Gußmannshöhle

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Gußmannshöhle

Tropfsteine in der Gußmannshöhle

Tropfsteine in der Gußmannshöhle

Lage: Schwäbische Alb, Deutschland
Höhe: 680 m ü. NN
Geographische
Lage:
48° 32′ 33,7″ N, 9° 31′ 11,6″ OKoordinaten: 48° 32′ 33,7″ N, 9° 31′ 11,6″ O
Gußmannshöhle (Baden-Württemberg)
Gußmannshöhle
Katasternummer: 7423/1
Typ: Tropfsteinhöhle
Entdeckung: 1890
Schauhöhle seit: 1891
Beleuchtung: elektrisch
Gesamtlänge: 91 Meter
Länge des Schau-
höhlenbereiches:
55 Meter
Mittlere jährliche Besucherzahl: 4.300 (2007–2011)
Besucher aktuell: 4.363 (2011)

Die Gußmannshöhle hat eine Länge von 91 Metern und liegt bei Lenningen im Ortsteil Gutenberg in Baden-Württemberg auf der Schwäbischen Alb. Die Vertikalerstreckung der Höhle liegt bei 16 Meter.[1] Die typische Spaltenhöhle liegt 680 Meter über NN.

Entdeckt wurde die Höhle von Karl Gußmann im Jahr 1890. 1890/91 wurde sie ausgegraben. Die paläontologische Ausbeute war allerdings gering. Gefunden wurden einige Mammutbackenzähne und Zahnbruchstücke. Im Mai 1891 wurde die Gußmannshöhle der Öffentlichkeit als Schauhöhle übergeben. Bereits 1891 wurde eine erste elektrische Lichtbogen-Beleuchtung installiert, die aber auf Grund von Wartungsfehlern nach drei Monaten wieder entfernt wurde. Eine dauerhafte elektrische Beleuchtung hat die Höhle 1922 erhalten.

Die Höhle hat sehr schöne Tropfsteinbildungen. Sie besaß auch Kalzitrasen, der aber bei der Erschließung beseitigt werden musste. Der beseitigte Kalzitrasen wird mit anderen Schaustücken im Heimatmuseum in Kirchheim unter Teck ausgestellt. Die Tropfsteinhöhle besteht aus insgesamt vier Hallen und endet über einem Schacht.

In nur 200 Meter Entfernung liegt die Gutenberger Höhle, ebenfalls eine Schauhöhle.

Der Zugangsweg zur Höhle musste wegen eines Felssturzes gesperrt werden, nachdem es bei der Gußmannshöhle gefährlichen Steinschlag gab. Nach erfolgreichen Absicherungsmaßnahmen ist die Höhle (2009) wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Binder, Anke Luz, Hans Martin Luz: Schauhöhlen in Deutschland. Hrsg. v. Aegis Verlag, Ulm 1993, ISBN 3-87005-040-3.
  • Hans Binder, Herbert Jantschke: Höhlenführer Schwäbische Alb. Höhlen – Quellen – Wasserfälle. 7. völlig neu bearbeitete Auflage. DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 2003, ISBN 3-87181-485-7, S. 122.
  • Stephan Kempe: Welt voller Geheimnisse – Höhlen. Reihe: HB Bildatlas Sonderausgabe. Hrsg. v. HB Verlags- und Vertriebs-Gesellschaft, 1997, ISBN 3-616-06739-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Höhlenplan von der Höhlenforschungsgruppe Kirchheim.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gußmannshöhle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]