Geoff Stephens

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Geoff Stephens (* 1. Oktober 1934 in London) ist ein englischer Komponist und Songwriter, der insbesondere in den 1960ern und 1970ern zu den herausragenden Vertreten Englands auf diesem Gebiet zählte.

Stevens war eigentlich von Beruf Lehrer für Französisch, Englisch, Sport und Religion, nahm dann aber einen Job in einer Werbeagentur in London an. Nebenbei schrieb er eine Revue und kleine Sketche für die BBC.

Als ein Musikverleger einen Mitarbeiter suchte, bewarb sich Stephens und bekam einen Job als Komponist.

Im Jahr 1964 schrieb er gemeinsam mit Les Reed seinen ersten Hit – „Tell Me When“ für die Applejacks (Platz 7 UK). Unmittelbar darauf folgte „The Crying Game“ für Dave Berry (1964 Platz 5 UK).

Gemeinsam mit Peter Eden entdeckte und managte er Donovan, dessen erste drei Singles sowie erstes Album er auch produzierte.

1966 schrieb und komponierte er den Song „Winchester Cathedral“ und landete damit einen Nummer-Eins-Hit in den USA sowie vordere Hitparadennotierungen z. B. in England (Platz 4) und Deutschland (Platz 15). Speziell dafür gründet er die The New Vaudeville Band. Die Band spielte im Stil der 20er Jahre, der Leadsänger näselte wie durch ein Megaphon[1] – und der internationale Millionenseller war geboren. Lt. den Fachjournalisten Frank Laufenberg[2] und Julia Edenhofer[3] singt Stephens allerdings selbst („damit das Ganze so würde, wie er es sich das vorgestellt hat“).

Gemeinsam mit John Carter schrieb er den Song „Semi-Detached Suburban Mr. James“ für Manfred Mann, mit Les Reed folgte für die Herman’s Hermits „There’s a kind of hush“, das später für die Carpenters ein noch größerer Erfolg werden sollte.

Im Jahr 2000 wurde ihm der Ivor Novello Award für seine Verdienste als britischer Songwriter verliehen.

Weitere Werke als Autor oder Co-Autor:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach Angaben des eventuellen Leadsängers John Carter verwendete er kein Megaphon, sondern sang durch seine hohlen Hände.
  2. Frank und Ingrid Laufenberg: Frank Laufenbergs Hit-Lexikon des Rock und Pop. (in drei Bänden). Ullstein, Berlin 2007, ISBN 978-3-548-36920-4.
  3. Das große Oldie Lexikon. Bastei-Lübbe, Köln 1991, ISBN 3-404-60288-9.