Girkhausen (Bad Berleburg)

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Girkhausen
Koordinaten: 51° 6′ 58″ N, 8° 27′ 16″ O
Höhe: 484 (470–780) m
Fläche: 24,11 km²
Einwohner: 933 (31. Mrz. 2011)
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 57319
Vorwahl: 02758
Luftaufnahme (2013)
Luftaufnahme (2013)

Girkhausen ist ein Ortsteil von Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Wohnhaus in Girkhausen
Kirche in Girkhausen

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das knapp 900 Einwohner zählende Dorf Girkhausen liegt etwa 10 km nördlich von Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) im engen Tal der Odeborn, nur einige Kilometer südlich des Kahlen Astens (841,9 m ü. NN) und unweit des Rothaarsteigs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht zurück auf das Jahr 1220. Ein Ritter Cunradus de Gerhatinkusen, Mitglied des Rittergeschlechts derer zu Gerhartinkusen, sagte damals als Zeuge in einem Prozess aus. Der Ort selber ist jedoch vermutlich um einiges älter. Die auf die Ritter zurückgehende Namensgebung wandelte sich später über viele Zwischenformen zum heutigen Girkhausen.

Seit dem 1. Januar 1975 gehört Girkhausen zu Bad Berleburg.[1] Der Ort Hoheleye wurde an die Stadt Winterberg im Hochsauerlandkreis abgetreten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0922 Einwohner, davon 25 in Hoheleye[1]
  • 1970: 0985 Einwohner, davon 42 in Hoheleye[1]
  • 1974: 1022 Einwohner, davon 48 in Hoheleye[2]
  • 2011: 0933 Einwohner (ohne Hoheleye)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den weithin sichtbaren Mittelpunkt des Dorfes bildet die ehemalige Wallfahrtskirche aus dem 13. Jahrhundert. Es handelt sich um eine zweischiffige und zweichörige Kirche. Bis zur Reformation war diese eine weithin bekannte Marienkirche mit Marienbild. Diese Madonna von Girkhausen verschwand danach jedoch spurlos. Als Besonderheit steht der knapp 30 Meter hohe Kirchturm seit 1680 isoliert vom übrigen Kirchengebäude. Das Ortsbild von Girkhausen wird durch zahlreiche schöne Fachwerkhäuser geprägt. Als weitere Sehenswürdigkeit gilt die Drehkoite, ein Heimat- und Handwerksmuseum, in dem man auch heute noch die alte Tradition der Holzschüsseldreher und des Holzlöffel-Schnitzens mit eigenen Augen erleben kann.

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Girkhausen existiert ein Naturrasen-Sportplatz, welcher von dem VfL Girkhausen genutzt wird. Dieser wurde dafür bekannt, dass eher eine sehr längliche Form hat. Deswegen ist der Strafraum relativ groß und während der dort ausgetragenen Spiele entstehen viele Strafstöße.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Heinrich Schramm (* 20. März 1676 in Girkhausen; † 20. Januar 1753 in Herborn), reformierter Theologe
  • Gerhard Dickel (* 28. Juni 1938 in Girkhausen; † 14. Juli 2003 in Hamburg), Kirchenmusikdirektor, Kantor, Organist und Musikprofessor in Hamburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Krämer (Hrsg.): 750 Jahre Girkhausen. Balve 1970, 2. Auflage 1971.
  • Johannes Burkardt, Andreas Kroh und Ulf Lückel: Die Kirchen des Kirchenkreises Wittgenstein in Wort und Bild. Bad Fredeburg 2001.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 337.
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 138.
  3. Viel Platz für Elfer. sat1nrw.de, 8. November 2016, abgerufen am 9. November 2016.