Grauer Alpendost

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Grauer Alpendost
Grauer Alpendost (Adenostyles alliariae)

Grauer Alpendost (Adenostyles alliariae)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Alpendost (Adenostyles)
Art: Grauer Alpendost
Wissenschaftlicher Name
Adenostyles alliariae
(Gouan) A.Kern.

Der Graue Alpendost (Adenostyles alliariae (Gouan) Kern., Syn.: A. albifrons (L. f.) Reichenb.) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Darüber hinaus sind oder waren, zum Teil auch nur regional, folgende Bezeichnungen gebräuchlich: Alpenpestkraut, Großer Berglattich (Schlesien), Scheiskraut (Schweiz), Schieskraut (Schweiz) und Rosslattich (Schlesien).[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grauer Alpendost im Hochgebirge

Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 60 bis 150 Zentimeter. Der Stängel ist oben behaart und in der unteren Hälfte kahl. Die Grundblätter sind bis 50 Zentimeter groß, lang gestielt, unregelmäßig grob gezähnt, unterseits filzig und herzförmig eingebuchtet.

Die roten Blüten sind in Körbchen zusammengefasst, welche wiederum zu einem doldig-rispigen Gesamtblütenstand vereinigt sind. Die Blütezeit reicht von Juli bis August.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 38.[2]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grauer Alpendost am Standort in Norditalien

Der Graue Alpendost kommt auf stickstoffreichen, kalkarmen, basenreichen Böden in Bergwäldern und Hochstaudenfluren vor. Er ist eine Adenostyletalia-Ordnungscharakterart.[2] Er findet sich im Alpenvorland und in den Alpen in Höhenlagen zwischen 1000 und 2000 Meter, in Schluchtwäldern kommt er bis 2100 Meter vor. In den Allgäuer Alpen steigt er zwischen Älpele und Rauheck in Bayern bis zu 2200 m Meereshöhe auf.[3] Außerhalb des Alpenraumes tritt er nur als Eiszeitrelikt auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, München 2003, ISBN 3-576-11482-3
  • Fischer, M. A., Adler, W. & Oswald K.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen, Verlag von Philipp Cohen Hannover 1882, Seite 10
  2. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  3. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. ISBN 3-930167-61-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grauer Alpendost – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien