Gert Hatz

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Gert Hatz (* 4. Januar 1928 in Hamburg; † 5. September 2017 in Eutin)[1] war ein deutscher Numismatiker.

Er wurde am 12. Januar 1952 an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zu den Anfängen des Münzwesens in Holstein promoviert. Zusammen mit Peter Berghaus und seiner Frau Vera Hatz gehörte er als Schüler von Walter Hävernick zur „Hamburger Schule“ der Numismatik. Zum 14. Januar 1952 trat er in den Dienst des Museums für Hamburgische Geschichte, wo er es bis zum Hauptkustos und Leiter des Münzkabinetts brachte. 1971 erfolgte seine Habilitation an der Universität Hamburg, 1972 wurde er Privatdozent, 1988 außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der Universität Hamburg und Honorarprofessor am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel. Von 1974 bis 1993 war er Vorsitzender der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er gehörte zu den bedeutendsten Mittelalter-Numismatikern, insbesondere auf dem Gebiet der Münzen und Geldgeschichte des 10. und 11. Jahrhunderts. 1988 erhielt er den Ehrenpreis der Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte, 2002 den Derek Allen Prize der British Academy, 2003 zusammen mit seiner Frau die Medaille der Royal Numismatic Society.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Anfänge des Münzwesens in Holstein. Die Prägungen der Grafen von Schauenburg bis 1325, Numismatische Studien 5, Hamburg 1952 Volltext (= Dissertation)
  • Handel und Verkehr zwischen dem Deutschen Reich und Schweden in der späten Wikingerzeit. Die deutschen Münzen des 10. und 11. Jahrhunderts in Schweden, Stockholm 1974, ISBN 91-7192-141-9 (= Habilitationsschrift)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Berghaus, Jörgen Bracker, Jørgen Steen Jensen, Lars O. Lagerqvist (Hrsg.): Commentationes Numismaticae 1988. Festgabe für Gert und Vera Hatz zum 4. Januar 1988 dargebracht, Hamburg 1988, ISBN 3-922451-04-7 (S. 353-357 Schriftenverzeichnis)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ralf Wiechmann: Gert Hatz 4. Januar 1928 – 5. September 2017. In: NNB. 66. Jahrgang, Nr. 11, November 2017, S. 443–446.