) ist ein deutscher Schauspieler und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wurde im Alter von 17 Jahren von Wolfgang Petersen für dessen Film Die Konsequenz entdeckt. Das homosexuelle Liebesdrama sorgte 1977 für einen Skandal, weil der Bayerische Rundfunk die Ausstrahlung während der Sendung abschaltete. Hannawald spielte weiter vorwiegend in sozialkritischen Filmen und drehte unter anderem mit Gérard Depardieu und Marcello Mastroianni.

Bundesweit bekannt wurde Ernst Hannawald durch die Serie Zeit genug mit Toni Berger. In den Serien Irgendwie und Sowieso und Zur Freiheit von Franz Xaver Bogner spielte er ebenfalls mit.

Hannawald verschuldete 1986 einen Autounfall auf der Münchner Leopoldstraße, bei dem seine damalige Verlobte Lucie und zwei Freunde ums Leben kamen. Er selbst wurde bei dem Unfall schwer verletzt und lag im Koma.

Zur Finanzierung seiner Kokainsucht überfiel er 1998 eine Bank und eine Postfiliale. Dafür wurde er zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.[1] Im August 2000 wurde er wegen guter Führung vorzeitig entlassen. In seiner Haftzeit schrieb er sein autobiographisches Buch Das Leben ist kein Film. Nach der Gefängnisstrafe hatte er mehrere Gastauftritte in Fernsehserien.

2007 spielte er, neben Manuel Cortez und Julia Heinze, eine Hauptrolle in dem Kinofilm Das sardonische Lächeln.[2] (Kamera: Rodger Hinrichs, Buch und Regie: Tilo Koch) Unter der Regie von Ed Herzog spielte Ernst Hannawald im Herbst 2013, an der Seite von Sebastian Bezzel und Simon Schwarz, eine Hauptrolle in der Kriminalkomödie Dampfnudelblues. Danach wirkte Hannawald in einer Folge der Krimiserie München 7 (2015) mit, erneut mit Franz Xaver Bogner als Regisseur.

Autobiografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Das Leben ist kein Film[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. berliner-zeitung.de Hannawald zu fünf Jahren Haft verurteilt. Richter geht von verminderter Schuldfähigkeit des Angeklagten aus
  2. a b Das sardonische Lächeln. Abgerufen am 22. Januar 2018.
  3. Hannawald, Ernst.: Das Leben ist kein Film : Autobiographie. 1. Aufl. Giger, Altendorf 2002, ISBN 978-3-9521952-5-3.
  4. Der Fahnder (TV Series 1984–2005). Abgerufen am 22. Januar 2018.