Esther Kuhn

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Esther Maria Charlotte Kuhn (* 2. Juni 1980[1] in Salzburg) ist eine österreichische Schauspielerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esther Kuhn wuchs in Deutschland, Österreich und Italien auf. Ihre Kindergartenjahre verbrachte sie in Bonn am Rhein. Die Schule besuchte sie hauptsächlich in Tirol.

Das erste Mal stand Esther Kuhn mit fünf Jahren auf der Bühne, wo sie in Cesar Bresgens „Der verlorene Sohn“ mitspielte. Während ihrer Gymnasialzeit in Innsbruck stand sie für Der Bergdoktor[2] das erste Mal vor der Filmkamera.

Nach der Matura zog sie nach Paris und schrieb sich kurz darauf an der Universität Wien für Theater- und Filmwissenschaften sowie Publizistik und Kommunikationswissenschaften ein. Sie diplomierte drei Jahre später mit Auszeichnung und Studienverkürzung und begann an der Hochschule für Musik und Theater München Theaterakademie August Everding[3] Schauspiel zu studieren. Während des Studiums wurde sie ans Münchner Volkstheater und ans Bayerische Staatsschauspiel engagiert.

Nach Abschluss des Schauspielstudiums trat Kuhn am Stadttheater Regensburg ein Fixengagement an. Sie spielte u. a. Gabriel Baryllis „Honigmond“, Kleists „Penthesilea“, die Dorothy im Zauberer von Oz. Sie drehte an der Seite von Gisela Schneeberger, Peter Simonischek und Gerhard Polt.[4] 2009 ging sie nach New York, um mit Susan Batson zu arbeiten.

2010 kam Kuhn nach Europa zurück, spielte die Hauptrolle in Theo van Goghs Das Interview[5] am Stadttheater Fürth und drehte u. a. den Film Kasimir und Karoline, eine Literaturverfilmung, die zahlreiche Auszeichnungen erhielt, vor allem für die Schauspielleistung. Es folgten Theaterengagements am Metropoltheater (München),[6] an der Landesbühne Rheinland-Pfalz, am Prinzregententheater München sowie Fernsehengagements für die Reihe Tatort, Um Himmels Willen,[3] Die Rosenheim-Cops, Familie Dr. Kleist, Dahoam is Dahoam u. a.

2015 verbrachte sie einige Zeit in Los Angeles, um dort mit Ivana Chubbuck zusammenzuarbeiten. 2016 kam sie an der Seite von Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht und Elyas M'Barek in Simon Verhoevens Komödie Willkommen bei den Hartmanns als Clarissa in die Kinos.

Esther Kuhn spielte an der Komödie im Bayrischen Hof in München Mirandolina an der Seite von Mariella Ahrens und Hinterm Horizont, dann links an der Seite von Horst Janson. 2019 arbeitete sie erstmals mit Studenten-Oscar-Preisträger Alex Schaad zusammen. Des Weiteren stand sie 2019 erneut für Simon Verhoeven vor der Kamera. In seinem neuen Film Nightlife spielte sie an der Seite von Nicholas Ofczarek die Rolle der Bernadette Kempe.

2020 erhielt Esther Kuhn den Grimme-Preis für The Love Europe Project, ein Episodenfilm von Produzentin Gabriela Sperl.

Kuhn arbeitet auch als Model. Ihre erste Laufsteg-Fashion-Show lief sie im Alter von 14 Jahren. Seitdem hatte sie über 200 Auftritte, unter anderem für Gerry Weber, Marc O'Polo, Oui Fashion und Lola Paltinger.

