Gorenje

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gorenje, d.d.

Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN SI0031104076
Gründung 1950
Sitz Velenje, SlowenienSlowenien Slowenien
Leitung Franjo Bobinac
Mitarbeiterzahl 11.000 (2018)[1]
Umsatz 1,18 Mrd. Euro (2018)[1]
Branche Haushaltsgeräte
Website gorenjegroup.com
Stand: 2018

Gorenje ist ein Hersteller von Haushaltsgeräten aus dem slowenischen Velenje. Geräte werden sowohl unter eigenem Namen als auch als Erstausrüster unter anderem Markennamen vertrieben, so etwa für Sibir aus der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gorenje gehörte im ehemaligen Jugoslawien neben der Končar Group zu den größten Haushaltgeräteherstellern. Die Produktpalette reicht von Gasherden über Waschmaschinen bis zu Geschirrspülmaschinen. Das Unternehmen wurde 1950 im Ortsteil Gorenje der Gemeinde Šmartno ob Paki als Landmaschinenhersteller gegründet, 1960 wurde der Hauptsitz ins nahegelegene Velenje verlagert.

2005 fasste das Unternehmen seine Möbelbaubetriebe – Gorenje Notranja Oprema (Slowenien; Küchen, Bäder), Gorenje Glin (Slowenien; Wohnzimmer- und Büromöbel), Gorenje Kuhinje Sarajevo (Bosnien; Küchen), Gorenje Kuchyne Praga (Tschechien; Küchen) und Gorenje Küchen Freistadt (Österreich; Einbauküchen) – in einer neu gegründeten Division zusammen. Die neue Möbel-Division beschäftigte 1100 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 75 Mio. Euro.[2]

Gorenje hatte in Deutschland bei Waschmaschinen einen Marktanteil von 3,2 % im Jahr 2016.[3]

Der Hersteller setze seit einigen Jahren auf Design und betreibe einen Imagewandel weg vom Billigprodukt, was nicht immer mit Erfolg gekrönt war. Um Schulden reduzieren zu können, stieg bei der ersten von zwei Kapitalerhöhungen 2013 die Panasonic Corporation mit 12,7 % Beteiligung bei Gorenje ein.[4]

Im Juni 2018 wurden 95 % der Unternehmensanteile für 293 Mio. Euro an das chinesische Unternehmen Hisense verkauft.[5] Nach dem Aufkauf wurde die Mitarbeiteranzahl von 11.000 auf 9300 abgebaut, aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen bei der COVID-19-Pandemie in Slowenien im Jahr 2020 nochmals um 2000 Stellen reduziert.[6]

Der Exportanteil liegt bei 95 Prozent.[1]

Sponsorentätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen sponsert den slowenischen Handballverein RK Velenje, der sich deshalb auch RK Gorenje Velenje nennt, sowie diverse Wintersportler.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gorenje – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c About Gorenje Group - Gorenje Group. Abgerufen am 11. Juli 2020 (englisch).
  2. Neue Konzern-Struktur: Gorenje Küchen Freistadt von Slowenien übernommen. Abgerufen am 11. Juli 2020.
  3. Verbreitung von Waschmaschinen-Marken in Deutschland 2016. Abgerufen am 11. Juli 2020.
  4. http://wirtschaftsblatt.at/archiv/printimport/1565558/print.do (Memento vom 12. Februar 2016 im Internet Archive) Weiße Ware im Aufschwung, wirtschaftsblatt.at, 21. Februar 2014, abgerufen 12. Februar 2016.
  5. Gorenje gehört jetzt Chinesen - dahinter steckt ein cleverer Schachzug. 31. August 2018, abgerufen am 11. Juli 2020.
  6. Gorenje baut mehr als 2000 Stellen ab. Abgerufen am 21. Juli 2020.