Geoff Stephens

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Geoff Stephens (* 1. Oktober 1934 in London; † 24. Dezember 2020 in Bedfordshire)[1][2] war ein britischer Komponist und Songwriter, der insbesondere in den 1960ern und 1970ern zu den herausragenden Vertreten Englands auf diesem Gebiet zählte.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stevens war eigentlich von Beruf Lehrer für Französisch, Englisch, Sport und Religion, nahm dann aber einen Job in einer Werbeagentur in London an. Nebenbei schrieb er eine Revue und kleine Sketche für die BBC.

Als ein Musikverleger einen Mitarbeiter suchte, bewarb sich Stephens und bekam einen Job als Komponist.

Im Jahr 1964 schrieb er gemeinsam mit Les Reed seinen ersten Hit – „Tell Me When“ für die Applejacks (Platz 7 UK). Unmittelbar darauf folgte „The Crying Game“ für Dave Berry (1964 Platz 5 UK).

Gemeinsam mit Peter Eden entdeckte und managte er Donovan, dessen erste drei Singles sowie erstes Album er auch produzierte.

1966 schrieb und komponierte er den Song „Winchester Cathedral“ und landete damit einen Nummer-eins-Hit in den USA sowie vordere Hitparadennotierungen z. B. in England (Platz 4) und Deutschland (Platz 15), außerdem gewann er damit 1967 einen Grammy.[1] Speziell für den Song gründete er die The New Vaudeville Band.[3] Die Band spielte im Stil der 20er Jahre, der Leadsänger näselte wie durch ein Megaphon[4] – und der internationale Millionenseller war geboren. Nach Angaben der Fachjournalisten Frank Laufenberg[5] und Julia Edenhofer[6] singt Stephens allerdings selbst („damit das Ganze so würde, wie er es sich das vorgestellt hat“). Noch im Jahr 1966 wurde der Song von Frank Sinatra für das Album That's Life gecovert.[7]

Gemeinsam mit John Carter schrieb er den Song „Semi-Detached Suburban Mr. James“ für Manfred Mann, mit Les Reed folgte für die Herman’s Hermits „There’s a Kind of Hush“, das später für die Carpenters ein noch größerer Erfolg werden sollte.[8]

Im Jahr 2000 wurde ihm der Ivor Novello Award für seine Verdienste als britischer Songwriter verliehen.

Werke als Autor oder Co-Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Leo Barraclough: ‘Winchester Cathedral,’ ‘A Kind of Hush,’ ‘Crying Game’ Songwriter Geoff Stephens Dies. In: Variety. 3. Januar 2021;.
  2. Geoff Stephens Passed Away. In: elvisnews.com. 27. Dezember 2020, abgerufen am 1. Januar 2021.
  3. Bill Herald: 'Winchester Cathedral' tops the list of British Invasion one-hit-wonders. In: examiner.com. 22. August 2011, archiviert vom Original am 26. November 2015;.
  4. Nach Angaben des eventuellen Leadsängers John Carter verwendete er kein Megaphon, sondern sang durch seine hohlen Hände.
  5. Frank und Ingrid Laufenberg: Frank Laufenbergs Hit-Lexikon des Rock und Pop. (in drei Bänden). Ullstein, Berlin 2007, ISBN 978-3-548-36920-4.
  6. Das große Oldie Lexikon. Bastei-Lübbe, Köln 1991, ISBN 3-404-60288-9.
  7. Frank Sinatra: Winchester Cathedral
  8. PRS for Music (2014). 100 Years of British Music. London: Music Sales Limited.