Foraus – Forum Aussenpolitik – Forum de politique étrangère

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foraus – Forum Aussenpolitik – Forum de politique étrangère
Offizielles Logo von foraus - Forum Aussenpolitik - Forum de politique étrangère
Zweck: Denkfabrik zur Schweizer Aussenpolitik
Vorsitz: Nicola Forster und Johan Rochel
Gründungsdatum: Oktober 2009
Mitgliederzahl: 700
Sitz: Bern
Website: www.foraus.ch

foraus – Forum Aussenpolitik – Forum de politique étrangère ist eine Denkfabrik zur Schweizer Aussenpolitik. Der Verein mit Sitz in Bern ist nach dem Graswurzel-Prinzip organisiert und zählt inzwischen ca. 1000 Mitglieder. Die Mehrzahl sind Akademiker, Studenten sowie junge Berufstätige.[1] Diese Mitglieder entwickeln in ehrenamtlicher Arbeit wissenschaftlich fundierte Forschungsarbeiten, die als Handlungsempfehlungen für aussenpolitische Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit dienen.[2] Der Think-Tank organisiert und koordiniert zudem diverse Veranstaltungen. Die Finanzierung wird gewährleistet durch Mitgliederbeiträge und unabhängige Zuwendungen, die vor allem von Stiftungen und privaten Spendern stammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde im Herbst 2009 von Studierenden aus Zürich, Genf und Bern gegründet.[3] Die Idee stammte von den Gründungsmitgliedern Pablo Padrutt und Nicola Forster.[4] Seit dem Jahr 2012 ist foraus in allen Universitätsstädten der Schweiz vertreten. Ausserdem besteht seit 2014 ein regionaler Ableger in Liechtenstein.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inhaltlich ist der Verein in acht Themenbereiche unterteilt, denen jeweils ein Programmleiter vorsteht (Programme: Entwicklungspolitik; Europa; Finanzplatz; Frieden und Sicherheit; Global Governance; Migration; Umwelt, Verkehr und Energie; Völkerrecht und Menschenrechte). Zusätzlich gibt es foraus-Regiogruppen in allen Universitätsstädten der Schweiz, welche die Mitglieder lokal bei der Arbeit unterstützen (Basel, Bern, Freiburg, Genf, Lausanne, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Tessin, Zürich). Eine Geschäftsstelle koordiniert die Aktivitäten von Zürich aus. Ein weiteres Büro des Think-Tanks befindet sich in Genf. Präsident von foraus ist Nicola Forster (seit 2009), Vize-Präsident Johan Rochel (seit 2011) und Geschäftsführerin ist Émilia Pasquier (seit 2014).

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein will die schweizerische Aussenpolitik durch die Bereitstellung einer soliden Entscheidungsgrundlage fördern und bereichern und einen fundierten Dialog auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung anregen.[5][6] Des Weiteren soll damit jungen Menschen ein Zugang zur aussenpolitischen Debatte geboten werden, ausserhalb des traditionellen und oftmals restriktiven Rahmen von Parteipolitik und Wissenschaft.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Aktivitäten gehören die Veröffentlichung von Diskussionspapieren zu allen Aspekten der Schweizerischen Aussenpolitik und die Organisation von Veranstaltungen sowie die Kommunikation mit Medien, der Öffentlichkeit und dem Gesetzgeber.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein organisiert regelmässig Seminare, Referate, Podiumsdiskussionen und Treffen mit Vertretern aus Politik, Diplomatie und Think-Tanks. Gäste wie alt-Bundesrat Pascal Couchepin, alt-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, Bundesrätinnen Simonetta Sommaruga und Eveline Widmer-Schlumpf, Melissa Hathaway, US-Botschafter Donald Beyer, EDA-Staatssekretär Yves Rossier und Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz nahmen bereits an foraus-Veranstaltungen teil.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrmals jährlich werden wissenschaftliche Beiträge über die Plattform des Vereins publiziert. Die Diskussionspapiere und Kurzanalysen nehmen jeweils Bezug auf ein aktuelles und meist kontroverses Thema wie der Volksinitiative „Staatsverträge vors Volk“, die Ausschaffungsinitiative der SVP im Jahr 2010 [7], die Aktivitäten der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA),[8][9] oder die Reaktion des Bundes auf internationale Ereignisse, wie die Aufwertung Palästinas zum UN-Beobachterstaat[10].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ehrenamtliche Forschung, News UZH, 19. Juli 2011
  2. Die jungen Wilden der Aussenpolitik Berner Zeitung vom 11. Oktober 2013
  3. TEDx Nicola Forster – says Switzerland needs more brainpower, Youtube, 29. Oktober 2010
  4. Er will wissen, nicht glauben, die Zeit, 10. Februar 2011
  5. Politexperte Nicola Forster: „Politik ist sexy!“, srf, 19. September 2011
  6. Die Polit-Denkfabrik, NZZ Campus, 26. November 2012
  7. Thinktank Foraus lehnt Volksinitiative der Auns ab, NZZ, 16. März 2012
  8. Erfolgreiche Entwicklungshilfe führt oft zu mehr Zuwanderung, Tages-Anzeiger, 12. Juli 2012
  9. Entwicklungshilfe kann Migration nicht steuern, Tages-Anzeiger, 13. Juli 2012
  10. Die Palästinafrage stellt sich neu, NZZ, 8. Oktober 2012