Mister Billion

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Filmdaten
Deutscher TitelMister Billion
OriginaltitelMr. Billion
Mister billion.svg
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Länge92 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieJonathan Kaplan
DrehbuchJonathan Kaplan
Ken Friedman
ProduktionKen Friedman
Steven Bach
Pantheon
MusikDave Grusin
KameraMatthew F. Leonetti
SchnittO. Nicholas Brown
Besetzung
Synchronisation

Mister Billion ist eine US-amerikanische Actionkomödie aus dem Jahr 1977 von Jonathan Kaplan. Der italienische Schauspieler Terence Hill verkörpert darin die Hauptrolle eines jungen, sympathischen, jedoch etwas blauäugigen Automechanikers.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der italienische Automechaniker Guido Falcone lebt in sehr bescheiden Verhältnissen in Rom. Als sein Onkel in den USA stirbt, eröffnet sich ihm die Möglichkeit, sein bescheidenes Dasein zu beenden und das riesige Finanzimperium seines dahingeschiedenen Onkels zu übernehmen. Dazu muss er allerdings innerhalb von 20 Tagen nach San Francisco reisen und das besagte Erbe antreten. Dieses Unterfangen klingt leichter, als es ist, denn Guido ist nicht der einzige, der das Geld haben möchte. Der Generalmanager der Firma hat ebenfalls Ambitionen auf das Unternehmen.

Guido war schon von klein auf ein Fan amerikanischer Western und hat alle Spielfilme mit John Wayne und auch Steve McQueen gesehen. Daher fällt es ihm leicht, die Sprache seines Kontrahenten zu verstehen. Im Gegensatz zu ihm, will er ein Großteil des geerbten Vermögens für Wohltätige Zwecke ausgeben. Durch diese Nachricht macht die Presse regelrecht Jagd auf ihn, kaum dass er in New York angekommen ist. Guido hätte zwar gleich nach San Francisco mit dem Flugzeug reisen können, doch er wollte, wie sein Onkel und alle anderen damaligen Einwanderer, mit dem Schiff das Land erreichen. Die Weiterfahrt unternimmt er mit der Bahn und lernt dort die attraktive Rosie Jones kennen. Er ahnt nicht, dass sie von Cutler engagiert wurde, um Guido dazu zu bringen, damit er einen Vertrag unterzeichnet, der die Firma an ihn überträgt. Rosie hat normalerweise keine Skrupel andere Männer „über den Tisch zu ziehen“, doch Guidos ehrliche Art imponiert ihr. Sie gerät zusätzlich in einen Gewissenskonflikt, als sie sich in Guido zu verlieben beginnt.

Der Medienrummel um den Billionenerben, der von der Presse als Mr. Billion betitelt wird, ruft einen Kidnapper auf den Plan, der Guido samt seiner Begleiterin Rosie aus dem Zug entführt und von Cutler Lösegeld fordert. Da dieser nicht an der Freilassung von Guido ist, schaltet er die Polizei ein, sodass der Entführer die beiden töten will. Guido, der mit Handschellen an Rosie gefesselt ist, gelingt die Flucht. Zunächst in John Wayne Manier mit dem Pferd, anschließend mit einem Auto nach seinem Vorbild Steve McQueen. Doch der Entführer holt sie mit dem Hubschrauber ein. Noch in der Luft überwältig Guido den Mann, rettet ihn aber auch wieder heldenhaft, als der Hubschrauber am Boden explodiert und der Entführer zu verletzt wird. Dabei entdeckt Guido das Schriftstück, dass Rosie bei sich trägt und er eigentlich unterschreiben soll. Enttäuscht wendet er sich von ihr ab und tröstet sich mit einer jungen Frau, die er in einer Bar kennenlernt. Doch auch sie hat es anscheinend nur auf sein Geld abgesehen und noch in der Nacht findet er sich bewusstlos unter einer Brücke wieder. Dort liest ihn der Farbige und gutherzige Pops auf, der ihn jedoch nicht davon abhalten kann in die Bar zurückzugehen, um sich dort sein Geld zurückzuholen. Das endet in einer wüsten Prügelei und Guido in einem texanischen Gefängnis. Zusammen mit seinem Mitgefangenen Duane Hawkins trickst er den Sheriff aus und beide fliehen mit einem Sportwagen, was in einer Verfolgungsjagd mit den Debutys der Kleinstadt mündet. Bei seiner rasanten Fahrt gerät Guido mitten in ein Stockcarrennen, wodurch er seinen Verfolgern entkommen kann. Duane, der durch die Finanzpolitik der Banken seine Ranch verloren hat, hilft ihm weiterzukommen, denn die Zeit drängt.