Esther Kuhn lebt mit ihrer Familie in München.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019: Hinterm Horizont, dann links – Komödie im Bayrischen Hof
  • 2017–2018: Mirandolina – Rolle: Ortensia, (Goldoni), Regie: Thomas Pekny, Komödie im Bayrischen Hof
  • 2015: Kabale und Liebe – Rolle: Lady Mildford, (Friedrich Schiller), Regie: Rolf Heiermann, Landesbühne Rheinland-Pfalz[7]
  • 2015–2018: Die Furien – Rolle: Uschi, Regie: Jochen Schölch, Metropol Theater München[6]
  • 2014: Marilyn – Solo-Stück, Regie: Miriam Gniwotta, Pasinger Fabrik[8]
  • 2014: An die Völker – szenische Lesung mit Orchester, Regie: Alois Schöpf, Hofburg Innsbruck
  • 2013: Drei Mörder im Doppelbett (by Bobrick/Clark), Rolle: Anette Kringel, Regie: Miriam Gniwotta, Blutenburg-Theater München
  • 2010–2012: Das Interview (Theo van Gogh), Rolle: Katja, Regie: Intendant Werner Müller, Stadttheater Fürth, Einladung zu den Bayrischen Theatertagen 2011
  • 2008: Laura und Lotte (Peter Shaffer) Rolle: Miss Framer, Regie: Achim Conrad, Theater Regensburg
  • 2007: Der Zauberer von Oz (nach Frank L. Baum) – Rolle: Dorothy, Regie: Petra Wüllenweber, Theater Regensburg[9]
  • 2007: Penthesilea (Heinrich v. Kleist), Regie: Petra Wüllenweber, Theater Regensburg, Einladung zu den Bayrischen Theatertagen 2008
  • 2006: Honigmond (Gabriel Barylli) – Rolle: Christine Kowalsky, Regie: Lars Helmer, Theater Regensburg[10]
  • 2006: Die kleine Hexe (Otfried Preußler) Regie: Petra Wüllenweber, Theater Regensburg
  • 2005–2006: Genua 01 (Fausto Paravidino) Hauptrolle, Regie: Alexander May, Bayerisches Staatsschauspiel
  • 2005: Hamlet oder nicht Hamlet (nach William Shakespeare) Rolle: Gertrud, Regie: Jochen Schölch, Akademietheater München und The Globe Theater Neuss[11]
  • 2005: Platonow (Anton Tschechow) – Rolle: Anna Petrovna, Regie: Korbinian Deller, Akademietheater München
  • 2004: Kasimir und Karoline (Ödön von Horváth), Rolle: Maria, Regie: Florian Fiedler, Münchner Volkstheater
  • 2004: Fräulein Julie (Strindberg) – Rolle: Fräulein Julie, Regie: Jochen Schölch
  • 2004: Gespenster (Henrik Ibsen) – Rolle: Regine, Regie: Balasz Varnai, München
  • 1996–1997: Bauerntheater (Franz Xaver Kroetz) – Rolle: Meli, Regie: Walter Sachers, Provinztheater Innsbruck

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kuhn, Esther. Abgerufen am 29. Juli 2020., auf zav.arbeitsagentur.de
  2. a b c d e f Esther Kuhn. In: IMDb. Abgerufen am 24. Oktober 2016.
  3. a b Esther Kuhn: Drei Heiratsanträge ausgeschlagen. (Nicht mehr online verfügbar.) vip.de, archiviert vom Original am 25. Oktober 2016; abgerufen am 24. Oktober 2016.
  4. a b Esther Kuhn. In: filmstarts.de. Abgerufen am 24. Oktober 2016.
  5. Matthias Boll: Blondine kontra Kriegsreporter. In: nordbayern.de. Abgerufen am 24. Oktober 2016.
  6. a b Die Furien. In: metropoltheater.com. Abgerufen am 29. Juli 2020.
  7. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: Schillers Jugenddrama "Kabale und Liebe" in Crailsheim. In: swp.de. 25. Februar 2015 (swp.de [abgerufen am 24. Oktober 2016]).
  8. Esther Kuhn als Marilyn Monroe im Kunstforum Arabellapark - Über Leben, Liebe und Ängste. In: www.wochenanzeiger.de. Abgerufen am 24. Oktober 2016.
  9. Erinnerungen an die HHGS - Geniale Hexerei - Traumhafter "Zauberer von Oz" im Velodrom. In: www.hhgs-erinnerungen.de. Abgerufen am 24. Oktober 2016.
  10. Medienhaus Der Neue Tag: Komödie "Honigmond" begeistert bei der Premiere im Regensburger Turmtheater: Drei Frauen und die Männer. In: onetz.de. (onetz.de [abgerufen am 24. Oktober 2016]).
  11. RP ONLINE: Feuilleton: Ein packender Hamlet. In: RP ONLINE. Abgerufen am 24. Oktober 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]