Gerda Scheffel

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Gerda Scheffel (* 14. September 1926 in Leipzig) ist eine deutsche Übersetzerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerda Scheffel absolvierte nach dem Abitur von 1945 bis 1946 in Leipzig eine Ausbildung zur Buchhändlerin. Sie war in diesem Beruf in Leipzig und später in Frankfurt am Main tätig. Scheffel studierte danach Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt auf französischer Literatur in Frankfurt am Main und in Paris. Nachdem sie ein Dolmetscherexamen und eine Lehrerprüfung abgelegt hatte, arbeitete sie ab 1958 als Französischlehrerin in Frankfurt am Main. Seit Beginn der 1960er Jahre ist sie hauptberuflich als Übersetzerin literarischer Texte aus dem Französischen tätig, häufig in Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann Helmut Scheffel.

Gerda Scheffel ist vor allem als eine Übersetzerin Robert Pingets und Pierre Carlet de Marivaux' hervorgetreten. Sie wirkte auch als Dramaturgin bei deutschsprachigen Aufführungen der Theaterstücke Marivaux' mit. 1979 erhielt sie gemeinsam mit Helmut Scheffel den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, 1989 wurde sie zum "Chevalier" des französischen Ordre des Palmes Académiques ernannt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pierre Carlet de Marivaux. Hg. mit Bernd Kortländer. Ausstellungskatalog, 17. Februar – 15. Mai 1988. Mit einem Text von Noëlle Guibert. Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf 1988, zugl. Goethe-Institut Paris. Ohne ISBN
    • 2. Aufl. Marivaux, Anatom des menschlichen Herzens. Hg. mit Bernd Kortländer. Mit einem Beitrag von Noëlle Guibert (dessen Übers. Monika Wodsak). Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorf 1990. Ohne ISBN

Übersetzungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Liliane Atlan: Grol oder Das Leid der Erde, Frankfurt am Main 1977
  • Pierre Augustin Caron de Beaumarchais: Der Barbier von Sevilla oder Die nutzlose Vorsicht, Frankfurt am Main 1976
  • Pierre Augustin Caron de Beaumarchais: Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit, Frankfurt am Main 1975
  • Pierre Augustin Caron de Beaumarchais: Ein zweiter Tartuffe oder Die Schuld der Mutter, Frankfurt am Main 1976
  • Bouvard und Pécuchet oder Eine Enzyklopädie der menschlichen Dummheit, Frankfurt am Main 1973
  • Hélène Cixous: Innen, Frankfurt a. M. 1971
  • Jean Pierre Faye: Menschen und Steine, Frankfurt am Main 1970
  • Armand Gatti: General Francos Leidensweg. V wie Vietnam, Frankfurt 1969 (übersetzt mit Fritz Rudolf Fries)
  • André Gide: Die Pastoral-Symphonie, Zürich 1987
  • Julien Gracq: Ein Balkon im Wald, Frankfurt 1960 (übersetzt mit Helmut Scheffel)
  • Michel Guillou: Cheese, Reinbek 1981
  • Félicien Marceau: Creezy, Neuwied 1970
  • Pierre Carlet de Marivaux: Die Abenteuer des jungen Brideron, Frankfurt am Main 1988
  • Pierre Carlet de Marivaux: Die Kutsche im Schlamm, Zürich 1985
  • Pierre Carlet de Marivaux: Der Prinz als Abenteurer, Frankfurt am Main 1974
  • Pierre Carlet de Marivaux: Die Kunst, in den Köpfen der Menschen zu lesen, Insel Verlag Frankfurt 1990
  • Pierre Carlet de Marivaux: Betrachtende Prosa, Frankfurt am Main 1988
  • Paul Nizan: Das Leben des Antoine B., Frankfurt am Main 1974
  • Claude Ollier: Der neue Zyklus. Das Ohr an der Wand. Ein Buckel im Schnee. Stuttgart 1975 (übersetzt mit Helmut Scheffel)
  • Albert Palle: Die Erfahrung. Reinbek 1961 (übersetzt mit Helmut Scheffel)
  • Robert Pinget: Abel und Bela. Frankfurt am Main 1971
  • Robert Pinget: Apokryph. Frankfurt am Main 1982
  • Robert Pinget: Augenblicke der Wahrheit. Hamburg 1967
  • Robert Pinget: Was wissen sie über Mortin? Frankfurt am Main 1982
  • Georges Simenon: Die Unbekannten im eigenen Haus. Zürich 1978

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]