Florence Guggenheim-Grünberg

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Florence Guggenheim-Grünberg (* 30. August 1898 in Bern; † 14. Februar 1989 in Zürich; heimatberechtigt in Oberendingen) war eine schweizerische jüdische Aktivistin und Kulturhistorikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guggenheim-Grünberg studierte von 1918 bis 1923 Pharmazie an der ETH Zürich und promovierte im Jahr 1928. Sie widmete sich nach ihrer Hochzeit historischen und sprachlichen Forschungsarbeiten sowie öffentlichen Aktivitäten. Im Jahr 1919 war sie Mitbegründerin und von 1950 bis 1970 Präsidentin der Vereinigung für soziale und kulturelle Arbeit im Judentum. Zudem war Guggenheim-Grünberg von 1930 bis 1936 im Generalsekretariat des Landesverbandes Jüdischer Frauen für Palästinaarbeit tätig, präsidierte von 1936 bis 1938 den Bund Schweizerischer Israelitischer Frauenvereine und war im Zweiten Weltkrieg für die jüdische Flüchtlingshilfe tätig.

Ab 1939 betrieb Guggenheim-Grünberg linguistische Studien über das Surbtaler Jiddisch. Sie beteiligte sich ab den 1930er Jahren am Aufbau der Jüdischen Bibliothek in Zürich und legte ein Archiv zur Kultur der Juden an. Das heute nach ihr benannte Florence-Guggenheim-Archiv umfasst eine bedeutende Sammlung von Unterlagen zum Schweizer Judentum.

Sie erforschte die Kultur und Geschichte des schweizerischen Judentums. Ihr wissenschaftliches Werk wurde 1972 mit dem Literaturpreis der Salomon-David-Steinberg-Stiftung und 1979 mit dem theologischen Ehrendoktor der Universität Zürich ausgezeichnet.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Verzeichnis der Publikationen von Florence Guggenheim (unterteilt in: Geschichte, Genealogie, Sprache, Volkskunde) ist publiziert als Anhang (S. 40–46) von:

  • Geist und Geld im Judendorf. Florence Guggenheim-Archiv, Zürich 1981 (Beiträge zur Geschichte und Volkskunde der Juden in der Schweiz. Heft 12).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]