Finanzausgleich

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Finanzausgleich ist ein Finanzsystem, das Staatseinnahmen und Staatsausgaben zwischen verschiedenen NUTS-Ebenen innerhalb eines Staates oder Einnahmen und Ausgaben von oder zwischen Organisationen (Kirchen, Krankenkassen, Rundfunkanstalten) nach einem festgelegten Umlagesystem verteilt.

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der horizontale Finanzausgleich findet zwischen untergeordneten Gliedstaaten (Bundesstaaten, Länder, Provinzen, Regionen oder Gemeinden) statt, der vertikale ist eine Umverteilung von oben (Zentralregierung) nach unten (Gemeinden). Während der horizontale Finanzausgleich dem Leitbild eines kooperativen Föderalismus entspricht, führt der vertikale Finanzausgleich zu einem stärkeren Wettbewerb innerhalb des föderalen Systems.[1]

Der bedeutendste Finanzausgleich findet zwischen die Gebietskörperschaften eines Staates statt (englisch intergovernmental fiscal relations, französisch partage des compétences), wobei die Verteilung der Staatseinnahmen ein aktiver Finanzausgleich und die Verteilung der Aufgaben ein passiver Finanzausgleich darstellt.[2]

Verteilungsbeispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachbezogene Beispiele
Nationaler Vollausgleich

Systeme für finanzielle Gleichverteilung.

Nationaler Partiellausgleich

Systeme, welche die Verteilungsungleichheit vermindern:

Nationaler Ausgleich (unkategorisiert)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tanja Kirn, Anreizwirkungen von Finanzausgleichssystemen, 2010, S. 2
  2. Willi Albers (Hrsg.), Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft, Band 2, 1980, S. 608