Ferdinand Carl Cürten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ferdinand Carl Cürten, auch Carl Cürten (* 1892 in Düsseldorf; † 30. Mai 1945 Schloss Amelunxen), war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karneval 1928: Johanna Ey, (v.l.n.r.) Robert Pudlich, Carl Cürten, Frau von Ikier
1928
Fotografie
Stadtmuseum Landeshauptstadt, Düsseldorf

Link zum Bild
(Bitte Urheberrechte beachten)

Winterlicher Markttag auf der Bilker Strasse in Düsseldorf, 1919

Der in Düsseldorf geborene Maler Ferdinand Carl Cürten begann seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule und wechselte, mit deren Auflösung an die Kunstakademie Düsseldorf. In diesen ersten Jahren wurden seine Arbeiten noch vom rheinischen Impressionismus beeinflusst.

Ausgedehnte Studienreisen brachten ihn durch ganz Europa und führten ihn bis nach Nordafrika. Auf diesen Reisen durch Südfrankreich, Italien und Spanien entstanden leuchtende Darstellungen mediterraner Küstenlandschaften und südländischer Städte. Doch auch Motive der niederrheinischen Heimat und Stillleben hielt der Künstler in seinen Bildern fest.

Cürten wurde 1919 Mitglied der Künstlervereinigung Das Junge Rheinland, dessen Mittelpunkt die Altstadt-Galerie der Johanna Ey war. 1923 verließ er die Gruppe und trat der neu gegründeten „Rheingruppe“ bei, die sich 1928 zur „Rheinischen Sezession“ weiterentwickelte. Zwischen 1919 und 1933 war er an den Ausstellungen des Jungen Rheinlands, der Rheingruppe und der Rheinischen Sezession beteiligt.[1]

1926 wurde Cürten beauftragt, sich mit einem Gemälde für den Rundbau des Planetariums zur GeSoLei zu beteiligen.[2]

1928 erhielt Cürten vom Völkerbund den Auftrag zur Ausgestaltung einer Ausstellung und wurde nach Genf berufen.

In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg wandte sich Cürten von der Ölmalerei ab und immer mehr dem Aquarell zu. Es entstanden zunächst sehr farbintensive Bilder, denen er jedoch im Laufe der Zeit ein gemäßigteres Kolorit verlieh.

Durch die Beschlagnahmen im Rahmen der Propaganda-Aktion „Entartete Kunst“ im Sommer 1937 wurden zwei Bilder von Ferdinand Carl Cürten aus der Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf durch die Nationalsozialisten entwendet und zerstört: Aquarell III (EK-Inventar Nr.:2266) und Zigeuner (EK-Inventar Nr.:1995).[3]

Mit Ausbruch des Krieges wurde der Künstler zum Wehrdienst einberufen und als Leutnant nach Nordafrika geschickt. Kurz nach Kriegsende, am 30. Mai 1945, verstarb Cürten im Lazarett auf Schloss Amelunxen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sandra Labs: Johanna Ey und die Avantgarde der Düsseldorfer Kunstszene. Diplomier Verlag Hamburg 2012, ISBN 9783842881211
  • Galerie Alex Vömel, Kunstkabinett Hans Trojanski: Gedächtnis-Ausstellung Ferdinand-Carl Cürten: 1897–1945, 4 Seiten, 1948
  • Der Querschnitt: Marginalien der Galerie Flechtheim. Mai 1921. Abbildung F. C. Kürten (Oleg.), Seite 107

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abbildung F. C. Kürten (Oleg.), ausgestellt im Jungen Rheinland 1921, Abgerufen 5. Mai 2015
  2. in Würdigung Anna Klapheck zum Geburtstag am 12. Mai, Rheinische Post, 9. Mai 1959
  3. Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion "Entartete Kunst", Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin