Essigsäuremethylester

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Strukturformel
Strukturformel von Methylacetat
Allgemeines
Name Essigsäuremethylester
Andere Namen
  • Ethansäuremethylester
  • Methylacetat
  • Methylethanoat
Summenformel C3H6O2
CAS-Nummer 79-20-9
PubChem 6584
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit fruchtigem Geruch [1]

Eigenschaften
Molare Masse 74,08 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,93 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

−99 °C [1]

Siedepunkt

57 °C [1]

Dampfdruck

228 hPa (20 °C) [1]

Löslichkeit

leicht in Wasser (240–250 g·l−1 bei 20 °C) [1]

Brechungsindex

1,3614 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[3], ggf. erweitert[1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225​‐​319​‐​336
EUH: 066
P: 210​‐​233​‐​305+351+338 [1]
MAK

DFG/Schweiz: 100 ml·m−3 bzw. 310 mg·m−3[1][4]

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−445,9 kJ/mol[5]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Essigsäuremethylester ist der Ester aus Essigsäure und Methanol. Er wird auch Methylacetat oder nach der neuen IUPAC-Nomenklatur Methylethanoat genannt.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essigsäuremethylester ist eine farblose Flüssigkeit mit hohem Dampfdruck und niedrigem Flammpunkt (−13 °C).[1] Daher ist beim Umgang und Verwendung von Essigsäuremethylester vor allem auf gute Belüftung und das Vermeiden von Zündquellen zu achten. Methylacetat ist in Wasser gut löslich mit 240 bis 250 g/l bei 20 °C.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herstellung erfolgt durch säurekatalysierte Veresterung von Essigsäure mit Methanol:

Durch die Abtrennung des entstehenden Wassers wird obiges Gleichgewicht auf die Produkteseite verlagert (siehe auch Massenwirkungsgesetz).

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essigsäuremethylester wird als Lösungsmittel in z. B. Farben, Lacken und Klebstoffen eingesetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Eintrag zu Methylacetat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 18. Februar 2017 (JavaScript erforderlich).
  2. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-334.
  3. Eintrag zu Methyl acetate im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA): Grenzwerte am Arbeitsplatz 2015 – MAK-Werte, BAT-Werte, Grenzwerte für physikalische Einwirkungen, abgerufen am 2. November 2015.
  5. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-24.