Flugplatz Rendsburg-Schachtholm

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Flugplatz Rendsburg-Schachtholm
Tower und Restaurant vom Ende der Startbahn
Kenndaten
ICAO-Code EDXR
Koordinaten
54° 13′ 9″ N, 9° 36′ 20″ OKoordinaten: 54° 13′ 9″ N, 9° 36′ 20″ O
7 m (23 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10 km südwestlich von Rendsburg
Straße Schachtholm 1
Basisdaten
Eröffnung 1960
Betreiber Verkehrslandeplatz Rendsburg-Schachtholm Betriebs GmbH
Start- und Landebahnen
03/21 960 m × 30 m Asphalt
12/30 600 m × 30 m Gras

Der Flugplatz Rendsburg-Schachtholm ist ein Verkehrslandeplatz südsüdwestlich der schleswig-holsteinischen Stadt Rendsburg und südwestlich der Gemeinde Schülp b. Rendsburg. Der Flugplatz liegt südlich des Nord-Ostsee-Kanals, nahe der Fähre Breiholz. Er ist über die Straße parallel zum Kanal von Rendsburg beziehungsweise aus Breiholz zu erreichen. Der Flugplatz gehört zur Gemeinde Hörsten, die auf beiden Seiten des Kanals liegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Flugbetrieb auf dem Flugplatz Rendsburg-Kamp eingestellt und das Gelände von der Stadt an den Bundesverband der Deutschen Lehranstalten für Agrartechnik (DEULA) in Rendsburg verkauft wurde, wurde das heutige Gelände u. a. mit Hilfe der Bundeswehr für den Flugbetrieb hergerichtet. Dieses Gelände liegt etwas höher als das Umland, da es sich hier um ein aufgespültes Sandgebiet handelt. Hier wurde Sand, der beim Bau des Kanals nicht verwendet werden konnte, abgelagert. Die erste Landung auf dem Platz erfolgte am 14. Mai 1960, offiziell zugelassen wurde er am 20. September 1960.[1] Schon wenige Jahre später, im August 1964 fand hier die 18. Deutsche Kunstflugmeisterschaft statt.[2]

Der Flugplatz wird von der Verkehrslandeplatz Rendsburg-Schachtholm Betriebs GmbH betrieben.[3] Am Platz befinden sich mehrere Flugzeughallen, eine Tankstelle, ein Tower sowie ein Restaurant. Des Weiteren sind zwei Flugschulen, eine für Motorflug und eine für Ultraleichtflugzeuge auf dem Flugplatz untergebracht.

Ausbildungszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2016 beschloss der Luftsportverband Schleswig-Holstein, den Flugplatz als Ausbildungszentrum für den Pilotennachwuchs des Landes zu nutzen. Der Dachverband mit 31 Vereinen und 2800 Mitgliedern wollte dieses Zentrum ursprünglich am Flugplatz Kiel-Holtenau errichten. Das Vorhaben wurde jedoch fallen gelassen, weil die Zukunft des Flugplatzes Kiel-Holtenau unsicher und die aktuellen Öffnungszeiten sehr eingeschränkt seien. Bis Ende Dezember 2015 unterhielt der Verband seine Zentrale in Schacht-Audorf. Dadurch wird es bei derzeit knapp 6000 Flugbewegungen jährlich etwa 500 Starts in Schachtholm zusätzlich geben.[4]

Zulassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz ist für alle Hubschrauber, Motorsegler, Segel- und Ultraleichtflugzeuge, Ballone und Fallschirmspringer bis zu 12.000 kg Gewicht auf Asphalt und bis zu 5700 kg Gewicht auf Rasen zugelassen.

Unabhängig von diesen Beschränkungen wird der Flugplatz von Maschinen des Typs Transall C-160 des benachbarten Fliegerhorstes Hohn benutzt, um auf der dortigen kurzen Landebahn den Steilanflug zu üben.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. März 2016 stürzte eine Cessna nach einem missglückten Startversuch in ein Waldstück. Beide Insassen wurden nur leicht verletzt.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flugplatz Rendsburg-Schachtholm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 50 Jahre Flugplatz Schachtholm@1@2Vorlage:Toter Link/www.edxr.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, 17. August 1964@1@2Vorlage:Toter Link/www.edxr.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Webseite des Betreibers (Impressum)
  4. Tilmann Post: Flugplatz Schachtholm überflügelt Kiel-Holtenau. In: shz.de. 22. März 2016, abgerufen am 28. März 2016.
  5. Schachtholm: Sportflugzeug stürzt beim Start ab. In: shz.de. 27. März 2016, abgerufen am 28. März 2016.