Fatale Begierde

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Filmdaten
Deutscher TitelFatale Begierde
OriginaltitelUnlawful Entry
ProduktionslandUSA/Japan
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1992
Länge107 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieJonathan Kaplan
DrehbuchLewis Colick
ProduktionCharles Gordon
MusikJames Horner
KameraJamie Anderson
SchnittCurtiss Clayton
Besetzung

Fatale Begierde ist ein US-amerikanischer Thriller von Jonathan Kaplan, der 1992 produziert wurde.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eheleute Michael und Karen Carr werden in ihrem Haus von einem unbekannten Mann angegriffen. Sie rufen später die Polizei. Einer der Polizisten, Pete Davis, kommt zu der Überzeugung, dass Michael Carr nicht imstande sei, seine Frau zu beschützen. Er veranlasst die Installierung einer elektronischen Alarmanlage und berät sie bei der Planung. Auch später verbringt er viel Zeit in der Nähe des Hauses.

Michael Carr fährt mit Davis und seinem Kollegen auf Streife. Officer Davis findet den Einbrecher und verprügelt ihn vor Michaels Augen, nachdem er ihn vorher aufgefordert hat, selbst an ihm Rache zu nehmen. Er richtet seine Begierde immer mehr auf Karen und trifft sich hinter Michaels Rücken mit ihr. Seinen Partner, der ihn zur Anzeige bringen will, erschießt Davis.

Er erwirkt eine Hausdurchsuchung bei den Carrs. Es werden Drogen gefunden, u. a. ein halbes Pfund Kokain. Michael Carr wird festgenommen. Da er früher einmal zufällig in ein Drogendelikt verwickelt war, erweist sich seine Freilassung auf Kaution als schwierig. Die Kaution wird schließlich auf 250.000 Dollar festgelegt. Michaels Anwalt bringt das Geld auf, indem er sein Haus verpfändet.

Davis gibt vor, für Karen eingekauft zu haben, und stellt die eingekauften Dinge vor der Haustür ab, weil Karens Freundin Penny ihn nicht herein lässt. Als Penny die Alarmanlage ausschaltet und die eingekauften Sachen hereinholen will, tötet Davis sie und dringt in das Haus ein. Er versteckt die Leiche im Wandschrank im Erdgeschoss. Wenig später taucht Michael auf und erschießt Davis.[1]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe Brown schrieb in der Washington Post (Ausgabe vom 26. Juni 1992), dass die Darstellungen intelligenter seien, als es in den Filmen des Genres üblich sei. Er erwähnte besonders das Spiel von Madeleine Stowe, Kurt Russell und Ray Liotta.[2]

Roger Ebert lobte in der Chicago Sun-Times (Ausgabe vom 26. Juni 1992) ebenfalls Ray Liotta (für den die Rolle von Pete Davis eine Traumrolle sei), Kurt Russell und Madeleine Stowe. Der Regisseur Jonathan Kaplan schaffe eine plausible Welt. Der Film sei zum Teil ein ernsthaftes soziales Drama.[3]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Handwerklich routiniert entwickelter Thriller mit fragwürdiger Ideologie; einmal mehr gilt es, das heile Familienleben gegen eine paranoide Bedrohung von außen zu schützen.“[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ray Liotta wurde 1993 für den MTV Movie Award nominiert.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat wertvoll.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in Los Angeles gedreht. Er brachte den Produzenten in den US-Kinos 57 Millionen Dollar, davon 10 Millionen Dollar am Startwochenende (26–28. Juni 1992).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://programm.daserste.de/pages/programm/detail.aspx?id=1450C85A02F1D83DBEFCA5BE1B203CE1
  2. Kritik von Joe Brown
  3. Kritik von Roger Ebert
  4. Fatale Begierde. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 17. November 2017.