Familie Braun

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Dieser Artikel beschreibt die erstmals 2016 ausgestrahlte Dramedy-Serie „Familie Braun“ im ZDF.
Für die ab 2010 produzierte Reality-Serie der Familie Kody Brown auf dem US-Sender TLC, siehe Alle meine Frauen (Fernsehserie)
Seriendaten
Originaltitel Familie Braun
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr 2016
Produktions-
unternehmen
Polyphon
Länge ca. 42 Minuten
Episoden 8 in 1 Staffel
Genre Dramedy
Titelmusik Marti Fischer und Max Krüger - Hitler im Hirn
Regie Maurice Hübner
Drehbuch Manuel Meimberg
Produktion Christoph Bicker
Beatrice Kramm
Uwe Urbas
Musik Marti Fischer
Max Krüger
Maik Oehme
Jool
Kamera Julia Hönemann
Erstausstrahlung 12. Februar 2016 auf ZDF
Besetzung

Hauptdarsteller:

Nebendarsteller:

Familie Braun ist eine Dramedy-Serie über zwei Neonazis, die sich plötzlich um die sechsjährige schwarze Tochter des einen kümmern müssen. Die aus acht jeweils wenige Minuten dauernden Folgen bestehende Serie wurde vorab bei YouTube gezeigt und wurde erstmals ab dem 12. Februar 2016 im Rahmen der Reihe Das kleine Fernsehspiel im ZDF ausgestrahlt. Zu Sendestart waren alle Folgen bereits in der Mediathek des Senders abrufbar.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas und Kai sind zwei junge Neonazis, die gemeinsam eine Plattenbauwohnung in Berlin bewohnen. Eines Tages steht eine junge Frau aus Eritrea vor der Tür, mit der Thomas 2009 einen One Night Stand hatte. Das Ergebnis dieser Nacht ist die sechsjährige Lara. Thomas soll sich von nun an kümmern, denn die Frau soll abgeschoben werden.

Während Thomas eher ratlos ist, will Kai mit dem schwarzen Mädchen nichts zu tun haben. Er will sie unter allen Umständen wieder loswerden, was jedoch nicht gelingt. Mit der Zeit wächst Thomas in seine Vaterrolle hinein und hinterfragt zunehmend seine bisherige Gesinnung. Dadurch gerät er wiederholt mit seinem Mitbewohner aneinander. Schließlich trennen sich die Wege der beiden, Thomas und Lara ziehen aus und Kai muss sich einen neuen Mitbewohner suchen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henryk M. Broder schreibt in der Welt, die Serie sei für das ZDF überraschend giftig, und meint, dem Sender sei „ein großer Wurf gelungen, abseits der grausamen Biederkeit, welche die Produktionen des Senders sonst“ auszeichnet. Die Serie habe das Zeug zu einem Hit.[1] Dagegen hält Heike Kunert in der Zeit die Serie für „gehörig schiefgegangen“. Die Dialoge seien „an Plattheit kaum zu überbieten“ und, wenn die Macher die Absicht gehabt hätten, wachzurütteln, sei dies „gründlich misslungen“.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: RomyPreis der Akademie an Manuel Meimberg, Nomie Laine Tucker, Uwe Urbas und Maurice Hübner für Familie Braun.[3][4]
  • 2016: Deutscher ComedypreisBeste Innovation (ZDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henryk M. Broder: Wo das Negerkind unterm Hitlerbild aufwächst, Kritik auf welt.de, abgerufen am 15. Februar 2016
  2. Heike Kunert: Zu Hause bei den Führers, Kritik auf zeit.de, abgerufen am 15. Februar 2016
  3. derStandard.at - Romy-Akademiepreise: ATV und Puls 4 teilen sich die beste Programmidee. Artikel vom 15. April 2016, abgerufen am 15. April 2016.
  4. ZDF-Produktion "Familie Braun" mit Akademie-Romy ausgezeichnet auf Presseportal.de vom 15. April 2016; abgerufen am 15. April 2016