Mariama Jamanka

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Mariama Jamanka Bobsport
2018-02-26 Frankfurt Flughafen Ankunft Olympiamannschaft-6039.jpg
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 23. August 1990 (28 Jahre)
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 170 cm
Gewicht 75 kg
Karriere
Position Pilotin
Verein BRC Thüringen
Medaillenspiegel
Olympische Winterspiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
EM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 2018 Pyeongchang Zweierbob
IBSF Bob-Weltmeisterschaften
0Gold0 2017 Königssee Teamwettbewerb
IBSF Bob-Europameisterschaften
0Gold0 2017 Winterberg Zweierbob
0Silber0 2018 Igls Zweierbob
Platzierungen im Bob-Weltcup
 Debüt im Weltcup 11. Dezember 2015
 Gesamtweltcup Zweier 3. (2017/18)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Zweierbob 0 2 3
letzte Änderung: 21. Februar 2018
Jamanka mit Lisa Buckwitz

Mariama Jamanka (* 23. August 1990 in Berlin) ist eine deutsche Bobsportlerin. Gemeinsam mit Anschieberin Lisa Buckwitz wurde die Pilotin 2018 Olympiasiegerin im Zweierbob.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter eines Gambiers und einer Deutschen[1] wuchs in Berlin-Reinickendorf auf und legte am dortigen Friedrich-Engels-Gymnasium das Abitur ab.[2] Vor ihrer Wintersportkarriere war sie Leichtathletin bei der LG Nord Berlin, zunächst als Mehrkämpferin, später als Diskus- und Hammerwerferin.[2] Am 11. Mai 2011 erzielte sie ihre Bestleistung im Hammerwurf mit 48,42 m. Auf Anraten ihres damaligen Trainers wechselte sie 2013 als Anschieberin zum Bobsport, nach zwei Jahren wurde sie Bobpilotin.[1]

Zur Saison 2015/16 wechselte sie vom SC Potsdam zum BSR Rennsteig Oberhof. Am 28. November 2015 gewann sie mit Anschieberin Anne Lobenstein das Europacup-Rennen in Winterberg. Daraufhin wurde sie von Bundestrainer Christoph Langen in den deutschen Weltcupkader berufen und gab mit Anschieberin Franziska Bertels am 11. Dezember 2015 ihr Weltcupdebüt mit einem achten Platz in Königssee. Am 6. Februar 2016 kam sie mit Bertels auf den sechsten Platz bei der Europameisterschaft in St. Moritz. Eine Woche später, am 13. Februar 2016, erreichte sie mit Erline Nolte als Anschieberin den siebten Rang bei der Weltmeisterschaft in Innsbruck. Bei der Europameisterschaft 2017 in Winterberg gewann sie mit Anschieberin Annika Drazek den Titel und wurde beim gleichzeitig ausgetragenen Weltcuprennen hinter Elana Meyers Taylor Zweite und erreichte damit auch ihr erstes Podiumsresultat im Weltcup. Daraufhin wurde sie im Teamwettbewerb der Weltmeisterschaft 2017 zusammen mit der Anschieberin Franziska Bertels, dem Männer-Bob von Johannes Lochner und Christian Rasp sowie den Skeleton-Fahrern Axel Jungk und Jacqueline Lölling Weltmeisterin.

Vor den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang wurde Jamankas Anschieberin Annika Drazek von Bundestrainer René Spies der Pilotin Stephanie Schneider zugeteilt, die als die aussichtsreichere deutsche Fahrerin galt. Im Gegenzug wurde Schneiders bisherige Anschieberin Lisa Buckwitz Jamanka zugeordnet.[3] Jedoch konnten sich Jamanka und Buckwitz im olympischen Bobwettbewerb am 20. und 21. Februar 2018 gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurden Olympiasiegerinnen.[4]

Für den Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2018 erhielt sie am 7. Juni 2018 das Silberne Lorbeerblatt.[5]

Am 28. Oktober 2018 wurde Mariama Jamanka mit Anschieberin Annika Drazek erstmals Deutsche Meisterin.

Jamanka lebt in Oberhof, ist Sportsoldatin der Bundeswehr in der Sportfördergruppe Oberhof und bekleidet dort den Dienstgrad eines Stabsunteroffiziers.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mariama Jamanka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Oberhofs coole Berlinerin Mariama Jamanka mit Blitzstart in die Weltklasse. Thüringer Allgemeine, 16. Februar 2017, abgerufen am 22. Februar 2018.
  2. a b Berlinerinnen holen Olympia-Gold im Zweier-Bob. Berliner Morgenpost, 21. Februar 2018, abgerufen am 22. Februar 2018.
  3. Felix Hackenbruch: Olympia in Pyeongchang: Bob-Gold für die Hammerwerferin. In: Der Tagesspiegel. 21. Februar 2018, abgerufen am 21. Februar 2018.
  4. Medallists. In: olympics.org. IOC, 21. Februar 2018, abgerufen am 21. Februar 2018 (englisch).
  5. Silbernes Lorbeerblatt und Verdienstorden. Bundespräsidialamt, 7. Juni 2018, abgerufen am 7. Juni 2018.