George, 1. Duke of Kent

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Prince George, 1. Duke of Kent

Prince Georg Eduard Alexander Edmund, 1. Duke of Kent (* 20. Dezember 1902 in York Cottage, Sandringham Estate; † 25. August 1942 nahe Dunbeath, Caithness bei einem Flugzeugabsturz) war ein Mitglied der britischen Königsfamilie und der vierte Sohn König Georgs V.

Der Ort Prince George in Britisch-Kolumbien, Kanada ist nach ihm benannt.

Herkunft[Bearbeiten]

Der Duke of Kent (Mitte) vor seiner Liberator Mark I AM261 für seinen Überflug über den Atlantik von Prestwick nach Kanada (ca. 1941)

Prinz Georg wurde Ende 1902 in York Cottage, der Residenz seines Vaters auf dem Gelände des Sandringham Estate, in der Nähe von King's Lynn in Norfolk geboren. Er war der vierte Sohn des britischen Thronfolgers Georg, Prince of Wales (der spätere Georg V.) und dessen Gemahlin Prinzessin Maria von Teck. Hinter seinem Vater und drei älteren Brüdern stand der Neugeborene lediglich an fünfter Stelle der Thronfolgeregelung und spielte daher aus dynastischer Sicht nur eine untergeordnete Rolle.

Leben[Bearbeiten]

Als Kind oblag die Erziehung des Prinzen Gouvernanten und Hauslehrern. Im Anschluss daran folgte Georg seinem älteren Bruder, Prinz Henry, an die St. Peter's Court Preparatory School in Broadstairs, Kent. Im Jahr 1916 wurde er in die Royal Navy aufgenommen und in Osborne, später in Dartmouth ausgebildet. Bis 1929 diente er auf der HMS Iron Duke und der HMS Nelson. Dann verließ er die Marine, um als erstes Mitglied der königlichen Familie in den Staatsdienst einzutreten. Nach einer Tätigkeit im Außenministerium wechselte er ins Innenministerium (Home Office).

Am 12. Oktober 1934 ernannte ihn sein Vater zum Duke of Kent, ein Titel, der seit 1799 nicht mehr verliehen worden war.

1938 wurde Prinz Georg für das Amt des Generalgouverneurs von Australien vorgeschlagen, doch der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 verhinderte diese Ernennung. Mit Beginn des Krieges kehrte Georg zur Marine zurück und diente im Rang eines Konteradmirals in der Geheimdienstabteilung der Admiralität. Im April 1940 wechselte er auf eigenen Wunsch zur Royal Air Force, um als Air Commodore in der Ausbildungseinheit der RAF zu dienen.

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten]

Am 29. November 1934 heiratete der frisch ernannte Duke of Kent Prinzessin Marina von Griechenland und Dänemark, eine Enkelin des griechischen Königs Georg I. Die in Westminster Abbey geschlossene Ehe ist bis heute die letzte, die ein Sohn eines britischen Monarchen mit einem Mitglied eines ausländischen Königshauses eingegangen ist. Aus der Verbindung gingen drei Kinder hervor:

Außerdem soll Prinz George einen außerehelichen Sohn gehabt haben, der von einem bekannten US-amerikanischen Verleger adoptiert wurde.

Dem Duke of Kent wird eine Reihe von Affären mit Männern und Frauen vor und während seiner Ehe nachgesagt. Zu den bekannten Partnern gehören die Sängerin Florence Mills, die Bankenerbin Poppy Baring, Ethel Margaret Whigham (später Duchess of Argyll), die Pianistin und Tänzerin Edythe Baker[1] der Musical-Star Jessie Matthews und der Schauspieler Noël Coward.

Lebensende[Bearbeiten]

Prinz Georg starb am 25. August 1942 bei einem Flugzeugabsturz auf dem Weg ins Dominion Neufundland. Er war als Passagier an Bord einer Short Sunderland, als diese aufgrund eines Unwetters im schottischen Caithness abstürzte. Beigesetzt wurde er in der St. George’s Chapel im Windsor Castle. Später wurden Georgs sterbliche Überreste zur königlichen Begräbnisstätte in Frogmore, Windsor überführt.

Der Titel Duke of Kent ging nach seinem Tode auf seinen ältesten Sohn Eduard über.

Titel und Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Prince George, 1. Duke of Kent
  • 20. Dezember 1902 - 6. Mai 1910: His Royal Highness Prince George of Wales
  • 6. Mai 1910 - 12. Oktober 1934: His Royal Highness The Prince George
  • 12. Oktober 1934 - 25. August 1942: His Royal Highness The Prince George, 1. Duke of Kent, Earl of Saint Andrews and Baron Downpatrick

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Prince George, Duke of Kent – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Roy Nesbit: What did happen to the Duke of Kent - Part 1, Aeroplane Monthly, Januar 1990, S. 10-14
  • Roy Nesbit: What did happen to the Duke of Kent - Part 2, Aeroplane Monthly, Februar 1990, S. 90-94

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Biographie von Edythe Baker
Vorgänger Amt Nachfolger
Titel neu geschaffen Duke of Kent
1934–1942
Edward, 2. Duke of Kent