Gravelbike

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gravelbikes (deutsch etwa „Schotter-Rad“) sind geländegängige Fahrräder, die früher Cyclocross-Räder, davor Querfeldeinrad hießen. Heute werden etwas breitere Reifen (28 Zoll, Breite ca. 35–47 mm) benutzt, früher waren die größeren Schlauchreifen mit 27" und Breiten bis 35 mm üblich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab ca. 2015 führten verschiedene Hersteller Räder in ihren Programmen unter der Bezeichnung „Gravel-Bike“ ein. Zunächst im US-Markt eingeführt, findet dieser Name auch in Europa zunehmend Verbreitung. Unter dem Namen Querfeldeinrad sind solche Fahrräder seit den frühen 60er Jahren in Europa verbreitet.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gattung der Gravel-Bikes handelt es sich um einen Marketingbegriff der Fahrradhersteller; diese Art von Rädern wurde in den USA und dem Vereinigten Königreich zuvor teilweise unter dem Namen “Adventure Bikes” beworben. So ist auch die Abgrenzung zu Endurance-Bikes und Cyclocross-Rädern undeutlich. Ziel der Entwicklung war es, ein Rad zu bauen, mit dem neben normalen Straßen auch unbefestigte Wege befahren werden können.[1] Ein Gravelbike im engeren Sinne ist ein Rad für komfortables wie auch schnelles Fahren auf Kies und Schotter.

Die Räder eignen sich für Rennen oder Radtourenfahren (RTF) auf Kieswegen. Einige Merkmale für ein Gravelbike führt die Online-Publikation Rennrad News auf[2] (hier um einige Punkte erweitert):

  • Entwickelt für langes Fahren auf befestigten, aber nicht asphaltierten Wegen
  • Ausgestattet mit Rennradlenker und aus dem Rennradbereich bekannten Schaltgruppen
  • Scheibenbremsen (hydraulisch/teilhydraulisch betätigt) mit 160 mm Durchmesser
  • robuste Ausführung mit einem etwas geringeren Focus auf Gewichtsreduzierung, Rahmen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff oder leichte Al-Bauweise
  • 28-Zoll-Räder. Meist für Reifen bis zu 47 mm ohne Schutzbleche – gleich wie bei Cyclocross.
  • Die Fahrräder sollen auch als Alltagsräder dienen
  • eine eher aufrechte Sitzposition (kleiner 90 Grad Hände zum Oberkörper), um auf langen Strecken die Hände zu entlasten
  • ein recht tief sitzendes Tretlager, für mehr Stabilität in rauerem Gelände, ähnlich 26″ Mountainbikes
  • längerer Radstand als Cyclocross Räder, damit guter Geradeauslauf, und durch einen langen Hinterbau gute Eigenschaften beim Anstieg an Steilpassagen.
  • mehr Nachlauf an der Gabel als bei Rennrädern, damit besserer Geradeauslauf
  • Ösen an Rahmen und Gabel, um Schutzbleche und bei einigen Modellen auch Gepäckträger anbringen zu können.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rennen für Gravelbikes heißen häufig Gravelgrinder. Das bekannteste Rennen für Gravelbikes in den USA ist das Dirty Kanza. Das Rennen führt rund 322 km (200 Meilen) über Kieswege.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gravel-Bike – was ist das und warum brauchst du es? In: Roadcycling.de. Abgerufen am 17. Oktober 2017.
  2. a b Der Unterschied zwischen Gravelbike, Cyclocross-Rad und All-Road-Rennrad. In: Rennrad-News.de. 20. November 2017, abgerufen am 22. November 2017.