Geoffroy de Lagasnerie

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Geoffroy de Lagasnerie (2015)

Geoffroy de Lagasnerie (geboren 1981) ist ein französischer Philosoph und Soziologe. Er beschäftigt sich vor allem mit Sozialphilosophie und Politischer Philosophie, Epistemologie und Kritischer Theorie sowie mit Kultursoziologie, mit einem besonderen Schwerpunkt bei Pierre Bourdieu und Michel Foucault.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geoffroy de Lagasnerie studierte an der École normale supérieure de Cachan und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales. Seit 2013 ist er Professor für Philosophie an der École Nationale Supérieure d’Arts in Cergy. Er ist der Partner von Didier Eribon.[1]

Öffentliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2014 veröffentlichte er in der Zeitung Libération zusammen mit dem Schriftsteller und Soziologen Édouard Louis einen Aufruf gegen die Teilnahme Marcel Gauchets am Rendez-vous de l’Histoire de Blois, der großes Aufsehen in der französischen Öffentlichkeit erregte und viel diskutiert wurde.[2]

Im September 2015 veröffentlichte de Lagasnerie wiederum zusammen mit Édouard Louis ein „Manifest für eine intellektuelle und politische Gegenoffensive“ in der Zeitung Le Monde,[3] das sich gegen den neuen Rechtsruck in Frankreich und Europa wendete und ebenfalls viel Aufsehen erregte und wenig später auch in der Los Angeles Review of Books veröffentlicht wurde.[4]

2015 wurde er vom Magazin Les Inrockuptibles zu den wichtigsten innovativsten 100 Personen des französischen kulturellen Lebens gezählt.[5]

De Lagasnerie engagiert sich ab 2018 bei der Gelbwestenbewegung, um sie für die Linke zu gewinnen.[1] Und er setzt sich dafür ein, dass der linksnationalistische Jean-Luc Mélenchon 2022 Präsident Frankreichs wird.[6] Politisch verortet er sich links von Mélenchon.[6]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • L’empire de l’université. Sur Bourdieu, les intellectuels et le journalisme, Amsterdam, 2007
  • Sur la science des œuvres. Questions à Pierre Bourdieu (et à quelques autres), Cartouche, 2011
  • Logique de la création. Sur l’Université, la vie intellectuelle et les conditions de l’innovation, Fayard, 2011
  • La dernière leçon de Michel Foucault. Sur le néolibéralisme, la théorie et la politique. Fayard, 2012
    • Michel Foucaults letzte Lektion. Über Neoliberalismus, Theorie und Politik. Übers.: Isolde Schmitt. Passagen, Wien 2017
  • Que signifie penser? in François Caillat (dir.), Foucault contre lui-même, PUF, 2014
    • deutsch in: Foucault gegen Foucault. Übers. Isolde Schmitt. Passagen, Wien 2017
  • L’Art de la révolte. Snowden, Assange, Manning. Fayard, 2015
    • Übers. Jürgen Schröder: Die Kunst der Revolte. Snowden, Assange, Manning. Suhrkamp, Berlin 2016 ISBN 978-3-518-58687-7
  • Juger. L’Etat pénal face à la sociologie. Fayard, 2016
    • Übers. Jürgen Schröder: Verurteilen. Der strafende Staat und die Soziologie. Suhrkamp, Berlin 2017 ISBN 978-3-518-58709-6
  • Übers. Felix Kurz: Denken in einer schlechten Welt. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2018. ISBN 978-3-95757-527-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Daniel Binswanger: «Die Herrschenden haben Angst – und das ist wundervoll», Interview in: Republik vom 12. Januar 2019, abgerufen am 14. Januar 2019.
  2. http://www.liberation.fr/debats/2014/07/30/pourquoi-nous-appelons-a-boycotter-les-rendez-vous-de-l-histoire-de-blois_1072778
  3. https://blogs.mediapart.fr/geoffroy-de-lagasnerie/blog/260915/manifeste-pour-une-contre-offensive-intellectuelle-et-politique
  4. https://lareviewofbooks.org/essay/manifesto-for-an-intellectual-and-political-counter-offensive
  5. Archivlink (Memento des Originals vom 23. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/boutique.lesinrocks.com
  6. a b Daniel Binswanger: «Das ist nicht Neoliberalismus, das ist Klassenkampf», Interview in: Republik vom 14. Januar 2019, abgerufen am 14. Januar 2019.