Friedrich Preisigke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Friedrich Preisigke (* 14. Februar 1856 in Dessau; † 8. Februar 1924 in Heidelberg) war ein deutscher Postbeamter und Papyrologe.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preisigke war ab 1877 in der Post- und Telegraphenverwaltung tätig. 1896 wurde er Telegraphen-Direktor in Berlin, von 1904 bis 1915 in Straßburg. Zwischendurch studierte er von 1899 bis 1902 an der Berliner Universität Altertumswissenschaften und wurde 1903 an der Universität Halle mit der Arbeit Städtisches Beamtenwesen im römischen Ägypten zum Dr. phil. promoviert. 1908 unternahm Preisigke eine Studienreise nach Ägypten und wurde 1913 Honorarprofessor für Papyruswissenschaft an der Universität Straßburg. 1915 wechselte er, wiederum als Honorarprofessor, an die Universität Heidelberg.

Preisigke begründete mehrere Hilfsmittel für die Papyrologie, die bis heute benutzt oder fortgesetzt werden: das Sammelbuch der griechischen Papyrusurkunden aus Ägypten, die Berichtigungsliste, die neue Lesungen oder Interpretationen verzeichnet, das Wörterbuch der griechischen Papyrusurkunden aus Ägypten (fortgesetzt von Emil Kießling) und das Namenbuch. Daneben legte er mehrere Editionen von Papyri und Ostraka vor.

Er wurde 1910 juristischer Ehrendoktor der Universität Heidelberg und war ab 1915 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Friedrich Preisigke – Quellen und Volltexte