Berghausen (Bad Berleburg)

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Berghausen
Koordinaten: 51° 2′ 4″ N, 8° 21′ 0″ O
Höhe: 423 (380–570) m
Fläche: 17,79 km²
Einwohner: 1538 (31. Mrz. 2011)
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 57319
Vorwahl: 02751
Wohnhäuser in Berghausen
Wohnhäuser in Berghausen

Karte: Deutschland
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Berghausen
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Deutschland

Berghausen ist ein Ortsteil von Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen.

Das Dorf gehört zum Kirchspiel Raumland.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berghausen liegt im Edertal an der L 553, eingebettet in den Naturpark Rothaargebirge, in Wittgenstein.

Haltepunkt der Bahn in Berghausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste urkundliche Zeugnissen betreffen das Jahr 1173. In der mittelalterlichen Schreibweise "Berchusen" steht der Ort schon früh im Zusammenhang mit dem Kirchspiel Raumland und grafschaftlichem Grundbesitz. Weitere Urkunden aus den Jahren 1299 und 1362 zeugen von einer frühen Besiedelung. Wittgensteiner Besitz ist in einer Urkunde aus dem Jahr 1466 belegbar. Für die Kirche wurde 1503 die erste Glocke gekauft. 1575 wurden Hammerhütten eingerichtet, die aber nur bis 1578 betrieben wurden. Diese wurden abgebrochen und in Balde wieder errichtet. Die Schulzerei Berghausen tauchte erstmals 1590 auf. Der Kauf einer zweiten Kirchenglocke erfolgte im Jahr 1653. 1773 gründete sich die Schulzerei Berghausen. Die baufällig gewordene Kirche musste abgerissen werden; Der Neubau konnte 1793 eingeweiht werden. Wittgenstein und somit auch Berghausen wurden 1816 preußisch. 1819 erfolgte der Wechsel zum Schultheißenbezirk Dotzlar. 1845 wurde das Amt Berghausen eingerichtet. 1890 gründete sich der Gesangverein. 1905 wurde der Schützenverein Berghausen gegründet. 1911 bekam der Ort einen Bahnhof und wurde an die Bahnstrecke Erndtebrück–Bad Berleburg angeschlossen. Im Ersten Weltkrieg zählte Berghausen 35 Gefallene und zwei Vermisste. Der Zweite Weltkrieg forderte nochmals 53 gefallene und 22 vermisste Kriegsteilnehmer. [1]. Am 5. und 6. September 1998 feierte Berghausen sein 825-jähriges Bestehen.[2]

Der Ort gehört seit der Gebietsreform, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, zum Stadtbereich Bad Berleburg[3] und war bis zur Eingemeindung eine selbständige Gemeinde des Amtes Berghausen im damaligen Kreis Wittgenstein.

Gegen die Pläne der Stadt, nahe Berghausen eine Vorrangzone mit dem Namen „Kilbe-Nord“ für die Nutzung von Windenergie auszuweisen, entwickelte sich großer Widerstand im Ort. Es wurde eine Bürgerinitiative gegründet.[4]

Ortsname im Wandel der Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1173: Berchusen
  • 1362: Berhusen
  • 1472: Berckusen
  • 1508: Berckhusen, Bergckhussen
  • 1532: Ber(c)khausen
  • 1671: Berghausen

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1510: 0060 Einwohner in 10 Häusern
  • 1518: 0000 Einwohner: Der Ort ist eine Wüstung bis ca. 1550.
  • 1624: 0150 Einwohner in 24 Häusern
  • 1819: 0409 Einwohner in 52 Häusern
  • 1854: 0536 Einwohner in 58 Häusern
  • 1900: 0566 Einwohner
  • 1961: 1154 Einwohner[3]
  • 1970: 1408 Einwohner[3]
  • 1974: 1392 Einwohner[5]
  • 2010: 1450 Einwohner[6]
  • 2011: 1538 Einwohner

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Persönlichkeiten sind in Berghausen geboren. Auflistung alphabetisch.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "800 Jahre Berghausen - Rückblick und Besinnung": Herausgegeben von Ernst Fischer, im Auftrag der Gemeinde Berghausen, erschienen 1973, zur Feier des 800jährigen Bestehens
  2. Das 2.Dorfbuch, herausgegeben von Wolfgang Birkelbach und Bernd Stremmel mit dem Titel "Bilder aus Berghausen"(671 S.) erschien im Auftrag des Vereins für Heimat, Kultur und Freizeitgestaltung e.V. Berghausen
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 337.
  4. Wenige Vor- und viele Nachteile. Gegner der geplanten Vorrangzone „Kilbe-Nord“. siegener-zeitung.de, 4. Oktober 2016, abgerufen am 28. Oktober 2016.
  5. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 138.
  6. Webseite der Stadt Bad Berleburg, gesichtet 18. November 2010