Friedrich-Engels-Gymnasium (Berlin)

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Friedrich-Engels-Gymnasium
Foto
Schulform Gymnasium
Schulnummer 12Y01
Gründung 1905
Adresse

Emmentaler Straße 67
13407 Berlin

Ort Berlin-Reinickendorf
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 34′ 10″ N, 13° 21′ 25″ OKoordinaten: 52° 34′ 10″ N, 13° 21′ 25″ O
Träger Land Berlin
Schüler 995 (2016/2017)[1]
Lehrkräfte 82 + 12 Referendare (2016/2017)[1]
Leitung Heike Lemke-Wegener
Website www.feg-berlin.de

Das Friedrich-Engels-Gymnasium im Berliner Ortsteil Reinickendorf ist ein 1905 gegründetes Gymnasium mit derzeit rund 1.300 Schülern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gründung am 6. April 1905 erhielt die Schule den Namen Höhere Gemeinde-Knabenschule, 1911 erfolgte ihre Anerkennung als Reform-Realgymnasium. Seit 1937 als Oberschule für Jungen bezeichnet, führte sie seit 1938 den bei den Nationalsozialisten willkommenen Namen des Jagdfliegers Manfred von Richthofen. Den Namen des Mitbegründers des Marxismus Friedrich Engels trägt die Schule seit dem 28. November 1945, dem 125. Geburtstag des Namensgebers. Im Zuge der West-Berliner Schulreform von 1951 trägt sie seit dem 3. September 1951 zusätzlich die Bezeichnung 1. OWZ (Oberschule Wissenschaftlicher Zweig) in Berlin-Reinickendorf. Die Schule gliedert sich ab 1952 in einen neusprachlichen und einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Zug.

Fachliche Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spanisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spanisch wurde bereits in den 1930er Jahren gelehrt und ab den Jahren 1959/60 durch einen aus Chile zurückgekehrten Austauschlehrer nachfolgend in einer Arbeitsgemeinschaft weiter gelehrt.

Ab 1991 wurde mit dem Modellprojekt Deutsch-Spanischer bilingualer Zug mit Spanisch als zweiter Fremdsprache begonnen, das 1994 zu einem Regelangebot ausgebaut wurde. Inzwischen lernen die Schüler die spanische Sprache, die ab Klasse fünf, ab Klasse sieben beginnend angeboten wird. Eine weitere Besonderheit ist der deutsch-spanische bilinguale Zug ab Klasse fünf. Hier gibt es verstärkten Spanisch-Unterricht, damit später, ab der achten Klasse, das Fach Geschichte und ab der neunten Klasse Erdkunde in spanischer Sprache unterrichtet werden kann.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Schuljahr 2009/10 wird am Friedrich-Engels-Gymnasium eine 7. Klasse als sportbetonte Klasse angeboten. Die erste Fremdsprache muss Englisch, die zweite Fremdsprache kann Spanisch oder Französisch sein. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von leistungsorientiertem Sport und schulischer Bildung herzustellen. Der Mittlere Schulabschluss (MSA) sowie das Abitur werden als offizielle Schulabschlüsse des Landes Berlin angeboten. Im Fach Sport werden vom 7. bis zum 10. Schuljahr zusätzlich zwei Sportstunden pro Woche angeboten. Die Inhalte dieser Sportstunden werden von fachlich qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern in enger Abstimmung mit den Vereinstrainerinnen und Vereinstrainern abgestimmt. Die schulische Förderung erfolgt durch ggf. individuell mit der Schule, den Eltern und den Vereinen abgestimmte Fördermaßnahmen.

Biologie auf Englisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit dem Schuljahr 2007/08 hat am Friedrich-Engels-Gymnasium eine der 7. Klassen verstärkten Englischunterricht. Das bedeutet: Neben den vier Stunden regulärem Englischunterricht in der Woche haben die Schülerinnen und Schüler eine weitere Stunde, die genutzt wird, um erste biologische Inhalte auf Englisch zu vermitteln. Gleichzeitig werden Kompetenzen gestärkt die für den bilingualen Biologieunterricht in den Klassen 8–10 von großer Bedeutung sind, wie z. B. das freie Sprechen. In den Klassen 8–10 wird in diesem Zug verstärkter Biologieunterricht (jeweils eine Stunde mehr Biologie als in den parallelen Klassen) erteilt. Mit einigen themenbedingten Ausnahmen werden die Inhalte hier auf Englisch unterrichtet.

Berufsorientierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule nimmt am Berliner Programm zur vertieften Berufsorientierung (BvBO) teil und bietet ihren Schülern eine Unterstützung bei der Berufsorientierung und Berufswahlentscheidung.[2][3]

Außerschulische Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den außerschulischen Aktivitäten zählen unter anderem die jährlich stattfindende Gedenkstättenfahrt, die sich besonders der jüngeren deutschen Geschichte widmet. Aufgesucht werden Orte der NS-Diktatur und des Holocaust. Dabei lernen die Schüler aber auch Nachbarländer, vor allem die osteuropäischen, kennen. Außerdem werden jedes Jahr Skifahrten, sowie Fahrten nach Spanien und Lateinamerika unternommen. Jährlich nehmen vier Delegierte der Schule am Planspiel "Modell Europa Parlament" (MEP) teil. Während einer Projektwoche der 9. Klassen führt die Schule ein Schulparlament zu europäischen Themen durch, um die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler für das MEP auszuwählen.

Persönlichkeiten am Friedrich-Engels-Gymnasium in Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulleiter (einschließlich Vorgängerinstitutionen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1905 bis 1909: Albert Siebert
  • 1909 bis 1913: Wilhelm Düvel
  • 1913 bis 1922: Ernst Otto
  • 1923 bis 1933: Fritz Wuessing
  • 1933 bis 1937: Friedrich K. Hublitz
  • 1938 bis 1945: Kurt Gibs
  • 1945 bis 1945: Johannes Utpott
  • 1945 bis 1956: Werner Büngel[4]
  • 1. April 1956 bis 14. März 1969: Gerhard Stern
  • 21. April 1969 bis 8. Juli 1994: Bodo Schnalke
  • 9. Juli 1994 bis 13. Mai 2000: Karin Braun
  • 14. Mai 2000 bis Dezember 2006: Hermann Battenberg
  • Seit Januar 2007: Olaf Wandelt
  • Seit Mai 2014: Heike Lemke-Wegener

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Bernhardt: Knabenschule und Zweisprachigkeit. 100 Jahre Friedrich-Engels-Gymnasium. Entwicklungslinien einer Reinickendorfer Oberschule 1905–2005. [1] (PDF).Zur Gründung siehe S. 4, zu Richthofen S. 12, zu Engels S. 17f, zu 1. OWZ S. 20

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Friedrich-Engels-Gymnasium. In: berlin.de. Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, 19. September 2008, abgerufen am 14. April 2017.
  2. Reinickendorf. In: www.bvbo-berlin.de. Abgerufen am 4. Oktober 2016.
  3. Reinickendorf - Infoportal BvBO 2.0. Abgerufen am 4. Oktober 2016.
  4. Schulgeschichte FES, http://www.feg.cidsnet.de/Neu/Inhalte/Schulgeschichte/chronik.pdf, S. 17f.