Gitarren der Liebe

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Filmdaten
OriginaltitelGitarren der Liebe
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1954
Länge95 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieWerner Jacobs
DrehbuchUrsula Bloy,
Per Schwenzen,
Joachim Wedekind
ProduktionWilly Zeyn junior
MusikWilly Mattes
KameraOskar Schnirch
SchnittJohannes Lüdke
Besetzung

Gitarren der Liebe ist ein deutsches Filmlustspiel mit viel Musik aus dem Jahr 1954 von dem Regisseur Werner Jacobs. Das Drehbuch stammt von dem Autorenteam Ursula Bloy, Per Schwenzen und Joachim Wedekind. Die Hauptrollen sind mit Vico Torriani, Elma Karlowa, Topsy Küppers, Ralph Lothar und Harald Juhnke besetzt. Erstmals ins Kino kam der Streifen am 7. Oktober 1954 in Hannover.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Musikanten Gisa, Walter, Paul und Tom, die sich selbst „Die heißen Vier“ nennen, fahren mit einem klapprigen Auto nach Italien in der Hoffnung, dort groß herauszukommen. Als der Wagen wieder einmal eine Panne hat, kommt ihnen der Einheimische Roberto Trenti zu Hilfe. In Windeseile hat er den Karren repariert. Doch bevor er sich wieder auf sein Fahrrad schwingt, gibt er den Vieren noch den Tipp, am nächsten Sonntag nach Venticasi zu kommen. Dort heirate seine verflossene Freundin den Bürgermeister, und bei dieser Gelegenheit böte sich möglicherweise Gelegenheit, etwas zu verdienen.

Roberto sorgt bei der Hochzeitsfeier für einen Eklat, indem er ein Lied vorträgt, das für Braut und Bräutigam alles andere als schmeichelhaft ist. Daraufhin schickt sich der Bürgermeister an, den Sänger in das ausgetrocknete Flussbett zu werfen, landet aber wegen seiner Ungeschicklichkeit letztendlich selber darin. Als sich die empörten Hochzeitsgäste auf Roberto stürzen wollen, entschwindet dieser rasch mit den „Heißen Vier“. Fortan schließt er sich der Gruppe an – als Chauffeur.

Auf einer kleinen Brücke kommt den Fünfen ein Straßenkreuzer entgegen, was beide Fahrzeuge erst einmal zum Halten zwingt. Die Fahrerin teilt mit, sie sei die bekannte Sängerin Ilona Mirko und habe ihren Vertrag für eine Tournee mit dem Orchester Mantovani aus persönlichen Gründen gekündigt. Nun müsse sie im Auftrag des Konzertagenten Bernardo Ersatz beschaffen. Bernardo kenne ein Naturtalent namens Roberto Trenti, dem er eine Chance geben wolle; diesen solle sie ausfindig machen und herbeischaffen. Roberto verliebt sich zwar sofort Hals über Kopf in das Mädchen, gibt sich aber noch nicht zu erkennen. Nun folgen zahlreiche Verwechslungen, Irrungen und Wirrungen, bis Mantovani persönlich in das Geschehen eingreift und alles zu einem guten Ende führen kann. Bei dem Festkonzert erringt Roberto einen großen Erfolg. Seinen Gesang können zwar alle hören, im Herzen aber singt er nur für Ilona.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in einem Behelfsatelier in einer Fabrikhalle in Rapallo sowie im Atelier der Bavaria Film in Geiselgasteig produziert. Die Außenaufnahmen entstanden in Santa Margherita Ligure sowie in Genua und Umgebung.[1]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films hält nicht viel von dem Streifen: „Banale Liebesverwirrungen, aufgesetzte Lustigkeit, schmalzige Lieder und ein bunter Reiseprospekt von Italien als Kulisse in einem zum alsbaldigen Gebrauch bestimmten Schlagerfilm für die Vico-Torriani-Fans der fünfziger Jahre.“[2]

Die Zeitschrift Filmblätter schrieb, Vico Torriani beweise „zum zweiten Male, daß er nicht nur ein Frauenherzen betörender Sänger und charmanter Bursche ist, sondern auch ein sympathisch-natürlicher Schauspieler.“[3]

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Programm zum Film: Das Neue Film-Programm, erschienen im Klemmer-Verlag Mannheim, ohne Nummernangabe

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dr. Alfred Bauer: Deutscher Spielfilm Almanach. Band 2: 1946–1955, S. 421
  2. Lexikon des internationalen Films, rororo-Taschenbuch Nr. 6322 von 1988, S. 1337.
  3. Manfred Hobsch: Liebe, Tanz und 1000 Schlagerfilme, S. 120