Familie Braun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
OriginaltitelFamilie Braun
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr2016
Produktions-
unternehmen
Polyphon
Länge3 bis 7 Minuten, gesamt ca. 42 Minuten
Episoden8 in 1 Staffel
GenreDramedy
TitelmusikMarti Fischer und Max Krüger - Hitler im Hirn
RegieMaurice Hübner
DrehbuchManuel Meimberg
ProduktionChristoph Bicker,
Beatrice Kramm,
Uwe Urbas
MusikMarti Fischer,
Max Krüger,
Maik Oehme,
Jool
KameraJulia Hönemann
Erstausstrahlung12. Februar 2016 auf ZDF
Besetzung

Hauptdarsteller:

Nebendarsteller:

Familie Braun ist eine Dramedy-Serie über zwei Neonazis, die sich plötzlich um die sechsjährige schwarze Tochter des einen kümmern müssen. Die aus acht jeweils wenige Minuten dauernden Folgen bestehende Serie wurde vorab bei YouTube gezeigt und wurde erstmals ab dem 12. Februar 2016 im Rahmen der Reihe Das kleine Fernsehspiel im ZDF ausgestrahlt. Zu Sendestart waren alle Folgen bereits in der Mediathek des Senders abrufbar.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas und Kai sind zwei junge Neonazis, die gemeinsam eine Plattenbauwohnung in Berlin bewohnen. Eines Tages steht eine junge Frau aus Eritrea vor der Tür, mit der Thomas 2009 einen One Night Stand hatte. Das Ergebnis dieser Nacht ist die sechsjährige Lara. Thomas soll sich von nun an um Lara kümmern, denn die Frau soll abgeschoben werden.

Während Thomas eher ratlos ist, will Kai mit dem schwarzen Mädchen nichts zu tun haben. Er will sie unter allen Umständen wieder loswerden, was jedoch nicht gelingt. Mit der Zeit wächst Thomas in seine Vaterrolle hinein und hinterfragt zunehmend seine bisherige Gesinnung. Dadurch gerät er wiederholt mit seinem Mitbewohner aneinander. Schließlich trennen sich die Wege der beiden, Thomas und Lara ziehen aus und Kai muss sich einen neuen Mitbewohner suchen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henryk M. Broder schreibt in der Welt, die Serie sei für das ZDF überraschend giftig, und meint, dem Sender sei „ein großer Wurf gelungen, abseits der grausamen Biederkeit, welche die Produktionen des Senders sonst“ auszeichnet. Die Serie habe das Zeug zu einem Hit.[1] Dagegen hält Heike Kunert in der Zeit die Serie für „gehörig schiefgegangen“. Die Dialoge seien „an Plattheit kaum zu überbieten“ und, wenn die Macher die Absicht gehabt hätten, wachzurütteln, sei dies „gründlich misslungen“.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henryk M. Broder: Wo das Negerkind unterm Hitlerbild aufwächst, Kritik auf welt.de, abgerufen am 15. Februar 2016
  2. Heike Kunert: Zu Hause bei den Führers, Kritik auf zeit.de, abgerufen am 15. Februar 2016
  3. derStandard.at - Romy-Akademiepreise: ATV und Puls 4 teilen sich die beste Programmidee. Artikel vom 15. April 2016, abgerufen am 15. April 2016.
  4. ZDF-Produktion "Familie Braun" mit Akademie-Romy ausgezeichnet auf Presseportal.de vom 15. April 2016; abgerufen am 15. April 2016
  5. Emmy für „Familie Braun“. In: Süddeutsche Zeitung. 21. November 2017; abgerufen am 21. November 2017.