Gerhard Kurt Müller

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Gerhard Kurt Müller (* 1. Oktober 1926 in Leipzig-Probstheida) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Kurt Müller, am 1. Oktober 1926 in Leipzig-Probstheida geboren, absolvierte zunächst von 1941 bis 1943 eine Grafikerlehre bei der Firma Brandstetter in Leipzig. Gleichzeitig besuchte Müller die Gutenbergschule, wo er erste künstlerische Anregungen erhielt. Ende des Jahres 1943 meldete er sich freiwillig zur Luftwaffe. Gerhard Kurt Müller, dem 15. Fallschirmjägerregiment zugeteilt, nahm an Einsätzen 1944 in der Normandie, im Kessel von Falaise, sowie Ende 1944 in den Ardennen teil, bevor er im März 1945 in der Champagne in Kriegsgefangenschaft geriet.

Nach seiner Rückkehr nach Leipzig im Jahre 1948 bewarb Müller sich erfolgreich für ein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, unterrichtet von Elisabeth Voigt sowie Kurt Massloff, das er 1952 mit dem Diplom, er legte satirische Lithographien sowie eine Arbeit über Honoré Daumier vor, abschloss. Dort wurde Müller 1954 die Leitung der Klasse für Freie Graphik und Illustration übertragen, die er bis 1968 innehatte. Zusätzlich amtete Müller - er wurde 1961 zum Professor ernannt - von 1964 bis 1966 als Rektor. In dieser Funktion leitete er die Zweihundertjahrfeier der Akademie. Nach seinem Ausscheiden aus dem Hochschuldienst lebt Gerhard Kurt Müller als freischaffender Maler und Grafiker in Leipzig.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Kurt Müller - er belebte die Technik des Holzstichs neu - schuf Holzstiche unter anderem zu Werken von Friedrich von Schiller, Heinrich Heine (Deutschland ein Wintermärchen - IB 973), Heinrich von Kleist (Michael Kohlhaas - IB 161/C), Nikolai Gogol, Honoré de Balzac sowie Bertolt Brecht. Seit den 1960er Jahren fertigte er monumentale Historiengemälde an, so etwa die Hamburger Trilogie, entstanden in den Jahren 1979 und 1980, seit 1973 auch Holzskulpturen. Gerhard Kurt Müller verwendet klare Formen, denen er Dringlichkeit und plastische Formen verleiht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]