Google Fuchsia

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Fuchsia
Logo
Armadillo, die grafische Shell von Fuchsia
Armadillo, die grafische Shell von Fuchsia
Entwickler Google
Lizenz(en) Verschiedene, u. a. BSD-Lizenz, MIT-Lizenz und Apache-Lizenz
Kernel Zircon (Capability-based Microkernel)
Architektur(en) ARM, x86_64
fuchsia.dev

Fuchsia ist ein Betriebssystem, das von Google entwickelt wird.[1]

Im Gegensatz zu Googles zuvor entwickelten Betriebssystemen Android und Chrome OS, die auf dem Linux-Kernel basieren, basiert Fuchsia als Echtzeitbetriebssystem auf dem neuen Microkernel Zircon (ehemals Magenta).[2] Zircon wurde vom Projekt Little Kernel abgeleitet, das als Android-Bootloader dient[3] und in C geschrieben ist.[4]

Fuchsia läuft auf verschiedenen Geräten, unter anderem auf Mobiltelefonen und PCs.[5]

Das Symbol des Betriebssystems ist ein abgewandeltes Unendlichzeichen in der Farbe Magenta.

Im Mai 2017 erhielt Fuchsia eine Shell mit grafischer Benutzeroberfläche mit dem Namen Armadillo.[6][7]

Die Synchronisierung der Nutzerdaten erfolgt mit dem Modul Ledger.[8]

Spekulationen, Fuchsia solle Android und Chrome OS planmäßig ersetzen, trat Google am 9. Mai 2019 auf seiner Entwicklerkonferenz I/O entgegen.[9] Fuchsia sei vielmehr dazu da, „neue Konzepte rund um Betriebssysteme auszuprobieren“, und werde möglicherweise auf anderen Gerätetypen als Computern, Handys oder Tablets eingesetzt, so Googles Senior Vice President Hiroshi Lockheimer.[9]

FIDL[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das sehr modulare Fuchsia-Betriebssystem ermöglicht den Datenaustausch zwischen möglichst vielen Modulen. Dem dient die Fuchsia Interface Definition Language (FIDL). App-Entwickler können Komponenten in verschiedenen Sprachen schreiben oder bestehende Komponenten an FIDL-Vorgaben anpassen. Unterstützt werden die Sprachen C, C++, Dart, Go sowie Rust.[10][11]

Cross-Plattform-Apps können bereits mit Flutter entwickelt werden – wie auch mit Apples Programmiersprache Swift. Darüber hinaus können mit der Fuchsia-internen virtuellen Maschine Machina Apps anderer Betriebssysteme ausgeführt werden. Insbesondere können viele Android-Apps als APK-Dateien in Fuchsia-spezifische FAR-Dateien konvertiert werden, welche sich unter Fuchsia installieren lassen[12].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rob Price: Google is building a new operating system. In: Business Insider. 15. August 2016.
  2. Napier Lopez: Google is secretly creating a new OS that's not based on Linux. In: The Next Web. 13. August 2016.
  3. https://github.com/littlekernel/lk/wiki/Introduction
  4. Lucian Armasu: Google Is Building A New Operating System From Scratch: 'Fuchsia'. In: Tom's Hardware. 15. August 2016, abgerufen am 15. August 2016.
  5. Jon Fingas: Google's Fuchsia operating system runs on virtually anything. In: Engadget. 13. August 2016, abgerufen am 13. August 2016.
  6. Chaim Gartenberg: Google’s mysterious new Fuchsia OS has a UI now. In: The Verge. 8. Mai 2017.
  7. Tobias Költzsch: Googles rätselhaftes Mobile-OS bekommt eine Oberfläche. golem.de. 9. Mai 2017. Abgerufen am 21. November 2017.
  8. Peridot - Ledger. Abgerufen am 19. August 2019.
  9. a b Daniel A.J. Sokolov: Googles Betriebssystem Fuchsia wird kein Android-Ersatz. In: Heise Online. 10. Mai 2019, abgerufen am 10. Mai 2019.
  10. jimbe@google.com, shayba@google.com: FIDL tutorial. google.com. 18. Mai 2018. Abgerufen am 11. Mai 2018.
  11. Kyle Bradshaw: FIDL is the Rosetta Stone of Fuchsia. 12. Mai 2018. Abgerufen am 12. Mai 2018.
  12. Ralph Nathan: Add initial fuchsia target. 22. Januar 2019, abgerufen am 19. Juni 2020 (englisch).