Cutlers, der herausgefunden hat, dass seinem Kontrahenten Rosie sehr viel bedeutet, bringt sie in seine Gewalt und erpresst Guido, damit er den Termin beim Nachlassgericht „freiwillig“ nicht einhalten soll. Da er „seine“ Rosie genau um 12 Uhr im Grand Canyon abholen soll, kann er theoretisch nicht zum Stichzeitpunkt in San Francisco sein. Aber Cutler hat nicht bedacht, dass zwischen den beiden Orten eine Zeitzone liegt und so gelingt es Guido mit einem Firmenflugzeug seines Onkels rechtzeitig die Stadt zu erreichen und sein Erbe anzutreten.

Er setzt seinen neu gewonnenen, väterlichen Freund Duane Hawkins, als Aufsichtsratsvorsitzenden ein, der als erstes die Zinsen für die Kreditnehmer der Falcon-Bank-Gruppe senkt. Alle anderen Aufsichtsratsposten vergibt er an alle, die ihm auf seiner Odyssee geholfen hatten, damit die erwirtschafteten Gelder fortan zum Wohle der Menschen verwendet werden.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten zu Mister Billion erfolgten in Sonoma, Petaluma, San Francisco und Rom.[1] Der Film feierte seine Premiere in den USA am 3. März 1977 und kam am 7. Oktober 1977 in die bundesdeutschen Kinos.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler Rolle Synchronsprecher[2]
Terence Hill Guido Falcone Thomas Danneberg
Valerie Perrine Rosie Jones Andrea Brix
Jackie Gleason John Wellington Cutler Martin Hirthe
Slim Pickens Duane Hawkins Gerlach Fiedler
William Redfield Leopold Lacy Hans-Werner Bussinger
Chill Wills Colonel Goldwell Wolfgang Lukschy
Dick Miller Bernie Michael Chevalier
R. G. Armstrong Sheriff Bishop Wolfgang Völz
Sam Laws Pops Dinwitty Edgar Ott
Johnny Ray McGhee Carnell Dinwitty Manfred Lehmann
Bob Minor Farbiger Entführer Joachim Kemmer
Frances Heflin Mona (Mrs. Apple Pie) Inge Landgut
George W. Cumming Seilbahnschaffner Hans Nitschke

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino.de wertete: „Road-Movie-Komödie mit Terence Hill, der sich bei seiner Reise durch die USA mit diversen lustig gemeinten Widrigkeiten konfrontiert sieht. Wie bei Hill-Komödien üblich, wird der Glaubwürdigkeit kein sonderlich hoher Wert beigemessen, und Nervenkitzel hinsichtlich des Ausgangs dürfte allenfalls bei den jüngsten Zuschauern bestehen. ‚Mr. Billion‘ war neben dem Fremdenlegions-Epos ‚Marschier oder stirb‘ Teil des scheiternden Versuchs, Hill auch in den Vereinigten Staaten zum Star zu machen.“[3]

Auch tv-kult.com urteilte ähnlich: „‚Mr. Billion‘ ist kein typischer Terence Hill-Film und in vielen Momenten hat man auch das Gefühl, er passt einfach nicht in die Rolle. Wären da nicht ab und zu die frechen, kurzweiligen Sprüche, würde der Film gänzlich in Nebensächlichkeiten untergehen, denn auch die Story will nicht so recht in Fahrt kommen.“ „Trotz seiner Schlitzohrigkeit während der ganzen Handlung, erscheint Terence Hill in sehr durchschaubaren Szenen ziemlich naiv. Das widerspricht im Prinzip der kompletten Filmfigur, die schon von Anfang an genau weiß, was sie will und wer es nicht ehrlich meint.“[4]

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde zu Beginn der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts auf Bildplatte durch CBS/FOX veröffentlicht, später (am 28. Mai 2010) [5] auch auf DVD durch Koch Media.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Drehorte bei Internet Movie Database abgerufen.
  2. Mister Billion. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 17. März 2018.
  3. Filmkritik bei Kino.de, abgerufen am 17. März 2018.
  4. Mr. Billion bei tv-kult.com, abgerufen am 17. März 2018.
  5. Mister Billion