Franco Campana

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Franco Campana als Salvatore, 1989

Franco Campana (* 1954 in Eraclea, Italien; † 25. November 2017 in Köln) war ein Künstler und zwischenzeitlicher Fernsehmoderator. Einem größeren Publikum wurde er als Hütchenspieler Salvatore in der RTLplus-Sendung Pronto Salvatore bekannt.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Campana kam mit 16 Jahren nach Deutschland.[1] Er studierte von 1974 bis 1982 am Fachbereich Kunst und Design der Fachhochschule Köln unter anderem bei Dieter Kraemer und schloss nach 18 Semestern mit dem Magistertitel ab. Von 1982 bis 1988 arbeitete er als freier Fotograf und Illustrator.[2]

Durch einen zufälligen privaten Kontakt traf er den RTLplus-Unterhaltungschef Jochen Filser, der ihm aufgrund seiner Fähigkeiten beim Hütchenspiel ein Engagement für den Sender anbot.[3] Daraufhin trat er, beginnend mit der Erstausstrahlung von Pronto Salvatore am 28. August 1988, bis 1991 regelmäßig in seiner Paraderolle als Hütchenspieler Salvatore auf.

Ab 1995 arbeitete Campana vorwiegend als Maler[4] in Köln, spielte aber sporadisch als Nebendarsteller in Kino- und Fernsehfilmen mit. So stellte er 1998 in der Komödie Freundinnen und andere Monster den Eisverkäufer Antonio dar. 2004 trat er auch wieder als Hütchenspieler im Programm von tv.nrw auf.

Campana war Gast in mehreren Fernseh-Shows auf kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Sendern, unter anderem auch bei Margarethe Schreinemakers und Harald Schmidt. Bis zuletzt lebte er als freischaffender Künstler. In Zusammenarbeit mit der Ravensburger Galerie 2106 entstand sein letzter großer Werkzyklus als Hommage an die malerische Tradition des italienischen Manierismus. Dieser wurde unter dem Ausstellungstitel Paragone im Dialog mit der Fotoserie Silent Confrontation des Berliner Fotografen Phil Dera vom 9. September bis 18. Oktober 2017 in Ravensburg präsentiert.[5]

Campana hatte schon seit längerem Diabetes. Zuletzt litt der unverheiratete Kettenraucher an einer schweren Erkältung. Franco Campana starb kinderlos am 25. November 2017 an Nierenversagen im St. Marien-Hospital am Kunibertskloster in Köln-Innenstadt.[6][7]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Fernsehen entdeckt nach dem Sex einen neuen Trieb der Deutschen. In: Bunte. prontosalvatore.net, archiviert vom Original am 8. September 2012; abgerufen am 26. November 2017 (jpg).
  2. Curriculum Vitae. Website von Franco Campana, 2002, archiviert vom Original am 31. Juli 2012; abgerufen am 26. November 2017.
  3. Pronto Salvatore! Angelockt und abgezockt. Archiviert vom Original am 7. September 2012; abgerufen am 26. November 2017.
  4. Exhibitons. Website von Franco Campana, 2002, archiviert vom Original am 31. Juli 2012; abgerufen am 26. November 2017 (Ausstellungen von Franco Campana).
  5. Paragone. Galerie 2106, 9. September 2017, abgerufen am 26. November 2017.
  6. Jan Wördenweber: Drama um RTL-Kult-Hütchenspieler · „Salvatore“ in Kölner Krankenhaus gestorben. Express, 25. November 2017, abgerufen am 26. November 2017.
  7. wunschliste.de: Franco Campana ("Pronto Salvatore") ist tot Artikel vom 26. November 2017