Farbhölzer

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Farbhölzer sind Holzarten, welche einen zum Färben benutzbaren Farbstoff enthalten, wie namentlich das Blauholz (Kampescheholz), Fisettholz (Fustik), Gelbholz, Rotholz und Sandelholz. Sie werden mit Ausnahme des Fisettholzes von außereuropäischen Gehölzen geliefert und in Blöcken ohne Emballage verladen. Die Zerkleinerung erfolgt in eignen Etablissements (Hamburg, Berlin, Leipzig etc.) auf sogen. Farbholzmühlen, welche Späne, Locken, Nadeln oder Pulver liefern. Die zerkleinerte Ware lässt man in dunkeln, luftigen Räumen unter häufigem Benetzen mit Wasser und zeitweiligem Umschaufeln mehrere Wochen liegen (Fermentieren), um den Farbstoff, der nicht fertig gebildet im Farbholz enthalten ist, aus dem Chromogen zu entwickeln. Diese fermentierten Hölzer haben lebhafteres Aussehen und sind beim Färben ergiebiger. Durch Auskochen der zerkleinerten und fermentierten Farbhölzer und Verdampfen des Auszugs erhält man die Farbholzextrakte, welche entweder sirupartig (20–25 °B.) oder fest sind und im letzteren Fall eine dunkle, glänzende Masse mit muscheligem Bruch bilden. Die im Vakuum bereiteten Extrakte lösen sich vollständig in Wasser, die an der Luft verdampften hinterlassen mehr oder weniger unlöslichen Rückstand.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Boehm: Handelshölzer aus Lateinamerika. 1. Auflage, Verlag Kessel, Remagen-Oberwinter 2011, ISBN 978-3-941300-40-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]